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Nachrichten/Aufsätze Steuerrecht

FG: Kosten für die Einrichtung der Wohnung stellen keine nur begrenzt abzugsfähigen Unterkunftskosten bei doppelter Haushaltsführung dar

Mit Urteil vom 14.03.2017 (13 K 1216/16 E) hat das FG Düsseldorf entschieden, dass die Kosten für die notwendige Einrichtung der Wohnung im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung nicht zu den Unterkunftskosten gehören, deren Abzug auf 1.000 € im Monat begrenzt ist. Der Kläger unterhielt im Streitjahr 2014 ab dem 01.05. neben seinem eigenen Hausstand (Lebensmittelpunkt) eine Wohnung am Ort seiner ersten Tätigkeitsstätte. Mit seiner ESt-Erklärung begehrte er den Abzug von notwendigen

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BFH: Häusliches Arbeitszimmer eines Selbstständigen

Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 EStG besteht ein Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer; dieses gilt allerdings dann nicht, „wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“ (Satz 2). Der BFH hat mit Urteil vom 22.02.2017(III R 9/16, DB 2017 S. 885 [in diesem Heft]) entschieden, dass bei einem Selbstständigen nicht jeder Schreibtischarbeitsplatz in seinen Betriebsräumen zwangsläufig einen solchen zumutbaren „anderen Arbeitsplatz“

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Diskriminierungsfreie Besteuerung von Dividenden und Abspaltungen

– Spin-offs aus Drittstaaten –

Es werden die Konsequenzen aus der Verwerfung der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung analysiert, die Einlagenrückzahlungen durch Drittstaatengesellschaften in Deutschland als steuerpflichtige Dividenden behandeln wollte. Ferner wird dargelegt, dass ein amerikanischer Spin-off grds. als steuerfreie Abspaltung i.S.d. Fusionsrichtlinie (Fusions-RL) zu qualifizieren ist.

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BZSt: Änderungen im Datenträgerverfahren

Die Einführung des § 50j EStG (Versagung der Entlastung von KapESt in bestimmten Fällen) zum 01.01.2017 hat auch Auswirkungen auf das nach § 50d Abs. 1 Satz 7 EStG zugelassene Datenträgerverfahren (DTV). Das DTV ist ab dem 01.01.2017 nur noch für Einkünfte aus Dividenden, die nach einem Abkommen einem Reststeuersatz von 15% unterliegen, zulässig. Unterliegen die zugeflossenen Kapitalerträge aus Streubesitzdividenden eines Antragstellers nach einem Abkommen einem geringeren Reststeuersatz als 15%

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BMF: Umsetzung des 10-Punkte-Plans gegen Steuerbetrug

Das BMF hat den Umsetzungsstand zum 10-Punkte-Plan gegen Steuerbetrug, trickreiche Steuervermeidung und Geldwäsche dokumentiert, der Anfang 2016 auf den Weg gebracht worden ist. Weltweiter automatischer Informationsaustausch: Deutschland fordert mit Nachdruck, dass weltweit möglichst alle Staaten und Gebiete, insb. solche mit Finanzzentren, den internationalen Standard zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten (CRS) anwenden und zügig die Mehrseitige Vereinbarung vom 29.10.2016

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OECD: Belastung durch Steuern und Abgaben in Deutschland weiterhin deutlich über OECD-Schnitt

Bei der Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben gehört Deutschland im OECD-Vergleich weiterhin zu den Spitzenreitern. Einzig in Belgien ist die Steuer- und Abgabenlast für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener noch höher. Dies geht aus der jüngsten Ausgabe der OECD-Studie „Taxing Wages“ hervor, die am 11.04.2017 veröffentlicht wurde. Auch bei allen anderen untersuchten Haushaltstypen liegt die Belastung in Deutschland über dem OECD-Durchschnitt. Dies liegt vor allem

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Pauschalierung der ESt nach § 37b EStG

– Aktuelle Entwicklungen –

§ 37b EStG, der 2007 eingeführt worden war, um die Übernahme von Steuerbeträgen auf Sachzuwendungen an Arbeitnehmer und Nichtarbeitnehmer durch den Zuwendenden auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunktthema, nicht zuletzt im Rahmen von LSt-Außenprüfungen, entwickelt. Der BFH hat in mehreren Urteilen zum Anwendungsbereich der Vorschrift Stellung genommen. Nachfolgend werden aktuell diskutierte Fragen beantwortet.

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Ausgewählte Fallbeispiele zur Erbschaftsteuerreform 2016

Der Gesetzgeber hat mit dem neuen ErbStG ein komplexes Sonderrecht für die Unternehmensnachfolge geschaffen. Die konkrete Steuerbelastung lässt sich dem Gesetz in vielen Fällen kaum noch entnehmen. Die Regelungen schaffen zahlreiche Anreize für die Neugestaltung der Unternehmensnachfolge. Der Beitrag versucht, einige Problembereiche des neuen ErbStG anhand von ausgewählten Fallbeispielen zu skizzieren.

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