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Tarifrunde 2018: Neue Vergütungsverträge für über 9,7 Millionen Beschäftigte


Die Tarifrunde 2017 geht zu Ende, zahlreiche Abschlüsse liegen bereits vor. Was wird 2018 bringen? | ©jonasginter/fotolia.com

Insgesamt verhandeln die DGB-Gewerkschaften im nächsten Jahr für mehr als 9,7 Millionen Beschäftigte neue Vergütungstarifverträge.

Die Tarifrunde 2017 geht in die Schlussphase: In einigen Bereichen wird in den verbleibenden Wochen und Monaten des Jahres noch verhandelt. Dazu gehören z. B. das Gebäudereiniger-Handwerk, der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Teile des privaten Verkehrsgewerbes und der Energiewirtschaft. Zugleich laufen bereits in vielen Branchen die Vorbereitungen für die Tarifrunde 2018. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Dezember 2017:

Metall- und Elektroindustrie (3.499.200) Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie Niedersachsen/Bremen, Westfalen-Lippe, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen (177.800)

2018

Januar:

Deutsche Post AG (130.000)

Volkswagen AG West (110.000)

Telekom Deutschland (63.000)

Februar:

Öffentlicher Dienst Bund und Gemeinden (2.480.200)

Bauhauptgewerbe (699.000)

März:

Maler- und Lackiererhandwerk, Arb. (o. Saarland, 114.300)

Privates Verkehrsgewerbe Baden-Württemberg (o. Südbaden, 87.200)

April:

Hotel- und Gaststättengewerbe Bayern (144.700)

Fleischerhandwerk Bayern (25.700)

Mai:

Kautschukindustrie (42.700)

Juni:

Fleischerhandwerk Baden-Württemberg (18.700) Öffentlicher Dienst, Sparten-TV „Nahverkehr“ Berlin (12.500)

Juli:

Chemische Industrie Nordrhein, Hessen, Rheinland-Pfalz (249.900)

Hotel- und Gaststättengewerbe Nordrhein-Westfalen (118.100)

Dachdeckerhandwerk (89.400)

August:

Chemische Industrie Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-West (281.600)

Druckindustrie (138.000)

September:

Deutsche Bahn AG (134.000)

Privates Verkehrsgewerbe Bayern (119.500)

Oktober:

Privates Verkehrsgewerbe Nordrhein-Westfalen (160.200)

Papier und Pappe verarbeitende Industrie (73.200)

November:

Kunststoff verarbeitende Industrie Ost (35.500)

Dezember:

Öffentlicher Dienst Länder (906.200)

Bewachungsgewerbe (o. Sonderbereiche) Schleswig-Holstein (Arb.), Hamburg (Arb.), Bremen (Arb.), Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt (130.700)

Eisen- und Stahlindustrie Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Ost (96.200)

In einigen Branchen wird im kommenden Jahr nicht verhandelt, weil die Verträge bis ins Jahr 2019 gelten. Dies gilt z. B. für den Groß- und Außenhandel, den Einzelhandel sowie das Banken- und Versicherungsgewerbe.

(Hans Böckler Stiftung, PM vom 20.09.2017 / Viola C. Didier)


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