• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Steuerliche Behandlung von „Cum/Cum-Transaktionen“

19.07.2017

Meldung, Steuerrecht

Steuerliche Behandlung von „Cum/Cum-Transaktionen“

Beitrag mit Bild

©lassedesignen/fotolia.com

Bei Cum/Cum-Geschäften geht es um Geschäfte mit Aktien mit einem Anspruch auf Dividendenausschüttung. Ein bislang umstrittener Steuertrick. Das Bundesfinanzministerium hat nun erstmals ein Schreiben veröffentlicht, das klare Kriterien für den Umgang der Finanzverwaltung mit Cum/Cum-Geschäften darlegt.

Der Begriff Cum/Cum-Transaktion steht im Wortsinn für eine Aktientransaktion, bei der das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft „mit Dividendenberechtigung“ vereinbart wird und die anschließende Lieferung der Aktien (dingliches Verfügungsgeschäft) ebenfalls „mit Dividendenberechtigung“ erfolgt. Lieferung mit Dividendenberechtigung meint, dass dem Erwerber das zivilrechtliche Eigentum an den Aktien noch vor oder spätestens am Dividendenstichtag (= Tag der Hauptversammlung der ausschüttenden Gesellschaft) verschafft wird.

BMF schafft Klarheit bei Cum/Cum-Gestaltungen

Cum/Cum-Gestaltungen sind in der Regel dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor dem Dividendenstichtag inländische Aktien zur Vermeidung einer Definitivbelastung mit Kapitalertragsteuer (KapSt), insbesondere bei Steuerausländern, durch Cum/Cum-Transaktionen auf einen anrechnungsberechtigten Steuerinländer übertragen werden. Das aktuelle BMF-Schreiben schafft nun klare Kriterien für den Umgang der Finanzverwaltung mit Cum/Cum-Geschäften. Diese Kriterien ermöglichen es betroffenen Kreditinstituten, etwaige zukünftige Belastungen durch Steuernach- oder Strafzahlungen einzuschätzen.

Das vollständige BMF-Schreiben IV C 1 – S-2252 vom 17.07.2017 finden Sie hier.

(BMF vom 17.07.2017 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

artefacti/123rf.com


20.01.2026

Firmenname in Großbuchstaben: Handelsregister muss Schreibweise übernehmen

Eine Gesellschaft kann verlangen, dass ihr Firmenname im Handelsregister exakt in der von ihr verwendeten Großschreibung (Versalien) eingetragen wird.

weiterlesen
Firmenname in Großbuchstaben: Handelsregister muss Schreibweise übernehmen

Meldung

tashka2000/123rf.com


20.01.2026

Energiepreispauschale: Rückforderung trifft nicht Arbeitgeber

Eine zu Unrecht gewährte Energiepreispauschale muss das Finanzamt bei rechtmäßiger Auszahlung durch den Arbeitgeber vom Arbeitnehmer zurückfordern

weiterlesen
Energiepreispauschale: Rückforderung trifft nicht Arbeitgeber

Meldung

©estations/fotolia.com


19.01.2026

Für Klima und Automobilindustrie: Kaufförderung für E-Autos

Das Programm, das Teil des derzeit erarbeiteten Klimaschutzprogramms sein wird, kann den Erwerb von bis zu 800.000 E-Autos fördern.

weiterlesen
Für Klima und Automobilindustrie: Kaufförderung für E-Autos
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)