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Rechtsreferendariat in Teilzeit


Nicht familienfreundlich: Die Ableistung des juristischen Vorbereitungsdienstes ist gegenwärtig nur in Vollzeit vorgesehen. | © alexsokolov/fotolia.com

Ein Gesetzentwurf des Bundesrates, den die Bundesregierung jetzt an den Bundestag weitergeleitet hat, soll es ermöglichen, das Referendariat in der juristischen Ausbildung in Teilzeitarbeit zu absolvieren.

Juristische Berufe können in Teilzeitbeschäftigung ausgeübt werden. Für die juristische Ausbildung gilt dies jedoch bislang nicht. Aufgrund der Bestimmungen des Deutschen Richtergesetzes ist dies derzeit, anders als in der Lehrerausbildung, nicht möglich, stellt die Länderkammer fest. Dies führe „vielfach dazu, dass Absolventinnen und Absolventen des Studiums und der ersten Prüfung, die familiäre Betreuungsaufgaben übernehmen, den Vorbereitungsdienst entweder verzögert oder gar nicht aufnehmen“. Dadurch blieben vielen Menschen Berufswege versperrt.

Änderung des Richtergesetzes

Der Bundesrat schlägt eine Änderung des Richtergesetzes vor, die es den Ländern erlaubt, die dort vorgeschriebenen Bestandteile des Vorbereitungsdienstes über einen längeren Zeitraum als zwei Jahre zu strecken und dadurch Teilzeittätigkeiten zu ermöglichen. Die Bundesregierung unterstützt in ihrer Stellungnahme das angestrebte Ziel. Sie lehnt aber den vorgeschlagenen Weg über eine Länderöffnungsklausel ab, da sie dadurch die „Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen“ gefährdet sieht. Sie kündigt an, im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einen eigenen Formulierungsvorschlag einzubringen.

(Dt. Bundestag, hib 29/2017 vom 19.01.2017/ Viola C. Didier)


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