Mittelständische Wertschöpfungsketten werden internationaler


Die Internationalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen wird sich in Zukunft weiter fortsetzen – auf allen Stufen der Wertschöpfungskette. | ©Julien Eichinger/fotolia.com

Kleine und mittlere Unternehmen sind heute Teil globaler Wertschöpfungsketten: Fast 90 % der mittelständischen Industrieunternehmen und mehr als 50 % der unternehmensnahen Dienstleister exportieren direkt oder indirekt über ihre deutschen Kunden.

Der Fokus aller mittelständischen Auslandsaktivitäten liegt klar auf Europa. Daran wird sich nach Einschätzung der Unternehmen auch in Zukunft wenig ändern, obwohl Mittel- und Osteuropa als Absatz- und Beschaffungsmarkt stärker an Bedeutung gewinnen dürfte als Südeuropa. Die Folgen eines Brexits dürften für den Mittelstand in der Breite überschaubar bleiben. Dies zeigt eine aktuelle Analyse von KfW Research.

Digitalisierung wird Internationalisierung im Mittelstand beschleunigen

Neben dem Abbau wichtiger Hemmnisse wie Bürokratie und Rechtsunsicherheit kann auch die fortschreitende Digitalisierung die Internationalisierung weiter vorantreiben. Fast 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen sehen die Digitalisierung positiv, fast ebenso viele fürchten jedoch auch steigenden Wettbewerbsdruck. Die meisten Unternehmen gehen davon aus, dass es durch die Digitalisierung für sie einfacher wird, sich in die Wertschöpfungsketten ihrer Kunden zu integrieren. Dies gilt insbesondere für die unternehmensnahen Dienstleister, deren Leistungen häufiger in elektronischer Form erfolgen können und seltener den physischen Transport von Produkten voraussetzen, als dies bei Industrieunternehmen der Fall ist. Von ihnen gehen 71 % von einer leichteren Einbindung aus, im Vergleich zu 65 % der Industrieunternehmen

(KfW Research vom 16.08.2016/ Viola C. Didier)


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