Liquiditätsstresstests: Leitlinien für Kapitalverwaltungsgesellschaften


Geeignete Stresstests sind ein wichtiges Werkzeug zur Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos. Sie können helfen, das Portfolio- und Risikomanagement zu verbessern, das individuelle Liquiditätsrisiko auf Fondsebene zu reduzieren und damit auch das Risiko im Finanzsystem zu begrenzen. | ©interstid/fotolia.com

Die BaFin hat einen Bericht mit Leitlinien für Liquiditätsstresstests deutscher Kapitalverwaltungsgesellschaften veröffentlicht. Die Leitlinien beschreiben die angemessene Ausgestaltung der Liquiditätsstresstests im Kontext des Liquiditätsrisikomanagements.

Das Liquiditätsrisiko, dem Investmentfonds ausgesetzt sind, lässt sich nur schwer erfassen, da Fonds unterschiedlich liquide Vermögensgegenstände halten und Anlegern zugleich eine möglichst kurzfristige Anteilrücknahme anbieten. Stresstests sind ein wichtiges Werkzeug, um dieses Risiko zu messen und zu steuern. Sie können helfen, das Portfolio- und Risikomanagement zu verbessern, das individuelle Liquiditätsrisiko auf Fondsebene zu reduzieren und damit auch das Risiko im Finanzsystem zu begrenzen.

Wie sollten Stresstests aussehen?

Die angemessene Ausgestaltung von Stresstests hängt vom Geschäftsmodell und der Größe der Fondsgesellschaft ab. Jedoch sollten Meldewege und Verantwortlichkeiten stets klar geregelt sein. Das Design der Stresstestszenarien und auch deren Häufigkeit sind möglichst auf den Fonds zuzuschneiden. Die Leitlinien beinhalten daher keine allgemeingültigen Vorgaben für Liquiditätsstresstests, sondern stellen die Kapitalverwaltungsgesellschaften in die Verantwortung, für die Risikosteuerung die am besten geeigneten Werkzeuge anzuwenden.

Den BaFin-Bericht mit den Leitlinien für Liquiditätsstresstests finden Sie hier.

(BaFin, PM vom 08.12.2017 / Viola C. Didier)


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