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Leistungsort bei Kongressen


Im aktuellen BMF-Schreiben überträgt die Finanzverwaltung die Regelungen für Messen und Ausstellungen auch auf Kongresse. | © maxoidos / fotolia.com

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich in einem aktuellen BMF-Schreiben mit der Frage des umsatzsteuerlichen Leistungsortes im Zusammenhang mit Kongressen befasst.

Bei der Überlassung von Standflächen auf Messen und Ausstellungen durch die Veranstalter an die Aussteller handelt es sich um sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück. Werden neben der Überlassung von Standflächen weitere Leistungen an die Aussteller erbracht und sind diese Leistungen insgesamt als einheitliche Leistung anzusehen – sog. Veranstaltungsleistung -, bestimmt sich der Leistungsort nach § 3a Abs. 2 UStG, wenn der Leistungsempfänger ein Leistungsempfänger im Sinne des § 3a Abs. 2 UStG ist.

Behandlung von zusätzlichen Dienstleistungen

Überlässt ein Unternehmer einem Kongressveranstalter ein Kongresszentrum oder Teile hiervon einschließlich des Veranstaltungsequipments und erbringt er daneben zahlreiche Dienstleistungen vor, während und nach dem Kongress an den Veranstalter, ist die Regelung für Veranstaltungsleistungen entsprechend anzuwenden. Ausgenommen hiervon sind jedoch Übernachtungs- und Verpflegungsleistungen. Diese sind als eigenständige Leistungen zu beurteilen.

BMF-Schreiben ist ab sofort anwendbar

Diese Regelungen sind laut BMF-Schreiben vom 21.5.2015 in allen offenen Fällen anzuwenden. Es wird jedoch – auch für Zwecke des Vorsteuerabzugs – nicht beanstandet, wenn die Unternehmer bis zum 31. Mai 2015 erbrachte Leistungen als Umsätze im Zusammenhang mit einem Grundstück nach § 3a Abs. 3 Nr. 1 UStG behandelt haben bzw. behandeln.

(BMF / Viola C. Didier)


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