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24.06.2026

Betriebswirtschaft, Meldung

Konnektivität der Finanz- und der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die WPK hält das EFRAG-Projekt zur stärkeren Verbindung von Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung derzeit für verfrüht. Unternehmen seien noch stark mit der Umsetzung der CSRD und der ESRS beschäftigt, sodass zusätzliche Anforderungen zur Unzeit kämen.

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adiruch/123rf.com

Am 22.06.2026 hat die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) zum Diskussionspapier der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) zur Konnektivität der Finanz- und der Nachhaltigkeitsberichterstattung (Connectivity of Financial and Sustainability Reporting) Stellung genommen.

Die WPK ist überzeugt, dass das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht erscheint, vor allem deshalb, weil die Unternehmen derzeit mit der Umsetzung der Anforderungen aus der CSRD/dem CSRD-Umsetzungsgesetz beschäftigt sind und sich die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den ESRS noch im Anfangsstadium befindet.

Prüfungen stellen getrennte Aufträge dar

Im Hinblick auf die im Diskussionspapier thematisierte stärkere Verwendung von Querverweisen weist die WPK in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die Prüfungen der Finanz- und der Nachhaltigkeitsberichterstattung getrennte Aufträge darstellen, die separate Prüfungsurteile mit einem unterschiedlichen Niveau der Prüfungssicherheit und damit eine klare Abgrenzung voneinander erfordern.

WPK plädiert für ISSA 5000 als EU-Prüfungsstandard

Zugleich spricht die zunehmende Vernetzung der Berichterstattung dafür, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte aus einer Hand durch den Abschlussprüfer prüfen zu lassen, da dieser mit den bestehenden fachlichen Standards (vor allem ISA und ISSA) vertraut ist. Daher empfiehlt die WPK, dass die EFRAG die Einführung des ISSA 5000 als Standard für die gesetzliche Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten in der Europäischen Union unterstützt.

Die WPK-Stellungnahme finden Sie hier.


WPK vom 23.06.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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