Kaum Beschwerden über Zinsberechnungen


Beim Blick auf den Kontoauszug gehen Verbraucher und Unternehmen meist davon aus, dass die Bank ihnen die Zinsen richtig berechnet hat. Und tatsächlich ist das Ausmaß von Fehlern der Banken bei der Zinsberechnung äußerst gering. | ©ngad/fotolia.com

Die Bundesregierung hat keine Anhaltspunkte für systematisches Fehlverhalten von Banken bei Zinsberechnungen für Guthaben oder Kredite. Dies teilt sie in ihrer Antwort (18/13167) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit.

Nach Angaben der Regierung gab es bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von 2012 bis Ende Juni 2017 insgesamt 165 Beschwerden über Zinsberechnungen im Einlagengeschäft. Davon seien 14 begründet gewesen. Über Zinsberechnungen im Kreditgeschäft wurden in diesem Zeitraum 174 Beschwerden gezählt, von denen nach Angaben der Regierung zwölf Beschwerden begründet waren. Angesichts der niedrigen Zahlen sieht die Bundesregierung auch „keinen Bedarf für weitere Maßnahmen zur Stärkung der Aufsicht, weil es keine Anhaltspunkte für ein systematisches Fehlverhalten gibt“.

(Dt. Bundestag, hib vom 28.07.2017 / Viola C. Didier)


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