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Intrapreneurship: Wenn Mitarbeiter Geschäftsideen entwickeln

Idee, Glühbirne, Forschung, Entwicklung, F&E
Kooperationen mit Unternehmen aus der Digitalbranche oder die Zusammenarbeit mit Startups ist gut – Intrapreneurship ist besser: Die eigenen Mitarbeiter sind loyal und haben oft Unternehmergeist, wenn man sie fördert. | ©ra2 studio/fotolia.com

Jedes fünfte große Unternehmen bietet konkrete Programme und Projekte, die das Ziel haben, Mitarbeiter dazu zu motivieren und in die Lage zu versetzen, neue Geschäftsideen innerhalb des Unternehmens zu entwickeln. Incorporate Entrepreneurship bzw. Intrapreneurship zeigt, dass die eigenen Mitarbeiter Unternehmergeist haben.

„Viele Unternehmen gehen neue Wege auf der Suche nach radikal neuen Geschäftsideen – der Digitalisierung wegen.“ Das sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Viele gehen Kooperationen mit Startups ein, investieren in junge Unternehmen oder kaufen sie. „Nur eine Minderheit setzt auf die Kreativität der eigenen Mitarbeiter“, wundert sich Berg. Gerade einmal 7 % der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern haben spezielle Programme angestoßen, damit Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens neue Geschäftsideen entwickeln können. „Jedes Unternehmen ist gut beraten, ihr wichtigstes Kapital mit einzubeziehen: die eigenen Mitarbeiter“, empfiehlt Berg. „Unternehmergeist findet sich in jedem Unternehmen, unabhängig von seiner Größe – man muss nur bereit sein, ihm Zeit und Raum zu geben.“

Große Unternehmen fördern Intrapreneurship gezielt

In kleineren Betrieben mit 20 bis 99 Mitarbeitern setzen sogar nur 6 % dieses Instrument ein, 14 % diskutieren darüber bzw. planen dies. In mittelständischen Betrieben mit 100 bis 499 Mitarbeitern nutzen 14 % Intrapreneurship, 21 % diskutieren darüber. In Großunternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten fördern dagegen bereits 22 % Intrapreneurship-Projekte, 24 denken darüber nach. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft unter 604 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor allem Geld und Räume werden bereitgestellt

Unternehmen, die bereits konkrete Maßnahmen zur Förderung von Intrapreneurship ergriffen haben oder diese planen, stellen vor allem Ressourcen wie Geld, Räume oder technische Geräte zur Verfügung (51 %), fast ebenso viele bieten Weiterbildungen oder Coachings für Mitarbeiter an (46 %). In jedem fünften dieser Unternehmen (21 %) werden Projektteams gebildet, die sich zeitweise oder sogar dauerhaft aus dem Tagesgeschäft zurückziehen können, um neue Ideen zu entwickeln. 17 % unterstützen ganz konkret die Ausgründung von Startups aus ihrem Unternehmen.

Oft ist das Konzept nicht bekannt

In den Unternehmen, die sich bislang noch nicht mit Intrapreneurship beschäftigt haben, gibt es dafür zwei Hauptgründe: Das Konzept ist unbekannt (46 %) oder es wird darin kein Sinn gesehen (30 %). 18 % sagen, der notwendige Ressourcenaufwand sei zu hoch, 13 % sehen einen fehlenden Rückhalt bei den Mitarbeitern und 12 % beklagen mangelndes Know-how im Unternehmen. Und 7 % der Befragten geben an, es fehle an Rückhalt für die Idee in der Geschäftsleitung.

(Bitkom, PM vom 30.08.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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