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08.03.2018

Betriebswirtschaft, Meldung

Internationalisierung: Viele Chancen bleiben ungenutzt

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©JulienEichinger/fotolia.com

Die Rolle von KMU im internationalen Handel bleibt deutlich hinter dem Gewicht zurück, das sie in ihren jeweiligen Heimatmärkten haben, wo sie mehr als 50 % zur Wertschöpfung beitragen und zwei Drittel der Arbeitsplätze bereitstellen, zeigt eine gemeinsame Studie der nationalen Förderinstitute Bpifrance, British Business Bank, CDP, ICO und KfW.

Die gemeinsame Studie der fünf nationalen Förderbanken belegt, dass weniger als 30 % aller KMU ihre Waren oder Dienstleistungen – überwiegend in andere EU-Länder – exportieren, nur 3 % sind mit Direktinvestitionen in anderen Ländern präsent. Und das, obwohl die KMU in ihren jeweiligen Heimatmärkten mehr als 50 % zur Wertschöpfung beitragen.

Vielfältige Hürden hemmen Internationalisierung

Trotz der positiven Effekte einer stärkeren internationalen Ausrichtung auf Produktivität, Wachstum und Bestandsfestigkeit, erwägt nur ein begrenzter Teil der KMU, in der Zukunft zu exportieren oder zu importieren. Zu den größten Hemmnissen einer stärkeren Internationalisierung zählen fehlende Informationen über internationale Märkte, Schwierigkeiten, Geschäftspartner im Ausland zu finden, umständliche Verwaltungsprozesse und begrenzte Personalressourcen. Zudem ist der Zugang zu Investitionskapital für KMU im Vergleich zu großen Unternehmen deutlich schwieriger, was die Finanzierung von Auslandsaktivitäten zusätzlich erschwert.

Internationale Ausrichtung im deutschen Mittelstand besonders hoch

Im Vergleich der fünf größten europäischen Volkswirtschaften sind deutsche Mittelständler deutlich internationaler ausgerichtet. Der Anteil der exportierenden KMU liegt in Deutschland mit 51 % mehr als 20 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Vier von fünf exportierenden KMU in Deutschland setzen ihre Waren und Dienstleistungen in anderen EU-Ländern ab, mehr als in jedem anderen der betrachteten Länder.

Auslandsaktive KMU sind profitabler

Die Studie zeigt, dass auslandsaktive KMU innovativer, wachstumsstärker und profitabler sind. Unternehmen, die auf Auslandsaktivitäten verzichten, begründen dies in erster Linie mit fehlendem Fachpersonal sowie mit unzureichendem Know-how über die administrativen und rechtlichen Anforderungen in den Zielmärkten. Im Vergleich zu den anderen Ländern spielt die Furcht vor zu hohen Kosten bei den deutschen KMU eine deutlich geringere Rolle.

(KfW, PM vom 07.03.2018 / Viola C. Didier)


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