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FG Köln zum häuslichen Arbeitszimmer bei Verkauf der Immobilie


Klares Urteil: Keine Spekulationsteuer auf das häusliche Arbeitszimmer bei Verkauf des selbstgenutzten Eigenheims. | ©agcreativelab/fotolia.com

Der Gewinn aus dem Verkauf von selbstgenutztem Wohneigentum ist auch dann in vollem Umfang steuerfrei, wenn zuvor Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzt wurden. Dies hat das Finanzgerichts Köln entschieden.

Die Kläger hatten innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist ihre selbst bewohnte Eigentumswohnung veräußert. In den Vorjahren hatten sie den Abzug von Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer i. H. v. 1.250 Euro erfolgreich geltend gemacht. Das Finanzamt unterwarf den auf das Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinn von 35.575 Euro der Besteuerung, da insoweit keine steuerfreie eigene Wohnnutzung im Sinne von § 23 Absatz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG vorliege.

Arbeitszimmer kein selbstständiges Wirtschaftsgut

Das Finanzgericht Köln folgte dem im Urteil vom 20.03.2018 (8 K 1160/15) nicht und vertrat die Auffassung, dass ein häusliches Arbeitszimmer nicht zu einer anteiligen Besteuerung des Veräußerungsgewinns führe. Das Arbeitszimmer sei nämlich in den privaten Wohnbereich integriert und stelle kein selbstständiges Wirtschaftsgut dar. Eine Besteuerung stünde auch im Wertungswiderspruch zum generellen Abzugsverbot von Kosten für häusliche Arbeitszimmer in § 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 1 EStG.

Gegen das Urteil wurde Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (IX R 11/18).

(FG Köln, PM vom 04.06.2018 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)


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