Waldbrände, Dürren und andere Extremwetterereignisse haben im Sommer 2026 die Folgen des Klimawandels in Europa deutlich gemacht. Die EU-Kommission will deshalb den Schwerpunkt stärker auf Vorsorge statt auf nachträgliche Katastrophenbewältigung legen. Am 27.10.2026 stellte die Kommission deshalb einen Vorschlag für ein europäisches Klimaresilienzgesetz vor. Ziel ist es, Behörden, Unternehmen und Kommunen besser auf Klimarisiken vorzubereiten. Einheitliche Verfahren zur Risikobewertung sollen Menschen, kritische Infrastruktur und wichtige Dienstleistungen schützen.
Digitale Werkzeuge unterstützen Klimaanpassung
Drei Instrumente sollen die Umsetzung erleichtern:
- European Climate Viewer: Zeigt, wie sich die globale Erwärmung regional in Europa auswirken könnte.
- Climate Resilience Tools Navigator: Hilft bei der Suche nach geeigneten Anpassungsmaßnahmen für bestimmte Regionen, Branchen und Risiken.
- Mission Solutions Explorer: Stellt erprobte Klimaanpassungslösungen vor, die sich auf andere Regionen übertragen lassen.
Weitere Maßnahmen und Investitionen geplant
Zusätzlich kündigt die Kommission einen europäischen Hitzewellenplan, eine Allianz für Klimaversicherungen und eine Wasserinitiative an. Eine neue Expertengruppe namens „PreparEU“ soll die Katastrophenvorsorge stärken. Zudem sollen die 100 besonders klimaanfälligen Regionen Europas identifiziert werden.
Die EU hält weiterhin an ihrem Ziel fest, bis 2050 klimaneutral zu werden. Mit dem neuen Rahmenwerk will Brüssel zugleich auf bereits unvermeidbare Klimafolgen reagieren, Arbeitsplätze sichern und zusätzliche Investitionen sowie Innovationen fördern.

