ESMA: Prüfungsschwerpunkte 2017


Aufgabe der ESMA mit Sitz in Paris ist es, das öffentliche Interesse zu schützen. Dazu ist sie u.a. befugt, Vorschläge für Verordnungen vorzulegen oder gegenüber Marktteilnehmern direkt aktiv zu werden. | © apops/fotolia.com

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) hat gemeinsame europäische Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben, die von den nationalen Aufsichtsbehörden bei ihren Prüfungen zu beachten sind.

In Deutschland sind die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) zu beachten. Eine ausführliche Darstellung der Prüfungsschwerpunkte steht auf der Internetseite der ESMA zur Verfügung. Die Prüfungsschwerpunkte 2017 im Überblick:

1. Darstellung des Erfolgs, dabei insbesondere:

Ausweis von Informationen im Abschluss, die nicht ausdrücklich in den IFRS gefordert werden

Ausweiszeilen, Überschriften und Zwischensummen

Segmentinformationen

Bewegungen im sonstigen Ergebnis

Ergebnis je Aktie

ESMA-Leitlinien zu alternativen Finanzkennzahlen (mittelbare Anwendung)

2. Finanzinstrumente: Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital

3. Angaben zur Auswirkung neuer Standards auf zukünftige Abschlüsse nach IAS 8.30:

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 16 Leasingverhältnisse

ESMA erinnert außerdem daran, dass betroffene Unternehmen auf die mit dem „Brexit“ verbundenen Risiken eingehen sollten.

(WPK vom 02.11.2016/ Viola C. Didier)


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