DRSC kritisiert erneute Debatte zur IAS-VO


Gegenstand der Kritik des DRSC an der Debatte zur IAS-VO ist die vermeintliche Schwäche der IFRS-Regeln, nachhaltige Investitionen zu behindern. | ©kebox/fotolia.com

Im Zuge der Konsultation über die erneuerte nachhaltige Finanzierungsstrategie (Consultation on the renewed sustainable finance strategy) der Europäischen Kommission hat das DRSC die EU-Kommission in der Debatte zur IAS-VO scharf kritisiert.

Gegenstand der Kritik ist die durch die EU-Kommission erneut angefachte Debatte über die vermeintliche Schwäche der IFRS-Regeln, nachhaltige Investitionen zu behindern. Bereits die Konsultation zum Fitness Check betreffend die EU-Vorgaben zur Unternehmensberichterstattung im Jahr 2018 als auch entsprechende Untersuchungen von ESMA und EFRAG im Nachgang zum Fitness Check hatten gezeigt, dass es für diese Vermutung keine fundierten Anhaltspunkte gibt.

IAS-VO – werden nachhaltige Investitionen behindert?

Ferner bekräftigt das DRSC in seiner Stellungnahme an die EU-Kommission, dass die Unternehmensberichterstattung hier kein geeignetes politisches Lenkungsinstrument darstellt. Sie besitzt eine Informations- und eine Rechenschaftsfunktion. Die politisch motivierte Einflussnahme auf das Verhalten von Wirtschaftsakteuren sollte hingegen primär direkt – wie z.B. über eine CO2-Bepreisung – erfolgen.

(DRSC vom 08.07.2020 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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