Deutsche Banken sind ertragsschwach


Mit der Fusion von Deutscher Bank und der Commerzbank würde die drittgrößte Bank Europas entstehen. | ©chombosan/fotolia.com

Derzeit wird über eine Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank spekuliert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wünscht sich dies ausdrücklich. Denn nach Angaben der Bundesregierung weist das deutsche Bankensystem im internationalen Vergleich eine vergleichsweise geringe Profitabilität aus.

Die volkswirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird maßgeblich auch von einem funktionsfähigen und stabilen Bankensystem gestützt, das die Versorgung der Realwirtschaft mit Finanzierungsinstrumenten sicherstellen kann. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/8068) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die nach Fusionsplänen von Deutscher Bank und Commerzbank gefragt hatte.

Banken müssen Geschäftsmodelle überprüfen

Die aktuell schwache Ertragslage sei jedoch eine große Herausforderung für den deutschen Finanzsektor, so die Bundesregierung. Daher müssten Banken ihre Geschäftsmodelle überprüfen und bei Bedarf anpassen, um auch langfristig eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu unterstützen.

Gründe für schwache Profitabilität

Das deutsche Bankensystem weist im europäischen und globalen Vergleich mit einer Eigenkapitalrentabilität von 3,2 % eine vergleichsweise geringe Profitabilität auf. Allerdings würden, so die Bundesregierung, deutsche Banken mit einer harten Kernkapitalquote von über 15 % auch über eine gute Kapitalausstattung verfügen. Die Bundesregierung führt die im EU-Vergleich schwache Profitabilität der deutschen Banken unter anderem auf den intensiven Wettbewerb und auch auf das historisch niedrige Zinsniveau zurück.

(Deutscher Bundestag, hib vom 18.03.2019/ Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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Owlit-Modul „Bank- und Kapitalmarktrecht (Erich Schmidt)“


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