13.11.2024

Meldung, Wirtschaftsrecht

BSI-Bericht zur Lage der IT-Sicherheit 2024

Im Bericht für das Jahr 2024 kommt die Cybersicherheitsbehörde des Bundes zur Einschätzung: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland war und ist besorgniserregend.

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Die IT-Sicherheitslage in Deutschland bleibt auch im Jahr 2024 angespannt und herausfordernd. Laut dem Lagebericht 2024 des BSI ist die Anzahl der  Bedrohungen durch Ransomware, Advanced Persistent Threats (APT) und andere Cyberattacken weiter gestiegen. Ransomware-Gruppen haben ihre Angriffsmethoden professionalisiert und nutzen häufig Zero-Day-Schwachstellen, um Zugang zu Netzwerken zu erlangen und hohe Lösegelder zu erpressen. Besondere Gefahr geht auch von sogenannten Access Brokern aus, die kompromittierte Zugangsdaten verkaufen und damit die Angriffsfläche vergrößern.

Schwachstellen in Software, Hardware und vernetzten Geräten

Ein weiteres bedeutendes Thema ist die Angriffsfläche, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung vergrößert. Schwachstellen in Software, Hardware und vernetzten Geräten bieten Cyberkriminellen zahlreiche Angriffspunkte. Die Angreifer setzen vermehrt auf Malware-as-a-Service (MaaS) und Ransomware-as-a-Service (RaaS), was die Angriffe breiter zugänglich und schwieriger kontrollierbar macht. Auch die Anzahl der DDoS-Angriffe hat im ersten Halbjahr 2024 zugenommen, was auf eine gezielte Stärkung der Angreiferkapazitäten hinweist.

Mangelnde Cybersicherheit in der Cloud

Die Cybersicherheit in der Cloud bleibt ebenfalls ein kritisches Thema. Mehrere Angriffe auf Cloud-Infrastrukturen haben gezeigt, dass Identitätsdiebstahl und Zugriffe auf sensitive Daten durch Schwachstellen in den Cloud-Services erleichtert werden. Staatlich unterstützte Hackergruppen, etwa aus China, haben gezielt Cloud-Schwachstellen ausgenutzt, was die Dringlichkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.

NIS-2 und Cyber Resilience Act

Die Bundesregierung und das BSI reagieren mit neuen Regelungen, darunter die Umsetzung der EU-Richtlinie NIS-2 und des Cyber Resilience Act (CRA). Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheitsanforderungen für Unternehmen zu erhöhen und zu standardisieren. Insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sind jetzt verpflichtet, Sicherheitsmanagementsysteme (ISMS) zu etablieren und regelmäßig zu überprüfen.

Fazit

Zur Stärkung der Cyberresilienz gibt es Fortschritte. Das BSI hat die IT-Infrastruktur der Bundesverwaltung auf Schwachstellen untersucht und eine hohe Zahl an Sicherheitswarnungen ausgegeben. Auch in der Bevölkerung wächst das Bewusstsein für Cybersicherheit, jedoch bleiben Bildungsmaßnahmen zur Erhöhung der digitalen Kompetenz von zentraler Bedeutung, um gegen Phishing und Social Engineering besser gewappnet zu sein. Abschließend zeigt der Lagebericht, dass Cybersicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe ist: Staat, Wirtschaft und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten, um die digitalen Räume sicher zu gestalten und die Resilienz Deutschlands gegenüber Cyberbedrohungen weiter zu erhöhen.


BSI vom 12.11.2024 / RES JURA Redaktionsbüro

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