813 Milliarden Euro faule Kredite in der EU

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Im März 2018 stellte die EU-Kommission eine Reihe von Gesetzentwürfen vor, um das Volumen der notleidenden Kredite in der Eurozone zu verringern. | ©helmutvogler/fotolia.com

Notleidende Kredite (non-performing loans, NPLs) gelten als das derzeit größte Risiko für die Stabilität des Bankensektors in der Eurozone. Das Volumen notleidender Kredite bei Banken in der gesamten Europäischen Union betrug Ende letzten Jahres 813 Milliarden Euro, berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP.

Das Volumen notleidender Kredite bei bedeutenden Banken in den an der Eurowährung teilnehmenden Ländern wird mit 721 Milliarden Euro beziffert. Die höchste Summe notleidender Kredite wurde mit 186,7 Milliarden Euro in Italien registriert. Es folgen Banken in Frankreich (135,5 Milliarden Euro), Spanien (106,2), Griechenland (100,8) und Deutschland (49,6 Milliarden Euro). Unter Berufung auf einen EU-Bericht heißt es in der Antwort, der Anteil notleidender Kredite bei Banken liege heute höher als vor Beginn der Finanzkrise.

(Dt. Bundestag, hib vom 15.08.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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