Digitalisierung und Organisation in Accounting & Tax

Dossier 20 Inhaltsverzeichnis


DIGITALISIERUNG

Sonstige BWL
Auswirkungen der Digitalisierung auf den CFO-Bereich
Maren Hauptmann / Christian Schneider, beide München / Dietmar Gegusch, Düsseldorf
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Geschäftsmodelle der Unternehmen und schafft Raum für ganz neue Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen, sondern verändert auch die Anforderungen an die Organisationsstrukturen in den Unternehmen. Kleine, flexible und extrem dynamische Einheiten, die Serviceleistungen und Produkte entwickeln, sind die neuen Werttreiber in den Unternehmen. Wie sollten der CFO-Bereich und die Steuerabteilung hierauf reagieren?
DB1256533

Unternehmensorganisation
Die Steuerfunktion 4.0
Prof. Dr. Deborah Schanz / Michael Sixt, beide München
Zunehmende Unsicherheit, kontinuierlich ansteigende Komplexität und die fortschreitende Digitalisierung sind die drei Trends, die die Steuerfunktion in Zukunft maßgeblich beeinflussen werden. In der Folge muss sich die Arbeitsweise der Steuerfunktion verändern. Die Bedeutung von Tax Compliance wird steigen, die Vernetzung der Steuerfunktion im Unternehmen wird sich erhöhen und
Routinetätigkeiten werden automatisiert ablaufen.
DB1257983

Sonstige BWL
Industrie 4.0: Quantifizierung von Wertschöpfungsbeiträgen in digitalen Netzwerken
Dr. Christian Schwarz / StB/FBIStR Dr. Stefan Stein, beide Düsseldorf
Digitalisierung im Rahmen der Industrie 4.0 umfasst die Vernetzung, Integration und Kooperation aller Wertschöpfungskettenteilnehmer einschließlich der Endverbraucher in digitalen Netzwerken. Um auch bei digitalen Geschäftsmodellen eine verursachungsgerechte Vergütung der Netzwerkteilnehmer zu gewährleisten, ist die Bestimmung der Wertschöpfungsbeiträge einzelner Netzwerkteilnehmer essenziell. Hierfür wird auf Basis des Shapley Value ein möglicher Ansatz vorgestellt.
DB1240128


ORGANISATORISCHE HERAUSFORDERUNGEN

Sonstige BWL
Digital Finance: Digitale Rechnungsverarbeitung und Workflows als Basis für ein Rechnungswesen 4.0
CPA Dipl.-Oec. Jürgen Diehm / Lukas Benzinger, M.Sc., beide Stuttgart
Der Finanzbereich hat bei der Digitalisierung naturgemäß das Nachsehen gegenüber den marktnahen Unternehmensbereichen, aber eine Industrie 4.0 ist mit einem Rechnungswesen 1.0 nicht möglich. Zudem ermöglicht die digitale Transformation gerade in den Back-Office-Bereichen ein wesentlich effizienteres und wertschöpfenderes Arbeiten. Es wird aufgezeigt, wie signifikant der Nachholbedarf bei der Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen nach wie vor ist, und am Beispiel des Purchase-to-Pay-Prozesses erläutert, welche Vorteile die digitale Belegverarbeitung und automatisierte Workflows haben. Dabei wird auch kurz auf rechtliche Aspekte eingegangen und was bei einem Digitalisierungsprojekt zu beachten ist.
DB1259042

Rechnungslegung
Der Digitale Finanzbericht
Dr. iur. Klaus Oechsle, Asperg
Mit wachsender Dynamik erfasst die Digitalisierung alle Bereiche der Wirtschaft, natürlich auch das betriebliche Rechnungs- und Berichtswesen. So müssen steuerliche Jahresabschlüsse bereits seit dem Wirtschaftsjahr 2013 als Datensatz online an das Finanzamt übermittelt werden. Dagegen wird die Handelsbilanz als Grundlage der Bonitätsprüfung den kreditgebenden Banken und Sparkassen in aller Regel noch immer in Gestalt eines Papierausdrucks vorgelegt. Ab April 2018 können Unternehmen ihre Finanzberichte in einem einheitlichen Standard elektronisch an Banken und Sparkassen übermitteln.
DB1219501

Controlling
Neue Verkettungen im Controlling durch die Blockchain-Technologie
Dr. Christian Brück / Nicole Nikiforow, M.Sc. / Sebastian Wagener, M.Sc., alle Bochum
Die Bedeutung der Blockchain-Technologie, welche u.a. der Kryptowährung Bitcoin zugrunde liegt, erstreckt sich über das Feld der Finanztransaktionen hinaus. Dabei handelt es sich um ein kryptografisch gesichertes und somit vertrauenswürdiges dezentrales Transaktionsregister mit Automationsmöglichkeiten, Anbindung an das Internet of Things und Zertifikationsfunktion. Die hiermit geschaffene Transparenzsituation ermöglicht vertrauensvolle, da jederzeit nachvollziehbare, Transaktionen und dadurch auch einen Verzicht von Intermediären. Um Chancen und Risiken dieser Technologie zu erkennen, werden in diesem Beitrag die technischen Grundlagen sowie Limitationen erläutert und potenzielle Einsatzmöglichkeiten im Controlling konzeptionell aufgezeigt.
DB1258136

Einkommensteuer/Abgabenordnung
Globale Entwicklungen bei der Automation von Besteuerungsprozessen
StB Dr. Rainer Eismayr / StB Andreas Kirsch, beide München
Behandelt wird der Trend der Entwicklung von klassischen (papierbasierten) Veranlagungssystemen hin zu vollelektronischen Veranlagungssystemen mit Zugriff der Finanzverwaltung auf die Finanzsysteme der Stpfl. und die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklung für alle Beteiligten. Des Weiteren werden globale Trends bei der Verwendung von Datenmodellen aufgezeigt, die insb. aufgrund des Ausbaus der Meldepflichten weltweit an Bedeutung gewinnen. Dabei wird deutlich, dass eine langfristige Integration des Datenmanagements im steuerlichen und nicht-steuerlichen Bereich zu erwarten ist.
DB1219832

Abgabenordnung
Künstliche Intelligenz und Blockchain – neue Technologien in der Besteuerungspraxis
Ansgar Hinerasky, München / Michael Kurschildgen, Düsseldorf
Der Fortschritt in der Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten. Immer neue Technologien halten Einzug in den geschäftlichen Alltag von Unternehmen und müssen von diesen verstanden und ggf. gemeistert werden. Begriffe wie Cloud Computing, Internet of Things, Blockchain und Künstliche Intelligenz/Cognitive Computing sind immer häufiger zu hören und bereits heute für das ein oder andere Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Die beiden letztgenannten Technologien Blockchain und Künstliche Intelligenz/Maschine Learning werden im Beitrag näher beleuchtet.
DB1220805

Abgabenordnung
Zeitgemäße Datenanalyse der Betriebsprüfung
Andreas Wähnert, Kiel
Für alle planenden, beratenden und prüfenden Berufe ist die Sachverhaltsaufklärung inkl. Datenanalyse elementar. Infolge der extremen Zunahme an Datenanalysemöglichkeiten durch die Digitalisierung sind die Anforderungen an das Planungs-, Beratungs- und Prüfungspersonal stark gestiegen. Die Einarbeitung der Errungenschaften zur Analytik und Lösung komplexer Probleme
in bedienerführende, systematisch arbeitende Prüfsysteme könnte hierbei einen zielführenden Ansatz darstellen. Anhand eines Beispiels aus der Bp zur regel- und musterbasierten Analyse von Aufwandsdaten wird aufgezeigt, dass die Summarische Risikoprüfung (SRP) die Vorteile der Visualisierung sowie das Wissen um die Bedeutung der Summationsebenen sowie die Ergebnisoffenheit der Störungssuche in einem Gesamtmodell vereinen kann.
DB1218689

Abgabenordnung
Datenträgerüberlassung: Z3-Datenzugriff im Rahmen der Betriebsprüfung
StB Jens Schäperclaus / StB Claudia Hanke, beide München
Von den drei gesetzlich vorgesehenen Zugriffsarten auf steuerrelevante, digital gespeicherte Unterlagen des Steuerpflichtigen gewinnt die sog. Datenträgerüberlassung (Z3-Datenzugriff) an Bedeutung. Im Beitrag werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Zugriffsart vorgestellt, deren technische Implikationen beschrieben und aktuelle Problemfelder aus der Betriebsprüfungspraxis erläutert.
DB1220719


STEUERVERFAHRENSRECHT UND DIGITALISIERUNG

Abgabenordnung
Aktuelle Entwicklungen im Steuerverfahrensrecht
Prof. Dr. Klaus-Dieter Drüen, München/Düsseldorf
Angesichts der in Kraft getretenen Modernisierung des Besteuerungsverfahrens und weiterer gesetzlicher Neuerungen, insb. zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen und der verfahrensrechtlichen Anti-BEPS-Umsetzung, zeigt der Beitrag ausgewählte aktuelle Entwicklungen im Steuerverfahrensrecht auf.
DB1258995

Abgabenordnung/Digitalisierung
Grundfragen des steuerlichen Datenverarbeitungsrechts
Univ.-Prof. Dr. Marcel Krumm, Münster
Die DSGVO tritt am 25.05.2018 in Kraft und die AO wird um einen spezifisch datenverarbeitungsrechtlichen Normenkomplex (§ 2a AO und §§ 29a ff. AO) ergänzt. Regelungstechnisch werden damit vertraute Pfade verlassen. Dies liegt zum einen daran, dass hier europäisches und nationales Recht ineinandergreifen, und zum anderen ist das Datenverarbeitungsrecht (u.a.) eine verwaltungsrechtliche Querschnittsmaterie. Es will die Datenverarbeitung durch öffentliche Stellen und die Auftragsverarbeitung durch Private mit einem Regelungsbereich übergreifenden
Rechtsrahmen erfassen. Infolgedessen weist die DSGVO ein sehr hohes Abstraktionsniveau auf. Der Beitrag zeigt die damit verbundenen Grundsatzfragen auf und würdigt einzelne Regelungen der §§ 29a ff. AO.
DB1247016

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