Aufsätze Steuerrecht

Die neue Haftung für Online-Marktplätze

Die Bundesregierung hat nunmehr das „Gesetz zur Vermeidung von USt-Ausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ auf den Weg gebracht und damit u.a. eine MwSt-Haftung für Online-Marktplätze eingeführt. Überblickartig werden die Neuregelungen dargestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den neuen Aufzeichnungspflichten und den Haftungsregeln für Betreiber von elektronischen Marktplätzen. Es zeigen sich tiefgreifende Auswirkungen für den onlinegestützten Versandhandel für die Betreiber, aber auch für Versandhändler, die die Marktplätze nutzen.

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Qualifikation investmentsteuerlicher Fondstypen nach dem InvStG 2018

– Ausgewählte Zweifelsfragen und geplante Änderungen –

Die Vermittlung von Teilfreistellungssätzen bildet ein zentrales Instrument im intransparenten Besteuerungsregime der reformierten Investmentfondsbesteuerung. Seit den Anfängen der Investmentsteuerreform war die hiermit in Zusammenhang stehende Qualifikation von Fondstypen immer wieder Gegenstand intensiver Diskussionen. Vor diesem Hintergrund bietet der jüngste Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von USt-Ausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften Antworten auf bisherige Zweifelsfragen. Vereinzelt bleibt dennoch Klärungs- und Konkretisierungsbedarf bestehen.

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Verrechnungspreise: Europarechtswidrigkeit des § 1 AStG

– Eine kritische Würdigung des EuGH-Urteils in der Rs. Hornbach-Baumarkt –

Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle EuGH-Entscheidung in der Rs. Hornbach-Baumarkt zur Europarechtswidrigkeit des § 1 AStG, unterzieht sie einer kritischen Würdigung und skizziert die praktischen Folgen.

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Die verfassungsrechtlichen Zweifel des BFH an der Verzinsung von Steueransprüchen und ihre Folgen

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Bedeutung des BFH-Beschlusses vom 25.04.2018 (IX B 21/18) für die Praxis. Es ergeben sich wichtige, sofort umzusetzende Konsequenzen für die Beratung. Zudem interessiert die Frage: Wie wird es weitergehen, ist die 6%-Verzinsung faktisch bereits gekippt?

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Inbound-Investitionen in deutschen Grundbesitz: Erweiterungen der beschränkten Steuerpflicht bei Anteilsveräußerungen durch das „JStG 2018“

Am 01.08.2018 wurde der RegE des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (ehemals „JStG 2018“) veröffentlicht. Darin sind diverse Maßnahmen enthalten, die vor allem Investitionen von Ausländern in deutschen Grundbesitz betreffen (Inbound-Investition). U.a. sollen die Veräußerungen von Anteilen an ausländischen KapGes. in Deutschland steuerbar werden, wenn das Gesellschaftsvermögen überwiegend aus deutschen Immobilien besteht.

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Das „Jahressteuergesetz 2018“

Die Bundesregierung hat das „JStG 2018“ am 01.08.2018 auf den Weg gebracht und mit dem Namen „Gesetz zur Vermeidung von USt-Ausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ versehen. Damit wird die wesentlichste Neuregelung des Gesetzes, die Einführung einer MwSt-Haftung für Online-Marktplätze, öffentlichkeitswirksam in den Vordergrund gestellt. Im Vergleich zum Referentenentwurf des JStG 2018 vom 25.06.2018 kommen zwei prominente Themen hinzu. Zum einen sollen nach dem Willen der Bundesregierung die jüngsten EuGH-Urteile vom 28.06.2018 zur Rehabilitierung der Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG bereits mit dem vorliegenden Gesetz umgesetzt werden. Daneben soll eine zusätzliche Begünstigung in der Dienstwagenbesteuerung für in den Jahren 2019–2021 angeschaffte Elektrofahrzeuge eingeführt werden (sog. „pauschale Dienstwagenbesteuerung von 0,5%“).

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Analyse der neuen internationalen Unternehmensbesteuerung in den USA

– Implikationen für international tätige Konzerne und den deutschen Gesetzgeber –

Die USA haben mit dem Tax Cuts and Jobs Act of 2017 die vielleicht größte Steuersenkung aller Zeiten für Unternehmen vorgenommen. Die Neuerungen bringen neben Anreizen für Investitionen in den USA und der dortigen Schaffung von IP auch Auswirkungen auf die Finanzierungs-, Geschäfts- und Steuerplanungspolitik für international tätige Konzerne mit sich. Dieser Beitrag aktualisiert die Analyse der 2017 kursierenden Reformpläne durch die Autoren. Es werden Ergebnisse einer umfassenden quantitativen Analyse des ZEW und der Universität Mannheim einbezogen und die Implikationen der US-amerikanischen Steuerreform für deutsche Konzerne mit grenzüberschreitender Tätigkeit in den USA in den Mittelpunkt gestellt.

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Auskunftsersuchen an „Airbnb“: Sind Selbstanzeigen noch möglich?

Am 04.05.2018 erfuhr die Öffentlichkeit aus einem Artikel in der WirtschaftsWoche mit dem Titel „Jagd auf Airbnb“ von einem Auskunftsersuchen der deutschen Finanzbehörden an die irische Steuerbehörde. Man fragt nach Daten deutscher Airbnb-Vermieter. Die deutschen Finanzbehörden wollen überprüfen, ob deutsche Vermieter, die ihre privaten Wohnräume entgeltlich über die Online-Plattform Airbnb angeboten haben, die erzielten Einkünfte entsprechend in ihren Steuererklärungen angegeben haben. Es droht Entdeckung. Hier besteht für den einen oder anderen Vermieter möglicherweise Handlungsbedarf.

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