Aufsätze Steuerrecht

Steuerfreistellung von Sanierungserträgen bei „Alt-Fällen“

– Ein Anwendungsfall von § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO –

§ 52 Abs. 4a Satz 3 EStG und § 36 Abs. 2c Satz 3 GewStG erstrecken die Steuerbefreiung von Sanierungserträgen nach § 3a EStG, § 7b GewStG auf Sachverhalte, bei denen die Sanierungserträge infolge eines vor dem 09.02.2017 ausgesprochenen ganzen oder teilweisen Schuldenerlasses entstanden sind („Alt-Fälle“). Der Anwendung von § 3a EStG, § 7b GewStG auf „Alt-Fälle“ können allerdings verfahrensrechtliche Beschränkungen entgegenstehen. Nachfolgend wird untersucht, ob eine Änderung der ESt-/KSt-Festsetzung bzw. der Festsetzung des GewSt-Messbetrags auch nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO in Betracht kommt.

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Grundbesitzkürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG nach dem GrS-Beschluss vom 25.09.2018

Mit einem am 27.03.2019 veröffentlichten Beschluss (GrS 2/16) hat der BFH klargestellt, dass die erweiterte Grundbesitzkürzung nicht deshalb zu verwehren ist, weil eine die erweiterte Kürzung begehrende Gesellschaft an einer rein grundstücksverwaltenden, nicht gewerblich geprägten PersGes. beteiligt ist. Der GrS-Beschluss, weitere anstehende Urteile des III. BFH-Senats zur Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen und die für dieses Jahr anstehende Reform der GrSt (respektive der zugrunde liegenden Grundbesitzbewertung) liefern Anlass, sich auch grds. mit der Grundbesitzkürzung für GewSt-Zwecke zu befassen.

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Das Unternehmertestament im Mittelstand: Überlegungen für die steuerliche Beratung (Teil 1)

In der steuerlichen Beratung spielt die Unternehmensnachfolge eine ganz wesentliche Rolle. Nachfolgend werden verschiedene Überlegungen aufgezeigt, die dabei relevant werden können. Sie haben vor allem den mittelständischen Unternehmer im Fokus. Teil 1 setzt sich u.a. mit Verfügungen von Todes wegen, Nachfolgeklauseln, Pflichtteils und Pflichtteilsergänzungsbehandlung, mit der Übertragung zu Lebzeiten, der Vor- und Nacherbfolge und der modifizierten Zugewinngemeinschaft auseinander. Teil 2 nimmt schwerpunktmäßig zu begünstigungsfähigem Vermögen Stellung.

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Reformideen zum Bilanzsteuerrecht

– Steuersystematische Anregungen aus Praktikersicht –

Handels- und Steuerbilanz haben sich in den vergangenen Jahren deutlich auseinanderentwickelt. Einheitsbilanzen finden sich in der Praxis meist nur noch bei kleineren mittelständischen Unternehmen. Die Maßgeblichkeit handelsrechtlicher GoB für die steuerliche Gewinnermittlung ist erkennbar „an ihre Grenzen“ gestoßen. Der Beitrag präsentiert auf diesem Ausgangsbefund Ideen für eine systemorientierte Reformierung des Bilanzsteuerrechts.

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Praktische Umsetzung der DAC-6-Vorgaben und Automationsmöglichkeiten

– Übersicht zur Neuregelung, Vorschläge zum Projektansatz und zur Automation –

Alle Mitgliedstaaten müssen die Änderungsrichtlinie 2018/822/EU zur Meldepflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen (DAC 6) bis zum 31.12.2019 in nationales Recht umsetzen. DAC 6 löst für alle Intermediäre und für viele Inhouse-Gestalter einen einmaligen Umsetzungs- und einen laufenden Befolgungsaufwand aus, von dem vor allem Finanzdienstleister betroffen sein werden. Alle Intermediäre sollten ihre Tax-Compliance-Maßnahmen und -Systeme sowie ihre IT-Systeme um DAC-6-Prozesse zur Identifikation von Modellen erweitern, um ab dem 01.07.2020 eine digitale Prüfung und ggf. auch Meldung binnen 30 Tagen vornehmen zu können.

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Kein allgemeinpolitisches Mandat für gemeinnützige Körperschaften – Anmerkungen zum Attac-Urteil des BFH vom 10.01.2019

Mit seinem Urteil zur Gemeinnützigkeit von Attac hat der V. Senat des BFH die bisherige Rechtsprechung zu den Grenzen einer politischen Betätigung gemeinnütziger Organisationen bestätigt. Der Beitrag stellt die wesentlichen Aussagen des Urteils dar, erläutert die Gründe für die gesetzliche Unterscheidung zwischen „gemeinnützigen“ und „politischen“ Organisationen und diskutiert Reformvorschläge.

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Steuerliche Fallstricke des Office-in-Office-Konzepts Deutscher Außenhandelskammern

In der exportorientierten deutschen Wirtschaft sind enge Kontakte zu Kunden und Absatzmärkten außerhalb des Heimatmarkts von entscheidender Bedeutung. Die Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, in den ausländischen Absatzmärkten präsent zu sein. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet die steuerlichen Frage- und Problemstellungen rund um das Office-in-Office-Konzept der Deutschen Außenhandelskammern, die im Rahmen von Bp zu klären waren.

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Grenzen der steuerlichen Gestaltung bei Drittrabatten

– Zugleich Besprechung des Urteils des FG Köln vom 11.10.2018 – 7 K 2053/17 –

Änderungen im LSt-Recht haben große finanzielle und administrative Auswirkungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dies hängt auch damit zusammen, dass die steuerlichen Aspekte rund um die Personalwirtschaft komplexer werden. Längst gibt es kaum noch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter(innen) ausschließlich mit Barlohn vergüten. Stattdessen gibt es eine immer größer werdende Zahl von Sachzuwendungen, die nicht nur vom eigenen Arbeitgeber zugewendet werden, sondern auch von dritter Seite. Fraglich ist, wann Drittzuwendung zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen. Mögen Zuwendungen Dritter möglicherweise dem Geschäftsmodell einzelner Unternehmen entstammen, sind sie gleichwohl nicht immer Ausfluss aus dem Arbeitsverhältnis und führen in der Regel nicht zu steuerpflichtigem Arbeitslohn.

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