Aufsätze Betriebswirtschaft

Fitness-Check der EU-Kommission zur öffentlichen Berichterstattung von Unternehmen

– Stand der Harmonisierung der Rechnungslegung –

Nach erheblichen Änderungen der Rechnungslegungsanforderungen durch die EU in den letzten Jahren führt die EU-Kommission nun eine Überprüfung der gesamten Rechnungslegungs- und Offenlegungsregelungen durch, um insb. zu beurteilen, ob die öffentlichen Berichtspflichten einschließlich der finanziellen und nichtfinanziellen Berichtspflichten für EU-Unternehmen ihren Zielen (Wirksamkeit, Relevanz und EU-Mehrwert) entsprechen. Gerade auch kleine und mittelgroße sowie nichtkapitalmarktorientierte Unternehmen sollten sich direkt oder indirekt über deren Verbandsvertreter in die öffentliche Konsultation einbringen, um zukünftigen Neuregelungen der EU nicht tatenlos gegenüberzustehen. Im Folgenden wird der Fitness-Check vorgestellt und eingeordnet sowie exemplarisch die Harmonisierung der Rechnungslegung kritisch diskutiert. Die Konsultation läuft bis zum 21.07.2018.

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Die „Null-Bilanz“: Zur Frage der wirksamen Offenlegung gem. § 325 HGB

Nach Inkrafttreten des BilRUG vermag das Einreichen einer bloßen Null-Bilanz beim Betreiber des Bundesanzeigers die Offenlegungspflicht des Jahresabschlusses aus § 325 HGB nicht mehr zu erfüllen. Es ist jedoch möglich, durch Veröffentlichung einer „qualifizierten“ Null-Bilanz den Anforderungen der Norm zumindest ephemer zu genügen, sodass die Offenlegung verzögert werden kann. Nach zutreffender Ansicht muss bei diesem Vorgehen nicht mit einer Strafbarkeit, in jedem Fall aber mit einem Bußgeld gerechnet werden.

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Ausgewählte Aspekte zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Kryptowährungen

Bitcoin & Co. beeinflussen zunehmend die Geschäftsmodelle von Unternehmen oder können – wie im Fall des professionellen Minings – sogar das Geschäftsmodell eines Unternehmens ausmachen. Darüber hinaus bieten sich insb. für Start-ups (und deren Investoren) im Rahmen sog. Initial Coin Offerings (ICO) neue Finanzierungs- (und Investitions-)möglichkeiten. Bislang wenig betrachtet ist sowohl die handelsrechtliche Bilanzierung derartiger Blockchain-basierter Kryptowährungen als auch im Rahmen von ICO ausgegebener sog. Token. Praxisrelevante Beispiele stellen aus Unternehmens- sowie Investorensicht Möglichkeiten einer gesetzeskonformen Behandlung dar und zeigen Alternativen auf, die das HGB (noch vor eventuellen gesetzlichen Änderungen) bereits heute für Ansatz, Bewertung und Ausweis digitaler Kryptoassets bietet.

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DRSC: Ergebnisse der 67. Sitzung des IFRS-Fachausschusses

Am 04. und 05.06.2018 fand beim DRSC in Berlin die 67. Sitzung des IFRS-Fachausschusses (IFRS-FA) mit u.a. folgenden Ergebnissen statt: Zu Beginn der Sitzung stand der Entwurf der DRSC-Stellungnahme zum ED/2018/1 „Änderung von Rechnungslegungsmethoden“ auf der Tagesordnung. Der IFRS-FA hielt im Kern an seiner Kritik fest, dass die vorgeschlagenen Änderungen nur für Agendaentscheidungen des IFRS IC Geltung erlangen soll. Hinsichtlich der Tonalität beschloss er punktuelle Anpassungen. Die Fertigstellung

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Im Koalitionsvertrag vereinbarte Förderung der Elektromobilität: Wie viel bringt die Sonderabschreibung?

Der Beitrag geht der Frage nach, welchen Vorteil Unternehmen aus der Sonderabschreibung und der Förderung der privaten Nutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen ziehen können. Auf dem Wege zu einer emissionsarmen Mobilität will die neue Bundesregierung u.a. Empfehlungen der Studien im Rahmen der Nationalen Plattform Elektromobilität und des Büros für Technikfolgen-Abschätzung umsetzen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Sonderabschreibung kann durch den Zinseffekt einen Mehrpreis von ca. 5-8% gegenüber konventionellen Fahrzeugen kompensieren und so die prognostizierten Mehrkosten des Chassis gegenüber Diesel-Pkw nahezu decken. Grob überschlägig kommt dies einer Verringerung der jährlichen Kosten von bis zu ca. 2% der Anschaffungskosten gleich. Der geplante steuerliche Anreiz für Arbeitnehmer, Dienstfahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb privat zu nutzen, ist deutlich.

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Umstellungseffekte der Umsatzerlösdefinition nach BilRUG in praxi

– Empirische Analyse der Jahresabschlüsse der im DAX30, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen –

Bereits (weit) vor Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden die Umstellungseffekte infolge der geänderten Umsatzerlösdefinition aus theoretischer Perspektive prognostiziert und umfassend im Schrifttum diskutiert. Eine umfassende Analyse und Quantifizierung der Umstellungseffekte in praxi stand mangels hinreichender Grundgesamtheit an veröffentlichten BilRUG-Jahresabschlüssen bislang noch aus. Da zwischenzeitlich auch die Unternehmen mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahr ihre Jahresabschlüsse erstmals nach BilRUG aufgestellt und veröffentlicht haben, kann diese Lücke nunmehr geschlossen werden. Vor diesem Hintergrund analysiert der vorliegende Beitrag die Umstellungseffekte infolge der erstmaligen Anwendung der Umsatzerlösdefinition nach BilRUG für die Jahresabschlüsse der im DAX30, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen.

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Der Ausweis negativer Zinsen bei Industrie- und Handelsunternehmen nach HGB

Seit der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank vom 05.06.2014, negative Zinsen auf die Einlagen von Kreditinstituten bei der Zentralbank zu erheben, haben manche Kreditinstitute reagiert und berechnen auch auf Geldanlagen ihrer Kunden, wenn auch bislang wohl überwiegend nur bei institutionellen Großanlegern, zunehmend negative Zinsen. Damit stellt sich auch für die betroffenen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors die Frage, wie negative Zinsen im handelsrechtlichen Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) von Industrie- und Handelsunternehmen abzubilden sind.

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Einordnung der Risk Governance in das System der unternehmerischen Überwachung

Traditionell werden Unternehmensrisiken primär durch das Risikomanagement und die Corporate Governance überwacht. Es nehmen allerdings die Hinweise darauf zu, dass dies in Zeiten immer komplexerer Risikokonstellationen in der Unternehmensumwelt und in Unternehmen selbst nicht mehr ausreicht. Risk Governance als ein neuer Ansatz möchte in diesem Zusammenhang daran mitwirken, Geschäftsmodelle von Unternehmen risikorobuster zu machen. Dieser Beitrag zeigt, was dies konzeptionell für die unternehmerische Überwachung bedeutet und wie die Umsetzung von Risk Governance in Unternehmen erfolgen kann.

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