Aufsätze Betriebswirtschaft

Der IDW PS 350 n.F. – Ein Plädoyer für eine fokussierte Lageberichterstattung

Der IDW PS 350 n.F. (r)evolutioniert die Anforderungen an die Prüfung des Lageberichts. Im Gleichklang damit ergeben sich Rückwirkungen auf die Erstellung des Lageberichts durch die Unternehmen. Dieser Beitrag bringt die neuen Anforderungen auf den Punkt, stellt die Herausforderungen für die Erstellung und Prüfung dar und zeigt praxisnahe Lösungsansätze auf.

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Die Verzinsung von Unternehmenskaufpreisen bei Locked-Box-Transaktionen

In einer Locked-Box-Transaktion wird der Verkäufer regelmäßig für die Aufschiebung der Zahlung vom wirtschaftlichen auf den rechtlichen Referenztag durch die Verzinsung des Kaufpreises für diesen Zeitraum kompensiert. Praktisch stellt die Verzinsung einen erhöhenden Kaufpreisbestandteil dar, der auch als Verhandlungsinstrument genutzt wird. Durch den vorgestellten Praktiker-Ansatz kann näherungsweise ein Closing-Accounts-Mechanismus erreicht werden, bei dem Investoren zum Zeitpunkt des Signing Preissicherheit erlangen. Bei dieser Lösung ist auch die Umsetzung in der Transaktionsdokumentation eher einfach und beschränkt sich auf die Feststellung, dass der ausgehandelte Kaufpreis ab dem wirtschaftlichen Stichtag mit einem bestimmten Zinssatz zu verzinsen ist, der sich aus dem ermittelten Wertabgrenzungsposten ableiten lässt.

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Valuation Note – Kennzeichnung und Erläuterung des AWH-Standards zur Unternehmensbewertung

Dieser Beitrag stellt die Bewertungsgleichungen des vom ZDH herausgegebenen AWH-Standards zur Unternehmensbewertung dar und trägt den aktuellen Literaturstand in kompakter Weise zusammen. Zwar wird der AWH-Standard im Hinblick auf seine zahlreichen Vereinfachungen kritisiert. Im Hinblick auf Größe und Rahmenbedingungen der Bewertungsobjekte erscheint die vorgenommene Reduktion der Komplexität jedoch notwendig und vertretbar.

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Alles zu seiner Zeit: Das Offenlegungsverhalten nicht kapitalmarktorientierter Unternehmen

Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen sind typischerweise durch überschaubare Vertrags- und Adressatenstrukturen geprägt. Seit dem EHUG unterliegen sie aber auch verstärkter Transparenz aufgrund der Durchsetzung der Pflichtpublizität. Vor diesem Hintergrund wird das Offenlegungsverhalten anhand von über 5.000 Unternehmensbeobachtungen in den Jahren 2011 bis 2016 untersucht. Im Einklang mit der bisherigen Literatur zeigt sich, dass der Pflicht zur Offenlegung grds. zwar nachgekommen wird, das Diskretionspotenzial sich aber auf die Frage des Zeitpunkts verlagert. So wird die gesetzliche Frist von zwölf Monaten bei nur 38% der veröffentlichten Abschlüsse eingehalten. Detailanalysen zeigen, dass diese Verzögerung i.d.R. nicht dem Erstellungs- und Prüfungsprozess geschuldet ist. Unsere Ergebnisse deuten (rationale) Ausweichhandlungen mittelständischer Unternehmen im bestehenden handels- und gesellschaftsrechtlichen Korsett an.

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Verrechnungspreismanagement 4.0

– Zum Stand der Digitalisierung in der Praxis und welche Kompetenzen für ein erfolgreiches IT-Projekt entscheidend sind –

Durchgängiges Management von Verrechnungspreisen von der steuerlichen Planung über die operative Umsetzung bis hin zur Dokumentation wird für international agierende Unternehmen immer wichtiger, die Forderung nach schneller Datenverfügbarkeit ist allenthalben vernehmbar, ebenso wie der zunehmend laute Ruf nach unterstützenden IT-Systemen bzw. „Transfer Pricing-Tools“. Für Praktiker stellen sich dabei gleich mehrere Fragen. Wo stehen andere Unternehmen? Welche Lösungen gibt es grds. zur Automatisierung des Verrechnungspreismanagements und wie lassen sich die in erster Linie datengetriebenen Anforderungen der Steuerabteilung an die konzerninterne IT-Organisation herantragen? Welche Hindernisse gilt es zu überwinden und welche Vorgehensweisen haben sich in IT-Projekten mit Verrechnungspreisbezug bewährt?

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Bilanzpolitische Motive im deutschen Mittelstand

– Eine empirische Analyse –

In dem Beitrag wird untersucht, welche bilanzpolitischen Motive nichtkapitalmarktorientierte deutsche Unternehmen in ihren handelsrechtlichen Jahresabschlüssen verfolgen. Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine postalische Befragung unter 7.500 kleinen, mittelgroßen und großen nichtkapitalmarktorientierten KapGes. und diesen nach § 264a Abs. 1 HGB gleichgestellten PersGes. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bilanzpolitik nichtkapitalmarktorientierter Unternehmen von vielfältigen Zielen getrieben wird, die in Abhängigkeit der Unternehmenscharakteristika unterschiedlich relevant sind.

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Kein Grund zu bleiben, ist der beste Grund zu gehen

– Ein Blick auf den Wechsel zwischen Vorstand und Aufsichtsrat –

2009 hat der deutsche Gesetzgeber die Cooling-off-Periode für den Wechsel von ehemaligen Vorständen in den Aufsichtsrat eingeführt. Nur unter bestimmten Bedingungen ist der direkte Wechsel noch erlaubt. Diese Regelung zeigt Wirkung. In der vorliegenden Untersuchung zeigt sich, dass es nur in wenigen Fällen einen direkten Wechsel gibt.

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Aktuelle Entwicklungen zur Bewertung von Pensionsrückstellungen nach Handels- und Steuerrecht

– Niedrigzinsumfeld, Reformbedarf, Heubeck-Richttafeln 2018 G –

Der vorliegende Beitrag thematisiert aktuelle Entwicklungen zur Bewertung von Pensionsrückstellungen nach Handels- und Steuerrecht. Neben Ausführungen zu den Folgen der Niedrigzinsphase für die handelsrechtliche Bewertung werden erste Reaktionen auf die BVerfG-Vorlage des FG Köln zur Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit des Rechnungszinses nach § 6a EStG aufgezeigt und Überlegungen zu einer Reform des steuerrechtlichen Bewertungsverfahrens vorgestellt. Darüber hinaus wird auf die zeitliche Anwendung der neuen Heubeck-Richttafeln 2018 G und die mit der Umstellung verbundenen möglichen Auswirkungen eingegangen.

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