Aufsätze Betriebswirtschaft

Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung

– Gemeinsame Berichterstattung zur Corporate Governance durch Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289f HGB, Grundsatz 17 DCGK-E) –

Die Corporate Governance ist gemeinsame Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Aus Sicht des Arbeitskreises Corporate Governance Reporting sollte sich diese gemeinsame Verantwortung der Organe in der Berichterstattung widerspiegeln. Die 2018 vorgelegten Entwürfe zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und zu einem neugefassten DCGK weisen in dieselbe Richtung. Mit dem vorliegenden Beitrag knüpft der Arbeitskreis an seine Forderung zur Bündelung der Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB an (DB 2018 S. 2125). Aufgezeigt werden Zulässigkeit, Zweckmäßigkeit und Umsetzungsmöglichkeiten einer gemeinsamen Berichterstattung durch Vorstand und Aufsichtsrat. Kern des Vorschlags ist die Mitunterzeichnung der Erklärung durch den Aufsichtsrat.

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OLG Köln zur Verlustübernahmepflicht nach § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB a.F.

– Kritische Würdigung des Beschlusses vom 13.07.2018 – 28 Wx 2/18 –

Mit seinem Beschluss vom 13.07.2018 entscheidet das OLG Köln erstmals und entgegen der h.M. in der Literatur zur Verlustübernahmepflicht nach § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB a.F. Der Beitrag stellt den Beschluss vor, würdigt ihn kritisch und beleuchtet seine Bedeutung für die Rechtslage nach dem BilRUG.

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Fünf Thesen zum kritischen Umgang mit der Marktrisikoprämie

Die Niedrigzinspolitik der EZB wirkt sich über den Diskontierungszins auf den Unternehmenswert aus. Der vorliegende Beitrag skizziert daraus resultierende Probleme und geht anhand von fünf Thesen der Frage nach, ob die Empfehlung des FAUB hinsichtlich der Anpassung der Marktrisikoprämie angemessen ist.

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Notwendigkeit einer anwender- bzw. branchen-spezifischen Konkretisierung der Nachhaltigkeits-berichterstattung?

– Eine Analyse anhand der Verlautbarungen zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex –

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung geht eine berichterstattende Einheit gleichermaßen auf ökonomische, ökologische und soziale Belange des Handelns ein. Wenngleich ein Nachhaltigkeitsbericht insb. seitens großer Gesellschaften bereits regelmäßig aufgestellt und veröffentlicht wird, ist das nachhaltigkeitsrelevante Publizitätsverhalten einzelner Branchen bzw. Institutionen durch eine geringere Intensität gekennzeichnet. Dies vermag u.a. im Vorliegen eines allgemeingültigen Standards für die Aufstellung und Offenlegung eines Nachhaltigkeitsberichts begründet zu liegen. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag, welche spezifischen Verlautbarungen zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorliegen und inwiefern diese das nachhaltigkeitsrelevante Berichterstattungsverhalten beeinflussen.

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F&E-Berichterstattung im Konzernlagebericht

Die Auswertung von ausgewählten Konzernlageberichten zeigt, dass die Angaben zu F&E im Hinblick auf Vollständigkeit, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und Detaillierungsgrad zwischen den Unternehmen stark variieren. Auf Grundlage der zum Teil unzureichenden Angaben können Verbesserungspotenziale aufgedeckt und Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden.

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Handelsrechtliche Bilanzierung beim grenzüberschreitenden Formwechsel

Für die bilanzielle Abbildung eines Herein-Formwechsels aus einem anderen EU-Mitgliedstaat in das Inland wird für interne Zwecke die Aufstellung einer (HGB-)Eröffnungsbilanz auf den Zeitpunkt der Eintragung des Formwechsels notwendig sein. Die bis dahin nach ausländischem Recht ermittelten Wertansätze können bei deren Aufstellung weitestgehend übernommen werden (sog. Buchwertfortführung). Zur Aufstellung des ersten handelsrechtlichen Jahresabschlusses nach dem grenzüberschreitenden Formwechsel sind die Wertansätze dieser Eröffnungsbilanz auf den Abschlussstichtag fortzuschreiben. Im ersten handelsrechtlichen Jahresabschluss nach dem grenzüberschreitenden Formwechsel sind auch die ausländischen (realen) Vorjahreszahlen anzugeben.

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Neukonzeption der variablen Vorstandsvergütung durch den Entwurf des DCGK

Der Entwurf zur Änderung des DCGK sieht grundlegende Anpassungen für die Empfehlungen zur Vorstandsvergütung vor. So soll künftig die langfristige variable Vergütung anhand der Strategieumsetzung bemessen und in Aktien zugeteilt werden. Diese Neukonzeption stellt ein Novum in Deutschland dar und ist grundsätzlich zu begrüßen. Der DCGK-E verringert die Komplexität derzeitiger Vergütungssysteme ohne einen starren Rahmen vorzugeben. Um die Akzeptanz dieser Empfehlungen zu steigern, könnte das vorgeschlagene Vergütungssystem jedoch breiter interpretiert werden. Eine pragmatische Umsetzung würde die Flexibilität auf Unternehmensseite erhöhen.

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Berücksichtigung des Verschuldungsgrads bei der Unternehmensbewertung (IDW Praxishinweis 2/2018)

Das IDW hat mit dem Praxishinweis 2/2018 mit Stand vom 12.09.2018 eine Verlautbarung zur Berücksichtigung der Verschuldung in der Unternehmensbewertung veröffentlicht. Im Praxishinweis 2/2018 zeigt das IDW auf, dass die Verschuldung ein wertbeeinflussender Faktor ist, der sich nicht nur bei der Ermittlung des Kapitalisierungsfaktors äußert, sondern auch bei den finanziellen Überschüssen. Das IDW stellt klar, dass in Abhängigkeit von der Höhe der Verschuldung stets eine differenzierte Betrachtung erforderlich ist. Im folgenden Beitrag werden die Ausführungen des IDW kritisch gewürdigt und der aktuelle Stand der Diskussion rund um das Thema Debt Beta beleuchtet.

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