Betriebswirtschaft Kompakt

IDW Praxishinweis 1/2017: Hinweise zu den (Konzern-)Zahlungsberichten nach BilRUG

Nachdem mit dem BilRUG für Unternehmen des Rohstoffsektors eine Pflicht zur Erstellung sog. (Konzern-)Zahlungsberichte eingeführt wurde (vgl. hierzu bereits Zwirner/Vodermeier, DB 2016 S. 965 ff.), hat das IDW nun in einem Praxishinweis seine Auffassung zu wesentlichen Anwendungsfragen in diesem Zusammenhang dargelegt. Es werden hierbei durch das IDW sowohl Fragen zum Zahlungsbericht einer einzelnen Gesellschaft als auch zum Konzernzahlungsbericht diskutiert. Wesentliche Schwerpunkte des Praxishinweises betreffen den Anwendungsbereich inkl. etwaiger Befreiungen von der Berichtspflicht, die Erstellung (insb. Inhalt, Aufbau und Gliederung) sowie die Offenlegung von (Konzern-)Zahlungsberichten.

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Überarbeitete IDW Stellungnahme zu den Anhangangaben über das Abschlussprüferhonorar (§§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) – IDW RS HFA 36 n.F.

Der HFA hat seine Stellungnahme zur Rechnungslegung „Anhangangaben nach §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB über das Abschlussprüferhonorar“ (IDW RS HFA 36 n.F.) überarbeitet und mit Datum von 08.09.2016 in modifizierter Form verabschiedet (vgl. IDW life 2016 S. 996 ff.). Ziel der Neufassung war es u.a., in der Praxis regelmäßig bestehende Unsicherheiten bezüglich der Zuordnung einzelner Honorare zu den gesetzlich vorgegebenen Kategorien durch Konkretisierungen zu beseitigen (vgl. insb. Anlage 1 zu IDW RS HFA 36 n.F.).

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Wider die Integration der nichtfinanziellen (CSR-)Erklärung in den Lagebericht

Für die nach dem 31.12.2016 beginnenden Geschäftsjahre haben bestimmte Unternehmen den (Konzern-)Lagebericht um eine nichtfinanzielle (CSR-)Erklärung zu erweitern (Haaker, StuB 6/2017 S. I). Fraglich ist, inwieweit diese gesonderte Erklärung in die Lageberichterstattung integriert werden kann.

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Neufassung des IDW RS HFA 30: Die Würdigung aktueller Entwicklungen im Rahmen der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen

Am 13.09.2016 wurde der Entwurf einer Neufassung der IDW Stellungnahme zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen (IDW ERS HFA 30 n.F.) vom Hauptfachausschuss (HFA) des IDW verabschiedet. Hintergrund der Anpassung der bisherigen Stellungnahme sind u.a. die aktuellen Entwicklungen, welche sich im Rahmen des BilRUG sowie der Gesetzesänderung des § 253 HGB hinsichtlich der Abzinsung von Pensionsrückstellungen ergeben haben. Am 16.12.2016 wurde die endgültige Fassung des IDW RS HFA 30 n.F. verabschiedet und im Januar 2017 veröffentlicht (vgl. IDW, IDW Life 2017 S. 102 ff.). Die Schwerpunkte der Neuregelung stellen die Änderung der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen sowie die Bilanzierung bei Übertragung von Pensionsrückstellungen dar. Darüber hinaus ergeben sich neue Anhangangabepflichten. Die Neufassung des IDW RS HFA 30 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, anzuwenden.

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Keine Abführungssperre für Bewertungsgewinne aus der Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB n.F.

In der Praxis bestand bislang eine erhebliche Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Frage, ob ausschüttungsgesperrte Bewertungsgewinne, die aus der Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB n.F. resultieren, bei Existenz eines Ergebnisabführungsvertrags (EAV) abführungsgesperrt sind (§§ 291, 301 AktG). Das BMF hat mit Schreiben vom 23.12.2016 entschieden, dass insoweit keine Abführungssperre besteht. Dies hat zur Folge, dass zur ordnungsgemäßen Durchführung eines EAV auch die Bewertungsgewinne abzuführen sind.

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IDW RS HFA 17: Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss

Der HFA hat die am 10.06.2011 verabschiedete Stellungnahme zur Rechnungslegung „Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss (IDW RS HFA 17)“ nach Abstimmung mit dem Fachausschuss Sanierung und Insolvenz (FAS) am 08.09.2016 geändert. Gegenstand der Änderung waren neben redaktionellen Anpassungen auch Modifikationen aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Verabschiedung von IDW RH HFA 1.012 zur externen handelsrechtlichen Rechnungslegung im Insolvenzverfahren.

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Betriebliche Altersversorgung im Jahresabschluss zum 31.12.2016 – Update

Das Marktzinsniveau zu Ende Dezember 2016 entspricht weitgehend dem Zinsniveau von Ende November 2016. Der Rechnungszinssatz nach IFRS wird sich damit methoden- und bestandsabhängig voraussichtlich zwischen 1,4% und 2,3% bewegen (Vorjahr: 2,1% bis 3,0%). Für die Bewertung von typischen Pensionsverpflichtungen nach HGB ergibt sich – bei veränderter Durchschnittsbildung – der bereits prognostizierte Abzinsungssatz von 4,01% (Vorjahr: 3,89%).

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Neuer Kapitalisierungsfaktor nach § 203 BewG für das vereinfachte Ertragswertverfahren durch die ErbSt-Reform

Mit mehr als dreimonatiger Verspätung stimmte am 14.10.2016 nach dem Bundestag auch der Bundesrat der durch den Beschluss des BVerfG vom 17.12.2014 (Vgl. BVerfG vom 17.12.2014 – 1 BvL 21/12, BStBl. II 2015 S. 50) notwendig gewordenen ErbSt-Reform zu. Entgegen den ursprünglichen Entwürfen zum neuen ErbStG wird die beschlossene Reform nun auch Änderungen in der steuerlichen Unternehmensbewertung zur Folge haben. Dabei wird das anhaltende Niedrigzinsniveau zukünftig auch bei der Unternehmensbewertung für erbschaftsteuerliche Zwecke in Form eines geringeren Kapitalisierungsfaktors beim vereinfachten Ertragswertverfahren i.H.v. 13,75 berücksichtigt; mit der Folge, dass steuerliche Bewertungen nach den §§ 199 ff. BewG niedriger ausfallen als bisher.

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