Inhaltsverzeichnis 38/2021

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Inhaltsverzeichnis
38
20.9.2021
Betriebswirtschaft
Aufsätze
Abschlussprüfung

Anforderungen an Bestätigungen Dritter bei Treuhandverhältnissen im Rahmen der Konzernabschlussprüfung der Wirecard AG
Prof. Dr. Hansrudi Lenz
hansrudi_lenz

Bei den Konzernabschlussprüfungen der Wirecard AG für die Jahre 2015 bis 2018 hat der Abschlussprüfer darauf verzichtet, Bankbestätigungen für die in den Abschlüssen ausgewiesenen Zahlungsmittel einzuholen, die auf Konten lagen, welche für Rechnung von Wirecard-Tochtergesellschaften im Namen eines Treuhänders bei einem Kreditinstitut in Singapur zu Sicherungszwecken für Drittpartner dieser Gesellschaften geführt wurden. Wesentliche Teile dieser liquiden Mittel haben nie existiert. Der Sachverhalt hat eine Diskussion im Fachschrifttum, der Prüfungspraxis und bei Standardsetzern ausgelöst, ob die im IDW PS 302 n.F. vorgesehene grundsätzliche Pflicht zur Einholung von Bankbestätigungen auch auf Treuhandverhältnisse anzuwenden ist. Ein Schreiben der Geschäftsstelle des IDW vom August 2020 bejaht dies. Argumentative Grundlage ist der Zweck von Prüfungshandlungen – Erlangung hinreichender Urteilssicherheit durch ausreichende und angemessene, insb. verlässliche Prüfungsnachweise – sowie eine wirtschaftliche Betrachtungsweise. Für die im Wirecard-Fall anstehenden Verfahren vor Berufs- und Zivilgerichten in Aufsichts- und Haftungsverfahren über mögliche Pflichtverletzungen des Abschlussprüfers sind Verlautbarungen und Stellungnahmen des IDW zwar nicht rechtlich verbindlich, jedoch eine wichtige Auslegungshilfe.

2165 ‑ 2171, DB1362825

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