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04.03.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Sprache und Bürokratie erschweren Beschäftigung von Flüchtlingen

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Knapp die Hälfte der HR-Mitarbeiter fühlt sich bei juristischen und regulatorischen Regelungen in Bezug auf Flüchtlinge unsicher. Aber auch kulturelle Unterschiede sehen Unternehmen als Herausforderung.

Die Deloitte-Studie „Human Capital Trends 2016“ zeigt, dass den meisten deutschen Unternehmen die Flüchtlingsintegration schwerer fällt als gedacht. Sprachbarrieren, Anerkennung der Bildungsabschlüsse und gesetzliche Anforderungen sind die größten Hindernisse.

Die Herausforderungen der Flüchtlingsintegration ergeben sich sowohl durch unterschiedliche Qualifikationen der Bewerber als auch durch komplexe gesetzliche Regelungen. Auf Bewerberseite sehen HR-Abteilungen hauptsächlich fehlende Sprachkenntnisse (69 Prozent) als Hindernis. Aber auch kulturelle Unterschiede fordern 40 Prozent der Unternehmen heraus. Weiterhin gibt es laut 18 Prozent der Teilnehmer noch Nachholbedarf beim Führungsverständnis.

Unterschiedliche Standards – fehlender Kompetenznachweis

Auch die Anerkennung von Bildungsabschlüssen (41 Prozent) stellt eine Herausforderung dar. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Firmen ist noch nicht mit gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zur Migrantenintegration in die Arbeitswelt vertraut oder sieht diese als wesentliche Herausforderung an. Nur ein Viertel fühlt sich hier einigermaßen sicher – das offenbart ein erhöhtes Schulungsbedürfnis der HR-Abteilungen.

Organisationsstruktur als zentrales Thema

Als besonders wichtig sieht die Mehrheit (84 Prozent) Diversity in der Belegschaft und baut daher auf generationenübergreifende Teams unterschiedlicher Herkunft und neue Führungsrollen. Viele Unternehmen (41 Prozent) fühlen sich allerdings noch nicht ausreichend vorbereitet, ihre Leadership-Programme auf Millennials auszurichten. Außerdem wird auch die strukturelle Aufstellung ein immer zentraleres Wettbewerbselement für Firmen. Auch wenn sich die meisten in Bezug auf Kontrollspannen, Unternehmensebenen und Entscheidungsrechte aktuell bereits gut aufgestellt sehen (über 70 Prozent), bleibt die Organisationsstruktur weiterhin ein zentrales Thema.

 (Deloitte, PM vom 02.03.2016 / Viola C. Didier)


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