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  • Sonstiges Recht

    Scha­dens­er­satz bei Kar­tell­verstößen - Grund­satz­ur­teil zu Käufer­ket­ten

    Spre­chen Un­ter­neh­men sich un­ter­ein­an­der ab, um den un­ter ih­nen be­ste­hen­den Wett­be­werb zu be­schränken, so führt dies re­gelmäßig da­zu, dass ih­re Kun­den über­teu­er­te Prei­se zah­len müssen. Der BGH ent­schied in ei­nem Grund­satz­ur­teil vom 28. 6. 2011 (Az.: KZR 75/10), dass auch in­di­rekt von Kar­tell­rechts­verstößen Geschädig­ten Scha­dens­er­satz­ansprüche zu­ste­hen können.
    Die­ses Ur­teil er­fasst Si­tua­tio­nen, in de­nen die Kun­den der Kar­tel­lan­ten die Wa­re an Drit­te wei­ter­ver­kauft ha­ben. Da die Di­rekt­kun­den a
    DB vom 20.01.2012 , Heft 03 , DB0464755 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Kein an­tei­li­ger Aus­gleichs­an­spruch nach Ein­tra­gung ei­nes Squee­ze-out ("Wel­la")

    Der BGH hat in zwei ak­tu­el­len Ur­tei­len vom 19. 4. 2011 - II ZR 237/09, DB 2011 S. 1385 so­wie II ZR 244/09, DB0422646 ent­schie­den, dass ein Min­der­heits­ak­ti­onär we­der ganz noch teil­wei­se ei­nen An­spruch auf Zah­lung des fe­sten Aus­gleichs für ein Geschäfts­jahr hat, wenn der Be­schluss, die Ak­ti­en der Min­der­heits­ak­ti­onäre auf den Haupt­ak­ti­onär zu über­tra­gen, vor dem Ent­ste­hen des An­spruchs auf die Aus­gleichs­zah­lung...
    DB vom 05.08.2011 , Heft 31 , DB0426455 weiterlesen
  • Handelsvertreterrecht

    Kein Aus­schluss des Han­dels­ver­tre­ter­aus­gleichs­an­spru­ches bei feh­len­dem Ur­sa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen schuld­haf­tem Ver­hal­ten und Kündi­gung

    Mit Ur­teil vom 16. 2. 2011 - VIII ZR 226/07 hat der BGH un­ter Auf­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen Recht­spre­chung (12. 6. 1963 - VII ZR 272/61; BGHZ 40 S. 13; vom 6. 7. 1967 - VII ZR 35/65, BGHZ 48 S. 222) und im An­schluss an das Ur­teil des EUGH vom 28. 10. 2010 - Rs. C-203/09 ent­schie­den, dass § 89b Abs. 3 Nr. 2 HGB da­hin aus­zu­le­gen ist, dass ein Aus­gleichs­an­spruch nach die­ser Vor­schrift nur dann aus­ge­schlos­sen...
    DB vom 10.06.2011 , Heft 23 , DB0422634 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Aus­ge­stal­tung von Com­p­li­an­ce-Struk­tu­ren

    Com­p­li­an­ce be­deu­tet Re­gel­kon­for­mität. Aus der Lei­tungs­ver­ant­wor­tung des Vor­stands bzw. der Geschäfts­lei­tung wird die Pflicht ab­ge­lei­tet, ei­ne auf Scha­denspräven­ti­on und Ri­si­ko­kon­trol­le an­ge­leg­te Com­p­li­an­ce-Or­ga­ni­sa­ti­on ein­zu­rich­ten. Hin­sicht­lich des "wie" be­steht dann ein Er­mes­sens­spiel­raum, der auf Ba­sis der Bu­si­ness Judgment Ru­le aus­zufüllen ist.
    Es ist weit­ge­hend of­fen, wie die recht­li­chen An­for­de­run­gen...
    DB vom 22.04.2011 , Heft 16 , DB0414171 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Beur­kun­dung von Geschäfts­an­teils­ab­tre­tun­gen vor ei­nem No­tar in Ba­sel ist zulässig

    Das OLG Düssel­dorf hat in sei­nem Be­schluss vom 2. 3. 2011 - I-3 Wx 236/10 ent­schie­den, dass ei­ne vor ei­nem No­tar in Ba­sel be­ur­kun­de­te Ab­tre­tung von Geschäfts­an­tei­len an ei­ner deut­schen Gm­bH wirk­sam ist.
    Hin­ter­grund des Be­schwer­de­ver­fah­rens war ei­ne Ab­tre­tung von Geschäfts­an­tei­len an ei­ner deut­schen Gm­bH durch no­ta­ri­el­le Ur­kun­de ei­nes No­tars in Ba­sel, Schweiz. Das zuständi­ge Re­gi­ster­ge­richt lehn­te...
    DB vom 15.04.2011 , Heft 15 , DB0414080 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Be­tei­li­gungs­er­werb kein Fall der Holzmüller- bzw. Ge­la­ti­ne-Recht­spre­chung

    Das OLG Frank­furt/M. hat in sei­nem Be­schluss vom 7. 12. 2010 - 5 U 29/10 (DB 2010 S. 2788) ent­schie­den, dass der Er­werb ei­ner Be­tei­li­gung un­abhängig von der hier­bei ge­schaf­fe­nen An­teils­quo­te bei der Ak­ti­en­ge­sell­schaft zu den vor­stands­auto­no­men Geschäftsführungs­an­ge­le­gen­hei­ten gehört, wenn ei­ne Kon­zernöff­nungs­klau­sel vor­liegt. Ei­ne Zuständig­keit der Haupt­ver­samm­lung nach der sog. "Holzmüller-" bzw. "Ge­la­ti­ne-Recht­spre­chung" des BGH kom­me dann nicht in Be­tracht.
    Ak­ti­onäre der Com­merz­bank AG ha
    DB vom 04.03.2011 , Heft 09 , DB0406392 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Vor­la­ge an EuGH im Ver­fah­ren ge­gen Daim­ler AG

    Der BGH hat mit Be­schluss vom 22. 11. 2010 - II ZB 7/09, DB 2011 S. 45, dem EuGH im Ka­pi­tal­an­le­ger-Mu­ster­ver­fah­ren ge­gen die Daim­ler AG we­gen an­geb­lich ver­späte­ter Ad-hoc-Mit­tei­lung Fra­gen zur Aus­le­gung der Markt­miss­brauchs- und der Durchführungs-Richt­li­nie zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt.
    Hin­ter­grund des Mu­ster­ver­fah­rens ge­gen die Daim­ler AG war das Aus­schei­den von Prof. Jürgen Schrempp als Vor­stands­vor­sit­zen­der...
    DB vom 21.01.2011 , Heft 03 , DB0402222 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Um­tausch­verhält­nis bei Ver­schmel­zung von un­abhängi­gen Un­ter­neh­men

    Das OLG Stutt­gart hat in sei­nem Be­schluss vom 14. 10. 2010 - 20 W 16/06 ent­schie­den, dass bei ei­ner Ver­schmel­zung un­abhängi­ger Un­ter­neh­men das Um­tausch­verhält­nis nur ein­ge­schränkt ge­richt­lich über­prüfbar ist. Es be­ste­he ei­ne höhe­re Gewähr für die Berück­sich­ti­gung der wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen der An­teils­eig­ner, so­dass sich die Prüfung dar­auf kon­zen­trie­ren müsse, ob die geführ­ten Ver­hand­lun­gen als...
    DB vom 26.11.2010 , Heft 47 , DB0394651 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Der neue Bri­be­ry Act des Ver­ei­nig­ten König­reichs - Fall­stricke für in­ter­na­tio­nal täti­ge Un­ter­neh­men

    Mit dem In­kraft­tre­ten des Bri­be­ry Acts - vor­aus­sicht­lich im April 2011 - voll­zieht sich im bri­ti­schen Rechts­kreis ein um­fas­sen­der Wan­del bei der Be­wer­tung von Kor­rup­ti­ons­straf­ta­ten. Die bis­he­ri­gen Vor­schrif­ten wei­chen ei­nem Ge­setz, das auf­grund sei­nes um­fas­sen­den An­wen­dungs­be­rei­ches in sach­li­cher und persönli­cher Hin­sicht über das Ver­ei­nig­te König­reich hin­aus für Hand­lungs­be­darf im Um­gang mit Kor­rup­ti­ons­ta­ten...
    DB vom 05.11.2010 , Heft 44 , DB0391478 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Kein Be­ra­tungs­ver­schul­den ei­ner Bank beim Ver­kauf von Leh­man-Zer­ti­fi­ka­ten

    Das OLG Ol­den­burg hat mit Be­schluss gem. § 522 ZPO vom 25. 2. 2010 - 8 U 10/10 - u. a. bestätigt, dass ei­ne be­ra­ten­de Bank im Mai 2007 nicht er­ken­nen konn­te, dass die Bo­nität der In­vest­ment­bank Leh­man Bro­thers fragwürdig war. Ein zum da­ma­li­gen Zeit­punkt un­ter­las­se­ner Hin­weis auf ein Bo­nitäts­ri­si­ko oder Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten bei Leh­man Bro­thers stellt da­her nach Auf­fas­sung des OLG Ol­den­burg kein Be­ra­tungs­ver­schul­den...
    DB vom 01.10.2010 , Heft 39 , DB0363918 weiterlesen
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