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  • Kapitalanlage

    Ka­pi­tal­an­le­ger-Mu­ster­ver­fah­ren: Rechts­feh­ler­haf­ter Mu­ster­ent­scheid über Ansprüche der An­le­ger aus Pro­spekt­haf­tung im wei­te­ren Sin­ne

    Keine Bindungswirkung des Vorlagebeschlusses hinsichtlich der Zulässigkeit des Verfahrensgegenstandes - Prospektfehler: Anforderungen an Unterrichtung der Anleger durch im grauen Kapitalmarkt herausgegebenen Emissionsprospekt - AGB-Kontrolle der Verjährungsklauseln in Prospekt und Gesellschaftsvertrag - Kostentragungspflicht der auf Seiten des Musterklägers Beigeladenen
    Ka­pMuG § 4 Abs. 1 Satz 2, § 15 Abs. 1 Satz 3, § 19 Abs. 2
    a) Das Rechts­be­schwer­de­ge­richt ist we­der durch § 4 Abs. 1 Satz 2 Ka­pMuG noch durch § 15 Abs. 1 Satz 3 Ka­pMuG dar­an ge­hin­dert fest­zu­stel­len, dass be­stimm­te Ansprüche nicht Ge­gen­stand des Mu­ster­ver­fah­rens sein können.
    b) So­weit sich ei­ne von dem Mu­ster­be­klag­ten ein­ge­leg­te Rechts­be­schwer­de als er­folg­reich er­weist, trifft die Ko­sten­haf­tung...
    DB vom 20.01.2012 , Heft 03 , DB0464889 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Kei­ne Pflicht zur Er­stat­tung außer­ge­richt­li­cher Ko­sten des An­trags­geg­ners im Spruch­ver­fah­ren

    Abschließende Regelung der Kostenerstattung im Spruchverfahren in § 15 Abs. 2 - 4 SpruchG - Geltung der Kostenregelung für das Beschwerdeverfahren - Pflicht des Antragstellers zur Tragung der Gerichtskosten im Falle offensichtlich fehlender Erfolgsaussichten des Rechtsmittels
    SpruchG § 15
    Im Spruch­ver­fah­ren können die außer­ge­richt­li­chen Ko­sten des An­trags­geg­ners (§ 5 SpruchG) nicht dem An­trag­stel­ler auf­er­legt wer­den.
    (BGH-Be­schluss vom 13.12.2011 - II ZB 12/11)
    Die An­trag­stel­le­rin hat nach der Über­tra­gung der Ak­ti­en der Min­der­heits­ak­ti­onäre der B. AG auf die An­trags­geg­ne­rin am 17. 1. 2007 im Spruch­ver­fah­ren ei­nen An­trag auf die ge­richt­li­che Be­stim­mung der...
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0466060 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    In­sol­venz­an­fech­tung: Zum Gläubi­ger­be­nach­tei­li­gungs­vor­satz des Schuld­ners im Fal­le ei­nes Sa­nie­rungs­ver­su­ches

    Vorsatzanfechtung einer teilweisen Darlehensrückzahlung und des zugrunde liegenden Vergleichs mit der Bank - Inkongruenz als Indiz für Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners - Ausschluss der Indizwirkung der Inkongruenz im Rahmen eines Sanierungsversuches - Anforderungen an Nachweis eines schlüssigen Sanierungskonzeptes
    In­sO § 133 Abs. 1
    a) Die Ver­ein­ba­rung ei­ner Zah­lungs­ver­pflich­tung entfällt als kon­gru­enz­be­gründen­der Schuld­grund für die an­ge­foch­te­ne Zah­lung, wenn sie selbst der In­sol­venz­an­fech­tung un­ter­liegt.
    b) Be­weis­an­zei­chen für die sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen der Vor­satz­an­fech­tung wer­den durch den Ein­wand ei­nes Sa­nie­rungs­ver­suchs nicht ent­kräftet, wenn es an je­der Dar­le­gung zu den In­hal­ten und zu den...
    DB vom 20.01.2012 , Heft 03 , DB0464888 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Zulässi­ger Ver­gleich über Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch we­gen Über­be­wer­tung ei­ner Sach­ein­la­ge

    Differenzhaftungsanspruch, wenn Wert der Sacheinlage Aufgeld gem. § 9 Abs. 2 AktG nicht abdeckt - Vergleich über Differenzhaftungsanspruch bei tatsächlicher oder rechtlicher Ungewissheit über Bestand und Umfang des Anspruchs - Kein Erfordernis der Zustimmung der Hauptversammlung - Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Aufrechnungsvereinbarung über Ansprüche, die § 66 Abs. 1 AktG unterfallen - Zur Verjährung des Differenzhaftungsanspruchs
    Ak­tG §§ 9, 36a Abs. 2, § 66 Abs. 1, §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1
    a) Der ge­setz­li­che Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch be­steht bei der Ak­ti­en­ge­sell­schaft auch, so­weit der Wert der Sach­ein­la­ge zwar den ge­ring­sten Aus­ga­be­be­trag (§ 9 Abs. 1 Ak­tG), aber nicht das Auf­geld (§ 9 Abs. 2 Ak­tG) deckt.
    b) Ein Ver­gleich über den Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch ist grds. zulässig und be­darf nicht der Zu­stim­mung der Haupt­ver­samm­lung....
    DB vom 06.01.2012 , Heft 01 , DB0464196 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Ka­pi­tal­an­le­ger-Mu­ster­ver­fah­ren: Zur Bin­dungs­wir­kung ei­nes wei­te­ren Vor­la­ge­be­schlus­ses

    Keine Bindungswirkung eines Vorlagebeschlusses, wenn in Musterverfahren bereits ein Vorlagebeschluss mit identischem Feststellungsziel ergangen ist
    Ka­pMuG § 4 Abs. 1 Satz 2 Hs. 2, § 5
    Die Bin­dungs­wir­kung des Vor­la­ge­be­schlus­ses für das OLG be­steht nicht, wenn das Pro­zess­ge­richt i. S. des § 4 Abs. 1 Satz 1 Ka­pMuG in dem­sel­ben Mu­ster­ver­fah­ren be­reits zu­vor ei­nen Vor­la­ge­be­schluss mit iden­ti­schem Fest­stel­lungs­ziel er­las­sen hat. In die­sem Fall steht die Sperr­wir­kung des § 5 Ka­pMuG dem Er­lass ei­nes wei­te­ren Vor­la­ge­be­schlus­ses ent­ge­gen.
    (BGH-Be­schluss...
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0466132 weiterlesen
  • Kapitalmarktrecht

    Kein An­spruch der Ak­ti­onäre ei­ner Ziel­ge­sell­schaft auf Ein­schrei­ten der BaFin ge­gen Bie­ter auf­grund des Wert­pa­pierüber­nah­me­ge­set­zes

    Begehren eines Aktionärs der Zielgesellschaft gegenüber BaFin, Gestattungsbescheid aufzuheben und die Abgabe eines Pflichtangebots seitens des Bieters anzuordnen - Keine Antrags- bzw. Beschwerdebefugnis des Aktionärs - Keine drittschützende Wirkung der Vorschriften des WpÜG
    WpÜG §§ 4 Abs. 2, 15 Abs. 1, 35, 38, 48, 51, Art. 14 GG; EU-Über­nah­me­richt­li­nie Art. 4, 5 und 8
    Auch nach In­kraft­tre­ten der EU-Über­nah­me­richt­li­nie und des Über­nah­me­richt­li­nie-Um­set­zungs­ge­set­zes ver­mit­teln die Vor­schrif­ten des WpÜG nach des­sen § 4 Abs. 2 den Ak­ti­onären der Ziel­ge­sell­schaft grundsätz­lich kei­nen Dritt­schutz zur Er­zwin­gung ei­nes behörd­li­chen Ein­schrei­tens der BaFin ge­gen ei­nen Bie­ter....
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0466068 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Er­stat­tungs­an­spruch ge­gen Ge­sell­schaf­ter nach Til­gung ei­ner dop­pelt­be­si­cher­ten Ge­sell­schafts­schuld durch Ver­wer­tung der Ge­sell­schafts­si­cher­heit im In­sol­venz­ver­fah­ren

    Besicherung der Darlehensschuld einer GmbH durch Gesellschaft und Gesellschafter - Verwertung der Gesellschaftssicherheit zur Tilgung der Darlehensforderung im Insolvenzverfahren - Erstattungsanspruch des Insolvenzverwalters gegen den Gesellschafter gem. § 143 Abs. 3 InsO analog
    In­sO § 44a, 135 Abs. 2, § 143 Abs. 3, § 147
    Wird die am Ge­sell­schafts­vermögen und am Vermögen ei­nes Ge­sell­schaf­ters ge­si­cher­te For­de­rung ei­nes Dar­le­hensgläubi­gers nach der Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens über das Vermögen der Ge­sell­schaft durch Ver­wer­tung der Ge­sell­schafts­si­cher­heit be­frie­digt, ist der Ge­sell­schaf­ter zur Er­stat­tung des an den Gläubi­ger aus­ge­kehr­ten Be­tra­ges zur In­sol­venz­mas­se...
    DB vom 16.12.2011 , Heft 50 , DB0463445 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Zur Verjährung des Aus­kunfts­an­spruchs gem. § 666 Va­ri­an­te 2 BGB des Treu­ge­bers ge­gen den Treuhänder ei­nes Gm­bH-An­teils

    Beginn der dreijährigen Verjährungsfrist erst mit Geltendmachung des Auskunftsanspruchs durch den Gläubiger - Kein Beginn der Verjährung vor Beendigung des Auftragsverhältnisses
    BGB §§ 195, 199, 666 Va­ri­an­te 2
    Der Aus­kunfts­an­spruch gem. § 666 Va­ri­an­te 2 BGB be­gründet ei­ne aus dem Auf­trags­verhält­nis fol­gen­de un­selbstständi­ge Ne­ben­pflicht und verjährt grundsätz­lich nicht vor des­sen Be­en­di­gung.
    (BGH-Ur­teil vom 1.12.2011 - III ZR 71/11)
    Der Kläger nimmt, so­weit im drit­ten Rechts­zug noch von In­ter­es­se, den Be­klag­ten im We­ge der Stu­fen­kla­ge zunächst auf Aus­kunft über...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0463677 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Kündi­gung ei­ner Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung durch In­sol­venz­ver­wal­ter zur Be­an­spru­chung des Rück­kaufs­werts

    Keine Bindung des Insolvenzverwalters an einen vereinbarten Kündigungsausschluss - Private Lebensversicherung als Bestandteil der Insolvenzmasse, soweit sie keinen besonderen Pfändungsschutzvorschriften unterfällt
    In­sO § 103; ZPO § 851 Abs. 2; VVG § 165 Abs. 3 Satz 1 a. F., § 176 Abs. 1 a. F.
    a) Der In­sol­venz­ver­wal­ter oder Treuhänder muss die in die In­sol­venz­mas­se fal­len­de Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung kündi­gen, wenn er den Rück­kaufs­wert für die Mas­se be­an­spru­chen will.
    b) Der In­sol­venz­ver­wal­ter oder Treuhänder kann die Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung kündi­gen, auch wenn der Schuld­ner mit dem Ver­si­che­rer nach...
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0463802 weiterlesen
  • Insolvenzrecht / Bankrecht

    Zur kon­klu­den­ten Ge­neh­mi­gung ei­ner Last­schrift­bu­chung im Ein­zugs­ermächti­gungs­ver­fah­ren

    Voraussetzungen für konkludente Genehmigung im unternehmerischen Geschäftsverkehr - Genehmigung ist vor Ablauf der Sechs-Wochen-Frist für Einwendungen gem. Nr. 7 Abs. 3 Satz 1 AGB möglich - Überlegungsfrist des Kontoinhabers von 2 Wochen ab Zugang des Kontoauszuges im Falle regelmäßig wiederkehrender Lastschriften von Sozialversicherungsbeiträgen innerhalb einer Schwankungsbreite bereits zuvor genehmigter Buchungen
    In­sO § 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; BGB § 684 Satz 2, § 133
    Er­hebt der Schuld­ner ge­gen die Ein­zie­hung ei­nes wie­der­keh­ren­den So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trags in­ner­halb ei­ner Über­le­gungs­frist von vier­zehn Ta­gen ab Zu­gang des Kon­to­aus­zugs, der die Ab­bu­chung aus­weist, kei­ne Ein­wen­dun­gen, kann die Zahl­stel­le da­von aus­ge­hen, dass die Last­schrift ge­neh­migt ist.
    (BGH-Ur­teil vom 1.12.2011 - IX ZR 58/11)
    ...
    DB vom 27.01.2012 , Heft 04 , DB0465078 weiterlesen
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