Zu Ansprüchen gegen Gesellschafter-Geschäftführer wegen existenzvernichtenden Eingriffs und Verstoßes gegen Kapitalerhaltungsgebot
Zu den Voraussetzungen eines existenzvernichtenden Eingriffs in der Liquidation der Gesellschaft - Prüfung, ob durch Ausschüttungen an die Gesellschafter eine Unterbilanz entstand oder vertieft wurde - Bilanzielle Berücksichtung von Darlehensrückzahlungsansprüchen gegen die Gesellschafter - Kein Erlöschen des Anspruchs gem. §§ 31 Abs. 1, 43 Abs. 3 GmbHG durch anderweitiges Wiederherstellen des Gesellschaftsvermögens bis zur Höhe der Stammkapitalziffer - § 43a GmbHG stellt nur auf eine Unterbilanz im Zeitpunkt der Darlehensvergabe ab
BGB § 826; GmbHG § 30 Abs. 1, § 31 Abs. 1, § 43 Abs. 2, 3, §§ 43a, 70, 73 Abs. 1
a) Veräußern die Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH in der Liquidation das Gesellschaftsvermögen an eine Gesellschaft, die von ihnen abhängig ist, kann darin nur dann ein existenzvernichtender Eingriff liegen, wenn die Vermögensgegenstände unter Wert übertragen werden.
b) Führt eine Ausschüttung an den...