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BETRIEBSWIRTSCHAFT
IFRS

DB0529513

Be­wer­tungs­pa­ra­me­ter für Ver­sor­gungs­zu­sa­gen im in­ter­na­tio­na­len und deut­schen Jah­res­ab­schluss 2012/2013

In dem Beitrag wird gezeigt, dass sich die Parameter zur Bewertung von Versorgungsverpflichtungen in den nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Konzernabschlüssen mit Ausnahme des Zinses im Vergleich zum Vorjahr so gut wie nicht ändern werden, was auf der kaum zu korrigierenden Trendannahme zum Gehaltsniveau und zur Entwicklung des Verbraucherpreisindexes beruht. Das Zinsniveau ist jedoch stark gesunken und wird deshalb zu stark steigenden Verpflichtungswerten führen. Hingegen bedingen die Zins-, Rentenanpassungs- und Lohntrendparameter für die Handelsbilanz kaum signifikante Erhöhungen des Wertes der Versorgungsverpflichtungen.

Gliederung

I.Einleitung
II.Bewertung im internationalen Jahresabschluss (IFRS/US-GAAP)
 1.Die Methode der Zinsermittlung
 2.Voraussichtliche Zinssätze zum 31. 12. 2012
 3.Inflationsraten und Einkommen- bzw. Rententrends
 4.Auswirkungen der Parameteränderungen auf die Ergebnisse
 5.Änderungen wegen IAS 19 (revised 2011)
III.Bewertung für die deutsche Handelsbilanz nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
 1.Voraussichtlicher Zinssatz zum 31. 12. 2012
 2.Auswirkungen auf die Ergebnisse
IV.Zusammenfassung

Einleitung

Viele Bilanzverantwortliche stehen derzeit wieder vor der, durch die Euro-Schuldenkrise weiter erschwerten Aufgabe, die (vorläufigen) Bewertungsannahmen für den Bilanzstichtag Ende 2012 festlegen zu müssen. Aufgrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten ist nunmehr schon seit 2008 eine sehr hohe Volatilität der Zinsen zu beobachten. Zusätzlich hat sich in 2012 eine "Erosion" der bisher üblichen Datenbasis eingestellt. Insgesamt wird das Zinsniveau voraussichtlich deutlich niedriger als letztes Jahr liegen, was wiederum einen starken Anstieg der nach IFRS bzw. US-GAAP bewerteten Verpflichtungen nach sich zieht.

Für die deutsche Handelsbilanz ist dagegen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) der Rechnungszins gesetzlich vorgegeben. Die dabei anzuwendende Durchschnittsbildung aus dem Zinsniveau der letzten sieben Jahre vermeidet hohe Zinsdiskrepanzen zum Vorjahr und eliminiert daher die vorab geschilderten Unwägbarkeiten bei der Zinsbestimmung nach IFRS bzw. US-GAAP.

Neben dem Rechnungszins sind sowohl für den deutschen Jahresabschluss nach BilMoG als auch für den Konzernabschluss nach IFRS/US-GAAP geschätzte künftige Gehalts- und Rentensteigerungen bei der Bewertung der Versorgungsverpflichtungen zu beachten, wenn sie die Höhe der Versorgung beeinflussen können.

Für die künftigen Gehaltstrends ergeben sich keine Überraschungen, da sich die beobachteten Gehaltssteigerungen im Rahmen der erwarteten Bandbreiten halten.

Bei den Rententrends wird sich auf Basis der offiziellen Inflationseinschätzung (z. B. EZB-Prognose) ebenfalls wenig ändern, auch wenn ein Anstieg der Inflation im langfristigen Bereich allgemein befürchtet wird.

Einmal mehr will dieser Beitrag einen Blick auf die voraussichtlichen Verhältnisse am Jahresende wagen. Bei allen damit heute noch verbundenen Unwägbarkeiten fordert die Praxis diese Unterstützung, um den Prozess der Festlegung der Bewertungsannahmen rechtzeitig einzuleiten. Dass die gefundenen Werte bis zum Stichtag überwacht werden müssen, versteht sich angesichts des Umfeldes von selbst.


Informationen zu den Autoren

Prof. Dr. Reinhold Höfer ist Verfasser eines Standard-Kommentars zum Steuer-, Abgaben- und Rechnungslegungsrecht der betrieblichen Altersversorgung.

Hans-Georg Früh und Günter Neumeier sind Prokuristen der Mercer Deutschland GmbH.


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