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  • Zur Zulässig­keit der Rechts­be­ra­tung durch Fi­nanz­dienst­lei­stungs­un­ter­neh­men im Rah­men ei­ner Um­schul­dung

    UWG § 4 Nr. 11; RDG § 5 Abs. 1
    Ein Fi­nanz­dienst­lei­stungs­un­ter­neh­men, das Kun­den bei der Um­schul­dung be­ste­hen­der Ver­bind­lich­kei­ten berät, darf die recht­li­che Be­ra­tung zur vor­zei­ti­gen Be­en­di­gung von Dar­le­hens­verträgen gem. § 490 Abs. 2 BGB als Ne­ben­lei­stung i. S. von § 5 Abs. 1 RDG nur durchführen, wenn der Sach­ver­halt ei­nem an­er­kann­ten Kündi­gungs­tat­be­stand zu­zu­ord­nen ist.
    (BGH-Ur­teil vom 6.10.2011 - I ZR 54/10)
    Die Kläge­rin...
    DB vom 24.02.2012 , Heft 08 , DB0467063 weiterlesen
  • Wett­be­werbs­recht­lich un­zulässi­ges Zu­sen­den nicht be­stell­ter Wa­re

    Das Zusenden unbestellter Ware und deren Ankündigung ist regelmäßig eine unzumutbare Belästigung i. S. des § 7 Abs. 1 Satz 1 UWG - Haftung des Vertreibers von Zeitschriftenabonnements nach § 8 Abs. 2 UWG für die von ihm unmittelbar oder mittelbar eingesetzten Zeitschriftenwerber
    UWG An­hang zu § 3 Abs. 3 Nr. 29, § 7 Abs. 1 Satz 1, § 8 Abs. 2 - Auf­trags­bestäti­gung
    a) Nr. 29 des An­hangs zu § 3 Abs. 3 UWG er­fasst auch die Ankündi­gung ei­ner fort­lau­fen­den Lie­fe­rung von Wa­ren, bei der ei­ne un­be­stell­te, aber als be­stellt dar­ge­stell­te Wa­re zu­ge­sandt und, falls der Ver­brau­cher nicht bin­nen ei­ner Frist wi­der­spricht, de­ren Zu­sen­dung ge­gen Ent­gelt fort­ge­setzt wird.
    b) Das Zu­sen­den...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0462427 weiterlesen
  • Zur wett­be­werbs­recht­li­chen Zulässig­keit der Be­zeich­nung "zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker"

    Fehlvorstellung eines Durchschnittsverbrauchers über die praktischen Erfahrungen eines Rechtsanwalts auf dem Gebiet der Testamentsvollstreckung aufgrund des Gebrauchs der Bezeichnung "Zertifizierter Testamentsvollstrecker"
    UWG § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, §§ 3, 4 Nr. 11; BRAO § 43b; BORA § 6 - Zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker
    Der Ver­kehr er­war­tet von ei­nem Rechts­an­walt, der sich als "zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker" be­zeich­net, dass er nicht nur über be­son­de­re Kennt­nis­se, son­dern auch über prak­ti­sche Er­fah­run­gen auf dem Ge­biet der Te­sta­ments­voll­streckung verfügt.
    (BGH-Ur­teil vom 9.6.2011 - I ZR 113/10)
    ...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0463311 weiterlesen
  • Wett­be­werbs­recht­li­che An­for­de­run­gen an Wer­bung mit ei­ner Ga­ran­tie

    Werbung eines Unternehmers für den Verkauf eines Verbrauchsguts - Begriff der Garantieerklärung i. S. des § 477 Abs. 1 Satz 1 BGB - Beachtung der Anforderungen des § 477 Abs. 1 Satz 1 BGB nur beim Abschluss eines Kaufvertrages oder eines eigenständigen Garantievertrages
    UWG § 4 Nr. 11; BGB § 477 Abs. 1; RL 1999/44/EG Art. 6 Abs. 1 und 2
    a) Un­ter den Be­griff der Ga­ran­tie­erklärung i. S. des § 477 Abs. 1 Satz 1 BGB fällt nur die zum Ab­schluss ei­nes Kauf­ver­tra­ges oder ei­nes ei­genständi­gen Ga­ran­tie­ver­tra­ges führen­de Wil­lens­erklärung, nicht da­ge­gen die Wer­bung, mit der ei­ne Ga­ran­tie im Zu­sam­men­hang mit Ver­kaufs­an­ge­bo­ten noch nicht rechts­ver­bind­lich ver­spro­chen wird,...
    DB vom 03.06.2011 , Heft 22 , DB0421942 weiterlesen
  • Wett­be­werbs­recht­lich zulässi­ges, un­auf­ge­for­der­tes Über­sen­den ei­ner auf den Na­men des Empfängers aus­ge­stell­ten Kre­dit­kar­te

    Keine unzumutbare Belästigung i. S. von § 7 Abs. 1 UWG bei deutlichem Hinweis auf Einsetzbarkeit der übersandten Kreditkarte erst nach gesonderter Erklärung und keine Rücksendung der Karte erforderlich
    UWG § 4 Nr. 1 bis Nr. 3, §§ 5, 7 Abs. 1
    Die ein­ma­li­ge un­auf­ge­for­der­te Über­sen­dung ei­ner be­reits auf den Na­men des Empfängers aus­ge­stell­ten Kre­dit­kar­te durch ein Bank­un­ter­neh­men an sei­ne Kun­den stellt kei­ne un­zu­mut­ba­re Belästi­gung i. S. von § 7 Abs. 1 UWG dar, wenn der Empfänger er­kennt, dass er ei­ne ge­son­der­te Erklärung ab­ge­ben muss, um die Kre­dit­kar­te ver­wen­den zu können, und dass er - wenn er...
    DB vom 28.10.2011 , Heft 43 , DB0423928 weiterlesen
  • An­for­de­run­gen an den Nach­weis der Ein­wil­li­gung des Ver­brau­chers in Te­le­fon­wer­bung

    Kein Nachweis des Einverständnisses des Verbrauchers mit Werbeanrufen durch eine Bestätigungsmail im elektronischen Double-opt-in-Verfahren - Darlegungslast des Verbrauchers für die Nichtabgabe der unter einer E-Mail-Adresse abgesandten Einwilligung in E-Mail-Werbung
    UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2 - Dou­ble-opt-in-Ver­fah­ren
    a) Die Re­ge­lung des § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG, wo­nach Te­le­fon­wer­bung ge­genüber Ver­brau­chern ge­ne­rell nur nach de­ren vor­he­ri­ger aus­drück­li­cher Ein­wil­li­gung zulässig ist (sog. "opt-in"), steht mit dem Uni­ons­recht im Ein­klang.
    b) Für den Nach­weis des Ein­verständ­nis­ses ist es er­for­der­lich, dass der Wer­ben­de die kon­kre­te Ein­verständ­nis­erklärung je­des ein­zel­nen...
    DB vom 19.08.2011 , Heft 33 , DB0426877 weiterlesen
  • Wett­be­werbs­recht­li­che An­for­de­run­gen an ei­ne Wer­be­an­zei­ge ei­nes Lohn­steu­er­hil­fe­ver­eins in Ta­ges­zei­tung

    Keine Pflicht eines Lohnsteuerhilfevereins zum Hinweis auf das Mitgliedschaftserfordernis und seine eingeschränkte Beratungsbefugnis
    UWG § 5; StBerG § 4 Nr. 11 - Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ein Preußen
    Ein Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ein, der in ei­ner Wer­be­an­zei­ge al­lein auf sein Be­ste­hen hin­weist, muss nicht zu­gleich erklären, dass ei­ne Be­ra­tung nur im Rah­men ei­ner Mit­glied­schaft bei ihm möglich und er auch le­dig­lich in ein­ge­schränk­tem Um­fang zur geschäftsmäßigen Hil­fe­lei­stung in Steu­er­sa­chen be­fugt ist.
    (BGH-Ur­teil vom 14.10.2010 - I ZR...
    DB vom 29.04.2011 , Heft 17 , DB0414885 weiterlesen
  • Kein Schutz der Ver­trau­lich­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Syn­di­kus­an­walt und Un­ter­neh­men

    Sichtung von unternehmensinterner Korrespondenz mit Syndikusanwalt durch EU-Kommission im Zuge der Ermittlungen wegen wettbewerbswidriger Praktiken - Unabhängigkeit des Anwalts als Voraussetzung für Schutz der Vertraulichkeit der Kommunikation mit Mandant - Keine berufliche Unabhängigkeit des Syndikusanwalts von seinem Arbeitgeber

    (EuGH-Ur­teil vom 14.9.2010 - Rs. C-550/07 P)
    Mit ih­rem Rechts­mit­tel be­an­tra­gen die Ak­zo No­bel Che­mi­cals Ltd (im Fol­gen­den: Ak­zo) und die Ak­cros Che­mi­cals Ltd (im Fol­gen­den: Ak­cros) die Auf­he­bung des Ur­teils des EuG vom 17. 9. 2007, Ak­zo No­bel Che­mi­cals und Ak­cros Che­mi­cals/Kom­mis­si­on (T-125/03 und T-253/03, im Fol­gen­den: an­ge­foch­te­nes Ur­teil), in­so­weit, als das Ge­richt den An­trag auf Schutz...
    DB vom 08.10.2010 , Heft 40 , DB0390091 weiterlesen
  • Pflicht zur An­ga­be von End­prei­sen bei ob­jek­tiv an All­ge­mein­heit ge­rich­te­ter Wer­bung

    Relevanz des Wettbewerbsverstoßes bei auf Händler beschränkter Verkaufsabsicht - Spürbarkeit der Beeinträchtigung von Verbraucherinteressen
    PAn­gV § 1 Abs. 1 Satz 1; UWG § 4 Nr. 11, § 5a Abs. 2 - Preis­wer­bung oh­ne Um­satz­steu­er
    a) Wer in ei­ner an die All­ge­mein­heit ge­rich­te­ten Wer­bung Prei­se für die von ihm be­wor­be­nen Ge­braucht­fahr­zeu­ge nennt, muss den End­preis i. S. von § 1 Abs. 1 Satz 1 PAn­gV an­ge­ben. Er kann sich nicht dar­auf be­ru­fen, dass er mit pri­va­ten Letzt­ver­brau­chern kei­ne Verträge schließt und des­halb die Vor­schrif­ten der Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung...
    DB vom 19.11.2010 , Heft 46 , DB0394356 weiterlesen
  • Zulässi­ge Wer­bung mit der An­ga­be "Nur heu­te Haus­halts­großgeräte oh­ne 19% Mehr­wert­steu­er"

    Anforderungen an eine unangemessene unsachliche Beeinflussung der Verbraucher - Rationale Kaufentscheidung bei zeitlicher Begrenzung auch ohne vollständigen Preisvergleich möglich
    UWG (2004) §§ 3, 4 Nr. 1 - Oh­ne 19% Mehr­wert­steu­er
    Ei­ne Wer­bung mit der An­ga­be "Nur heu­te Haus­halts­großgeräte oh­ne 19% Mehr­wert­steu­er" be­ein­flusst Ver­brau­cher auch dann nicht in un­an­ge­mes­se­ner und un­sach­li­cher Wei­se i. S. von §§ 3, 4 Nr. 1 UWG bei ih­rer Kauf­ent­schei­dung, wenn die Wer­bung erst am Tag des in Aus­sicht ge­stell­ten Ra­bat­tes er­scheint.
    (BGH-Ur­teil vom 31.3.2010 - I ZR 75/08)
    ...
    DB vom 24.09.2010 , Heft 38 , DB0364462 weiterlesen
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