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  • Zum Aus­schluss des Stimm­rechts von Ge­sell­schaf­tern ei­ner GbR

    Stimmrechtsausschluss eines Gesellschafters wegen Interessenkollision - Befangenheit eines Gesellschafters der Gesellschafterin einer GbR bewirkt Stimmrechtsverbot nur, falls dieser das Abstimmungsverhalten der GbR-Gesellschafterin maßgeblich beeinflussen kann - Stimmrechtsausschluss eines Gesellschafter-Geschäftsführers, wenn Beschlussgegenstand gemeinsam begangene Pflichtwidrigkeit des ehemaligen Mitgeschäftsführers betrifft - Zum Stimmrechtsausschluss eines Gesellschafters bei Geschäften mit der Gesellschaft - Zur Erstreckung des Stimmrechtsverbots falls Gesellschafter Organmitglied des Vertragspartners ist
    BGB § 712 Abs. 1, §§ 715, 737 Satz 2; Gm­bHG § 47 Abs. 4
    a) Ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Ge­sell­schaf­te­rin ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts ist grundsätz­lich nicht von der Be­schluss­fas­sung über die Ein­ho­lung ei­nes Rechts­gut­ach­tens zur Prüfung von Scha­dens­er­satz­ansprüchen ge­gen ih­ren nicht an der Geschäftsführung be­tei­lig­ten Kom­man­di­ti­sten aus­ge­schlos­sen, auch wenn die­ser mit 94% an ih­rem Ka­pi­tal be­tei­ligt und zu 50% stimm­be­rech­tigt ist.
    b) Ein...
    DB vom 11.05.2012 , Heft 19 , DB0474095 weiterlesen
  • Zur Haf­tung ei­nes aus­ge­schie­de­nen Ge­sell­schaf­ters für die Be­rei­che­rungs­schuld der Ge­sell­schaft im Fal­le der Dop­pel­zah­lung ei­nes Gläubi­gers

    Haftung der ausgeschiedenen Gesellschafterin als Scheingesellschafterin - Zumutbare Maßnahmen zur Zerstörung des gesetzten Rechtsscheins
    BGB §§ 705, 736 Abs. 2
    a) Er­bringt der Schuld­ner ver­se­hent­lich ei­ne wei­te­re Zah­lung auf sei­ne ge­genüber ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts be­gründe­te Schuld, ob­wohl er die­se be­reits durch ei­ne frühe­re Zah­lung ge­tilgt hat, so haf­tet ein Ge­sell­schaf­ter, der nach dem Ab­schluss des die Zah­lungs­pflicht be­gründen­den Ver­tra­ges, aber vor der ver­se­hent­li­chen Dop­pel­zah­lung aus der Ge­sell­schaft aus­ge­schie­den...
    DB vom 17.02.2012 , Heft 07 , DB0466693 weiterlesen
  • Zu­wen­dung von Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Geschäfts­an­tei­len durch Schen­kung un­ter Le­ben­den auf den To­des­fall

    Schenkung unter Lebenden aufschiebend bedingt durch Tod des Schenkers - Rechtsgeschäft unter Lebenden nur, wenn Schenkung bereits zu Lebzeiten vollzogen wurde - Vollzug der Schenkung durch Abschluss des Gesellschaftsvertrages in notarieller Urkunde, wenn dem Unterbeteiligten auch mitgliedschaftliche Rechte eingeräumt werden - Einräumung einer unentziehbaren Anwartschaft, die sich bei Eintritt der Bedingung zwangsläufig zu einem Vollrecht entwickelt
    BGB §§ 518, 705, 2301
    Die un­ent­gelt­li­che Zu­wen­dung ei­ner durch den Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­tra­ges ent­ste­hen­den Un­ter­be­tei­li­gung, mit der dem Un­ter­be­tei­lig­ten über ei­ne schuld­recht­li­che Mit­be­rech­ti­gung an den Vermögens­rech­ten des dem Haupt­be­tei­lig­ten zu­ste­hen­den Ge­sell­schafts­an­teils hin­aus mit­glied­schaft­li­che Rech­te in der Un­ter­be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft ein­geräumt wer­den, ist mit dem Ab­schluss...
    DB vom 17.02.2012 , Heft 07 , DB0466766 weiterlesen
  • An­for­de­run­gen an Kündi­gung ei­nes mit ei­ner GbR ab­ge­schlos­se­nen Miet­ver­trags

    BGB §§ 542 Abs. 1, 709 Abs. 1, 714; DDR:ZGB § 266; Schul­dRAn­pG §§ 1 Abs. 1 Nr. 1, 6 Abs. 1
    a) Zur Rechts­na­tur ei­ner Ga­ra­gen­ge­mein­schaft nach § 266 ZGB-DDR.
    b) Für die Kündi­gung ei­nes mit ei­ner Außen-GbR ab­ge­schlos­se­nen Miet­ver­tra­ges genügt es, wenn sich aus der Kündi­gungs­erklärung ent­neh­men lässt, dass das Miet­verhält­nis mit der Ge­sell­schaft gekündigt wer­den soll und die Kündi­gung ei­nem ver­tre­tungs­be­rech­tig­ten...
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0464539 weiterlesen
  • Kei­ne Haf­tung ei­ner So­zietät für Ver­bind­lich­keit ei­nes Gründungs­ge­sell­schaf­ters

    Keine Haftungsübernahme aufgrund des Gründungsvertrages - Kein Haftungsübergang gem. § 28 HGB analog - Keine Haftung der Sozietät nach Rechtsscheingrundsätzen
    BGB § 675; HGB § 130
    Bringt ein Rechts­an­walt sei­ne Ein­zel­kanz­lei in ei­ne Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts ein, haf­tet die Ge­sell­schaft auch dann nicht für ei­ne im Be­trieb des bis­he­ri­gen Ein­zel­an­walts be­gründe­te Ver­bind­lich­keit, wenn die­ser im Rechts­ver­kehr den An­schein ei­ner So­zietät ge­setzt hat­te.
    (BGH-Ur­teil vom 17.11.2011 - IX ZR 161/09)
    Die Kläge­rin und ihr Ehe­mann such­ten am 3. 11....
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0464113 weiterlesen
  • Li­qui­da­ti­on ei­ner Pu­bli­kums-GbR: Fest­stel­lung der Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz und An­wei­sung an Li­qui­da­tor, Nachschüsse ein­zu­for­dern, durch ein­fa­chen Mehr­heits­be­schluss

    Gesellschaftsvertragliche Ersetzung des Einstimmigkeitserfordernisses durch Mehrheitsprinzip - Für nachträgliche Erhöhung der Beitragspflicht i. S. von § 707 BGB erforderliche qualifizierte Legitimationsgrundlage im Gesellschaftsvertrag ist für Beschlussfassung über Auseinandersetzungsbilanz nicht erforderlich - Berücksichtigung des Ausfalls einiger Gesellschafter bei Festlegung der Nachschussforderungen - Verpflichtung der Einstellung der zu unselbstständigen Rechnungsposten gewordenen, auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhenden Ansprüche der Gesellschafter untereinander und gegen die Gesellschaft
    BGB §§ 705, 730, 733, 735; HGB §§ 110, 128
    a) Bei ei­ner Pu­bli­kums­ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts sind in die von den Ab­wick­lern zu er­stel­len­de Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz auch oh­ne be­son­de­re Re­ge­lung im Ge­sell­schafts­ver­trag die zu un­selbstständi­gen Rech­nungs­po­sten ge­wor­de­nen, auf dem Ge­sell­schafts­verhält­nis be­ru­hen­den Ansprüche un­ter­ein­an­der und ge­gen die Ge­sell­schaft ein­zu­stel­len; auf die­ser Grund­la­ge...
    DB vom 16.03.2012 , Heft 11 , DB0469186 weiterlesen
  • Li­qui­da­ti­on ei­ner Pu­bli­kums-GbR: Fest­stel­lung der Li­qui­da­ti­ons­bi­lanz und Ein­for­dern von Nachschüssen der Ge­sell­schaf­ter durch ein­fa­chen Mehr­heits­be­schluss

    Gesellschaftsvertrag schließt gesetzliche Verlustausgleichspflicht gem. § 735 Satz 1 und 2 BGB nicht aus - Quotale Beschränkung der Gesellschafterhaftung im Außenverhältnis für Verlustausgleichshaftung im Innenverhältnis ohne Bedeutung - Zulässige Berücksichtigung einer Ausfallquote von 20% der Gesellschafter bei Festsetzung der Höhe der Nachforderungen
    BGB §§ 705, 735; HGB §§ 110, 128
    Ver­langt der Ge­sell­schafts­ver­trag ei­ner Pu­bli­kums­ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts für die Fest­stel­lung der Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz als Grund­la­ge der Ver­lust­aus­gleichs­pflicht nach Auflösung der Ge­sell­schaft kei­ne qua­li­fi­zier­te Mehr­heit, ist ein mit ein­fa­cher Mehr­heit ge­fass­ter Be­schluss von ei­ner ge­sell­schafts­ver­trag­li­chen Klau­sel ge­deckt, nach der Be­schlüsse grundsätz­lich...
    DB vom 23.03.2012 , Heft 12 , DB0469191 weiterlesen
  • Stel­lung ei­nes Treu­ge­bers als un­mit­tel­ba­rer Ge­sell­schaf­ter in der Li­qui­da­ti­on ei­ner Pu­bli­kums­ge­sell­schaft auf­grund ge­sell­schafts- und treu­hand­ver­trag­li­cher Re­ge­lun­gen

    Haftung eines Anlegers gegenüber einer Publikumsgesellschaft (geschlossener Immobilienfonds) für Liquidationsfehlbetrag - Zur Wirksamkeit der Abtretung des Freistellungsanspruchs der Treuhänderin gegen die Treugeber an die Gesellschaft
    BGB § 735; HGB § 105
    Ist - wie bei Pu­bli­kums­ge­sell­schaf­ten häufig - die mit­tel­ba­re Be­tei­li­gung erst noch zu wer­ben­der An­le­ger und da­mit ei­ne Ver­zah­nung von Ge­sell­schaft und Treu­hand im Ge­sell­schafts­ver­trag von vorn­her­ein vor­ge­se­hen und sind im Hin­blick dar­auf be­stimm­te Rech­te und Pflich­ten der An­le­ger schon im Ge­sell­schafts­ver­trag ge­re­gelt, hat der Treu­ge­ber im In­nen­verhält­nis die Stel­lung ei­nes...
    DB vom 02.12.2011 , Heft 48 , DB0462430 weiterlesen
  • Haf­tung ei­nes Be­vollmächtig­ten we­gen ei­nes Voll­machts­miss­brauchs bei Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags

    Missbrauch einer Generalvollmacht bei Abschluss eines Gesellschaftsvertrags - Keine Anwendung der Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft - Vorliegen einer Scheingesellschaft
    BGB § 826
    a) Ein Be­vollmächtig­ter kann aus § 826 BGB haf­ten, wenn er bei Er­rich­tung ei­ner Ge­sell­schaft die ihm er­teil­te Ge­ne­ral­voll­macht miss­braucht.
    b) Ei­ne feh­ler­haf­te Ge­sell­schaft setzt auf den Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags ge­rich­te­te Wil­lens­erklärun­gen zwi­schen den Be­tei­lig­ten vor­aus. Die­se lie­gen grundsätz­lich nicht vor, wenn ein Mit­ge­sell­schaf­ter die ihm er­teil­te Voll­macht über­schrei­tet....
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459850 weiterlesen
  • Fort­be­stand ei­ner Pro­ku­ra bei der Auflösung ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft

    HGB § 52
    Die Auflösung ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft führt nicht zum Erlöschen ei­ner er­teil­ten Pro­ku­ra.
    (OLG München, Be­schluss vom 9.8.2011 - 31 Wx 314/11)
    Die Auflösung der Kom­man­dit­ge­sell­schaft führt nicht zum Erlöschen der be­ste­hen­den Pro­ku­ra. Das Re­gi­ster­ge­richt konn­te schon des­halb die Ein­tra­gung der Auflösung der Ge­sell­schaft nicht da­von abhängig ma­chen, dass auch das Erlöschen der...
    DB vom 02.12.2011 , Heft 48 , DB0457617 weiterlesen
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