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  • Kei­ne Ände­rung der Be­din­gun­gen vor dem In­kraft­tre­ten des SchVG 2009 be­ge­be­ner An­lei­hen ausländi­scher Emit­ten­ten durch Mehr­heits­be­schluss

    Änderung der Anleihebedingungen von Schuldverschreibungen, die vor dem 5. 8. 2009 ausgegeben wurden, durch Mehrheitsbeschluss gem. § 24 Abs. 2 SchVG ausschließlich für Schuldverschreibungen möglich, die bereits nach dem SchVG 1899 einem Mehrheitsbeschluss zugänglich waren - Auslegung von § 24 Abs. 2 SchVG
    AEUV Art. 63 Abs. 1; Ak­tG § 246a; GG Art. 9 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1; SchVG 2009 § 1 Abs. 1, § 4, § 5 Abs. 4, § 20, § 24 Abs. 2
    Gläubi­ger ei­ner vor dem 5. 8. 2009 im Aus­land aus­ge­ge­be­nen Schuld­ver­schrei­bung, die nach deut­schem Recht be­ge­ben sind, können nicht durch Mehr­heits­ent­schei­dung ei­ne Ände­rung der An­lei­he­be­din­gun­gen her­beiführen, die ih­re Schuld­ver­schrei­bun­gen dem SchVG 2009 un­ter­stellt ("Opt-in")....
    DB vom 20.04.2012 , Heft 16 , DB0470516 weiterlesen
  • Zur Ad-hoc-Pu­bli­zitäts­pflicht bezüglich ein­zel­ner Tat­sa­chen­in­for­ma­tio­nen bei zeit­lich ge­streck­tem Vor­gang

    Verwirklichung eines Umstandes oder Ereignisses über mehrere Zwischenschritte - Tatsacheninformationen über Zwischenschritte können als Insider-Information angesehen werden - Definition des Begriffs Insider-Information - Ausdruck "hinreichende Wahrscheinlichkeit" i. S. von Art. 1 Abs. 1 der RL 2003/124/EG verlangt nicht hohe oder überwiegende Wahrscheinlichkeit - Verhältnis von Kursbeeinflussungspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit
    RL 2003/6/EG Art. 1 Abs. 1 Un­ter­abs. 1; RL 2003/124/EG Art. 1 Abs. 1
    1. Art. 1 Abs. 1 Un­ter­abs. 1 der RL 2003/6/EG des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes vom 28. 1. 2003 über In­si­der-Geschäfte und Markt­ma­ni­pu­la­ti­on (Markt­miss­brauch) und Art. 1 Abs. 1 der RL 2003/124/EG der Kom­mis­si­on vom 22. 12. 2003 zur Durchführung der RL 2003/6/EG des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes be­tref­fend die Be­griffs­be­stim­mung und die Veröffent­li­chung von In­si­der-In­for­ma­tio­nen und die Be­griffs­be­stim­mung de
    DB vom 20.04.2012 , Heft 16 , DB0469479 weiterlesen
  • Zum Scha­dens­er­satz­an­spruch ei­nes An­le­gers we­gen un­ter­las­se­ner Ad-hoc-Mit­tei­lung ei­ner Bank über Höhe ih­res En­ga­ge­ments in US-Sub­pri­mes

    Verbot von Marktmanipulationen: § 20a Abs. 1 WpHG ist kein Schutzgesetz i. S. von § 823 BGB - Keine Informationsdeliktshaftung gem. § 826 BGB mangels vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung - Zum Schadensersatzanspruch wegen schuldhaft unterlassener Veröffentlichung von Insiderinformationen - Höhe des Engagements in US-Subprimes als Insiderinformation - Umfang des Schadensersatzes: Anspruch auf Rückabwicklung des Wertpapiererwerbsgeschäfts - Keine Beschränkung auf Ausgleich des Kursdifferenzschadens - Zur Kausalität des pflichtwidrigen Unterlassens der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung für Anlegerentscheidung
    BGB § 823 Abs. 2; WpHG § 13 Abs. 1 Satz 1, § 15 Abs. 1 Satz 1 und 3, § 20a Abs. 1 Nr. 1, § 37b Abs. 1 Nr. 1, § 37c Abs. 1
    a) § 20a WpHG, durch den Markt­ma­ni­pu­la­tio­nen ver­bo­ten wer­den, be­zweckt in er­ster Li­nie, die Funk­ti­onsfähig­keit der Wert­pa­piermärk­te zu gewähr­lei­sten, und ist da­her kein Schutz­ge­setz i. S. von § 823 Abs. 2 BGB.
    b) Die Höhe des Sub­pri­me-An­teils der un­mit­tel­bar ei­ge­nen In­vest­ments...
    DB vom 24.02.2012 , Heft 08 , DB0466586 weiterlesen
  • Rech­te der In­ha­ber von Ge­nuss­schei­nen nach Ab­schluss ei­nes Be­herr­schungs- und Ge­winn­abführungs­ver­trags

    Genussscheinberechtigte in ähnlicher Weise schutzbedürftig wie außenstehender Aktionär - Ergänzende Vertragsauslegung gem. § 157 BGB - Basierend auf positiver Gewinnprognose bei Abschluss des Unternehmensvertrages Pflicht des Emittenten, die nach den Genussscheinbedingungen zu berechnenden Zinsausschüttungen zu leisten und das eingezahlte Kapital nach Fälligkeit zum Nennwert zurückzuzahlen
    Ak­tG § 304 ana­log; BGB § 157; KWG § 10 Abs. 5

    (OLG Frank­furt/M., Ur­teil vom 13.12.2011 - 5 U 56/11)
    Die Par­tei­en strei­ten um die Be­die­nung von Ge­nuss­schei­nen nach Ab­schluss ei­nes Be­herr­schungs- und Ge­winn­ab­füh­rungs­ver­tra­ges. Die Klä­ge­rin ist ei­ne pri­va­te Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft und Ei­gen­tü­me­rin von 22 Ge­nuss­schei­nen der Be­klag­ten zu ei­nem Nenn­wert von je­weils 1.000 €.
    Die Ge­nuss­schei­ne...
    DB vom 11.05.2012 , Heft 19 , DB0471746 weiterlesen
  • Kein An­spruch der Ak­ti­onäre ei­ner Ziel­ge­sell­schaft auf Ein­schrei­ten der BaFin ge­gen Bie­ter auf­grund des Wert­pa­pierüber­nah­me­ge­set­zes

    Begehren eines Aktionärs der Zielgesellschaft gegenüber BaFin, Gestattungsbescheid aufzuheben und die Abgabe eines Pflichtangebots seitens des Bieters anzuordnen - Keine Antrags- bzw. Beschwerdebefugnis des Aktionärs - Keine drittschützende Wirkung der Vorschriften des WpÜG
    WpÜG §§ 4 Abs. 2, 15 Abs. 1, 35, 38, 48, 51, Art. 14 GG; EU-Über­nah­me­richt­li­nie Art. 4, 5 und 8
    Auch nach In­kraft­tre­ten der EU-Über­nah­me­richt­li­nie und des Über­nah­me­richt­li­nie-Um­set­zungs­ge­set­zes ver­mit­teln die Vor­schrif­ten des WpÜG nach des­sen § 4 Abs. 2 den Ak­ti­onären der Ziel­ge­sell­schaft grundsätz­lich kei­nen Dritt­schutz zur Er­zwin­gung ei­nes behörd­li­chen Ein­schrei­tens der BaFin ge­gen ei­nen Bie­ter....
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0466068 weiterlesen
  • Pflicht des An­la­ge­be­ra­ters zur Aufklärung des An­le­gers über ein straf­recht­li­ches Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ge­gen Fonds­ver­ant­wort­li­che

    Zur Beurteilung der Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der Fondsverantwortlichen - "Stichhaltigkeit" der Vorwürfe und der "Intensität" der Ermittlungen
    BGB § 675
    Zur Aufklärungs­pflicht des An­la­ge­be­ra­ters über ein ihm be­kann­tes straf­recht­li­ches Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ge­gen Fonds­ver­ant­wort­li­che.
    (BGH-Ur­teil vom 10.11.2011 - III ZR 81/11)
    Der Kläger be­gehrt aus ab­ge­tre­te­nem Recht Scha­dens­er­satz we­gen ver­schie­de­ner be­haup­te­ter Pflicht­ver­let­zun­gen der Be­klag­ten im Zu­sam­men­hang mit ei­ner An­la­ge­be­ra­tung.
    Der Ze­dent zeich­ne­te nach Be­ra­tung...
    DB vom 09.12.2011 , Heft 49 , DB0462985 weiterlesen
  • Zur Auf­re­chen­bar­keit von Pro­vi­si­ons­ansprüchen ei­nes Wert­pa­pier­han­dels­un­ter­neh­mens ge­gen An­spruch des An­le­gers auf Entschädi­gung nach dem Ein­la­gen­si­che­rungs- und An­le­ger­entschädi­gungs­ge­setz

    Anforderungen an die Bemessung des Entschädigungsanspruchs gem. § 4 Abs. 1 Satz 1 EAEG - Nichtberücksichtigung von Provisionsansprüchen bei der Feststellung der Höhe und des Umfangs der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften - Berücksichtigung nur im Wege der Aufrechnung - Verwirkung der Provisionsansprüche durch das Wertpapierhandelsunternehmen wegen Verletzung einer Treuepflicht in schwerwiegender Weise
    EAEG § 4 Abs. 1
    Pro­vi­si­ons­ansprüche des In­sti­tuts können nach § 4 Abs. 1 Satz 1 EAEG (nur) im We­ge der Auf­rech­nung berück­sich­tigt wer­den. Dies schei­det aus, wenn das In­sti­tut den An­spruch nach dem Rechts­ge­dan­ken des § 654 BGB ver­wirkt hat.
    (BGH-Ur­teil vom 25.10.2011 - XI ZR 67/11)
    Die Kläge­rin nimmt die be­klag­te Entschädi­gungs­ein­rich­tung der Wert­pa­pier­han­dels­un­ter­neh­men auf Entschädi­gung...
    DB vom 25.11.2011 , Heft 47 , DB0462323 weiterlesen
  • Zur Aufklärungs­pflicht der be­ra­ten­den Bank über das In­sol­venz­ri­si­ko der Emit­ten­tin (hier: Leh­man Bro­thers) im Rah­men des Ver­triebs von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten

    Pflicht zur Aufklärung über Risiko des vollständigen Verlusts des angelegten Kapitals im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Emittentin - Hinweis auf das Nichteingreifen von Einlagensicherungssystemen ist nicht erforderlich - Keine Aufklärungspflicht der beratenden Bank über ihre Gewinnmarge beim Verkauf von Indexzertifikaten im Wege des Eigengeschäfts
    BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; WpHG § 2 Abs. 3 Satz 2, § 31
    a) Zur Aufklärungs­pflicht der be­ra­ten­den Bank über ein kon­kret be­ste­hen­des In­sol­venz­ri­si­ko der Emit­ten­tin (hier: Leh­man Bro­thers) beim Er­werb von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten durch ih­ren Kun­den.
    b) Die be­ra­ten­de Bank ist beim Ver­trieb von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten auch dann, wenn kei­ne kon­kre­ten An­halts­punk­te für ei­ne dro­hen­de Zah­lungs­unfähig­keit der Emit­ten­tin...
    DB vom 25.11.2011 , Heft 47 , DB0462192 weiterlesen
  • Zur Fällig­keit der Ansprüche ge­gen die Entschädi­gungs­ein­rich­tung der Wert­pa­pier­han­dels­un­ter­neh­men auf Entschädi­gung nach dem Ein­la­gen­si­che­rungs- und An­le­ger­entschädi­gungs­ge­setz

    Voraussetzungen der Anwendung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes auf kollektives Anlagemodell - Qualifizierung als Finanzkommissionsgeschäft i. S. des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG - Berücksichtigung von Aussonderungsrechten gem. § 47 Abs. 1 InsO bei der Bemessung des Entschädigungsanspruchs - Fälligkeit spätestens drei Monate nach Feststellung der Berechtigung und der Höhe der Ansprüche - Beginn der Dreimonatsfrist bei einer schuldhaften Verzögerung des Abschlusses des Prüfverfahrens - Zur Pflicht der BaFin zur Klärung von Rechtsfragen in einem "Musterprozess"
    EAEG § 5; BGB § 242
    a) Gem. § 5 Abs. 4 Satz 1 EAEG in der Fas­sung des Ge­set­zes vom 21. 6. 2002 (BGBl. I S. 2010) hat die Entschädi­gungs­ein­rich­tung die an­ge­mel­de­ten Ansprüche un­verzüglich zu prüfen und späte­stens drei Mo­na­te, nach­dem sie die Be­rech­ti­gung und die Höhe der Ansprüche fest­ge­stellt hat, zu erfüllen. Da­mit sind die Ansprüche fällig.
    b) Die Entschädi­gungs­ein­rich­tung hat über die Be­rech­ti­gung...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0462060 weiterlesen
  • Vor­aus­set­zun­gen der Aus­set­zung ei­nes Rechts­streits nach § 7 Ka­pMuG

    Geltendmachung von Ansprüchen gegen die ein steuersparendes Fondsmodell finanzierende Bank wegen Aufklärungspflichtverletzung neben zivilrechtlicher Prospekthaftung im engeren Sinne - Zur Aussetzung des Rechtsstreits nach § 7 KapMuG
    Ka­pMuG § 7 Abs. 1
    Wer­den Ansprüche aus ei­ner vor­ver­trag­li­chen Aufklärungs­pflicht­ver­let­zung, die nicht Ge­gen­stand ei­nes Mu­ster­ver­fah­rens nach dem Ka­pi­tal­an­le­ger-Mu­ster­ver­fah­rens­ge­setz (Ka­pMuG) sein können, in ei­ner Kla­ge ne­ben Ansprüchen aus zi­vil­recht­li­cher Pro­spekt­haf­tung im en­ge­ren Sin­ne gel­tend ge­macht, für die ein im Kla­ge­re­gi­ster be­kannt ge­mach­tes Mu­ster­ver­fah­ren von Be­deu­tung sein kann, so ist ei­ne Aus­set­zung des ge­sam­ten Rechts­streits nach § 7 Abs. 1 Ka­pMuG un­zulässig, so­lan­ge nicht
    DB vom 21.01.2011 , Heft 03 , DB0402168 weiterlesen
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