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  • Zur Zulässig­keit der Be­schränkung der Zuständig­kei­ten ei­nes Gm­bH-Geschäftsführers

    Berechtigung der GmbH zur Beschränkung der Zuständigkeiten bei Fehlen entsprechender Regelungen in Anstellungsvertrag oder Satzung - Kein Schadensersatzanspruch des kündigenden Geschäftsführers gem. § 628 Abs. 2 BGB mangels einer für die Kündigung ursächlichen Pflichtverletzung der GmbH
    BGB § 615, § 628 Abs. 2; Gm­bHG § 46 Nr. 8
    Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch nach § 628 Abs. 2 BGB schei­det je­den­falls dann aus, wenn der Auf­ga­ben­be­reich ei­nes Gm­bH-Geschäftsführers oh­ne Ver­let­zung sei­nes An­stel­lungs­ver­tra­ges ein­ge­schränkt wird und er dar­auf­hin die außer­or­dent­li­che Kündi­gung des An­stel­lungs­ver­tra­ges erklärt.
    (BGH-Ur­teil vom 6.3.2012 - II ZR 76/11)
    Der Kläger und sei­ne Ehe­frau...
    DB vom 27.04.2012 , Heft 17 , DB0470833 weiterlesen
  • Zur Un­ter­bi­lanz­haf­tung der Ge­sell­schaf­ter ei­ner Gm­bH bei un­ter­las­se­ner Of­fen­le­gung ei­ner wirt­schaft­li­chen Neu­gründung

    Beschränkung der Haftung der Gesellschafter auf den Umfang der Unterbilanz, welche im Zeitpunkt besteht, in dem die wirtschaftliche Neugründung erstmals nach außen in Erscheinung tritt - Darlegungs- und Beweislast für das Bestehen von Unterbilanzhaftungsansprüchen - Einstandspflicht des Erwerbers eines Geschäftsanteils für die bei Aufnahme der Geschäfte entstandene Unterbilanzhaftung des Veräußerers - Fortbestand des Anspruchs aus Unterbilanzhaftung trotz späterer Wiederherstellung eines die Stammkapitalziffer deckenden Vermögens auf andere Weise
    Gm­bHG § 7 Abs. 2 und 3, § 8 Abs. 2, § 9c, § 16 Abs. 2; Gm­bHG i. d. F. bis 31. 10. 2008 § 16 Abs. 3
    a) Un­ter­bleibt die mit der Ver­si­che­rung ent­spre­chend § 8 Abs. 2 Gm­bHG und der An­mel­dung et­wai­ger mit ei­ner wirt­schaft­li­chen Neu­gründung ein­her­ge­hen­der Sat­zungsände­run­gen zu ver­bin­den­de Of­fen­le­gung der wirt­schaft­li­chen Neu­gründung ge­genüber dem Re­gi­ster­ge­richt, haf­ten die Ge­sell­schaf­ter im Um­fang ei­ner Un­ter­bi­lanz, die in dem Zeit­punkt be­steht, zu dem die wirt­schaft­li­che Neu­gründung ent­we­der du
    DB vom 04.05.2012 , Heft 18 , DB0471118 weiterlesen
  • Ein­tra­gung der Geschäftsführ­er­be­stel­lung ins Han­dels­re­gi­ster

    Funktion "Sprecher der Geschäftsführung" keine eintragungsfähige Tatsache
    Gm­bHG § 10; HRV § 43 Nr. 4
    In das Han­dels­re­gi­ster kann die Funk­ti­on ei­nes von meh­re­ren Geschäftsführern ei­ner Gm­bH als "Spre­cher der Geschäftsführung" nicht ein­ge­tra­gen wer­den.
    (OLG München, Be­schluss vom 5.3.2012 - 31 Wx 47/12)
    Zur Ein­tra­gung im Han­dels­re­gi­ster der be­tei­lig­ten Gm­bH ist u. a. an­ge­mel­det:
    "Zum wei­te­ren Geschäftsführer der Ge­sell­schaft wur­de S.G. be­stellt. Die Ver­tre­tung...
    DB vom 11.05.2012 , Heft 19 , DB0469218 weiterlesen
  • Zur An­wen­dung der Recht­spre­chungs­re­geln zum Ei­gen­ka­pi­ta­ler­satz auf Fi­nan­zie­rungs­hil­fen ei­nes Drit­ten, der Ge­sell­schaf­ter gleich­zu­stel­len ist

    Einem Gesellschafter gleichstehender Dritter, wenn dieser sowohl an der Darlehens nehmenden als auch an der Darlehens gebenden Gesellschaft beteiligt ist und auf Letztere einen maßgeblichen Einfluss hat - Maßgeblicher Einfluss im Falle einer 50%-Beteiligung und zugleich Stellung als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer
    Gm­bHG §§ 30, 31 ana­log
    Ist ein Ge­sell­schaf­ter an der Dar­le­hen neh­men­den und an der Dar­le­hen ge­ben­den Ge­sell­schaft be­tei­ligt, fin­den auf ei­ne Fi­nan­zie­rungs­hil­fe des Dar­le­hen ge­ben­den Un­ter­neh­mens die Ei­gen­ka­pi­ta­ler­satz­vor­schrif­ten An­wen­dung, wenn der Ge­sell­schaf­ter auf die Gewährung der Kre­dit­hil­fe an das an­de­re Un­ter­neh­men oder auf de­ren Ab­zug ei­nen be­stim­men­den Ein­fluss ausüben kann. Hier­von ist grundsätz­lich dann aus­zu­ge­hen,...
    DB vom 27.04.2012 , Heft 17 , DB0470937 weiterlesen
  • Form­wirk­sam­keit der Ab­tre­tung ei­nes Geschäfts­an­teils trotz Un­wirk­sam­keit des Ver­pflich­tungs­geschäfts we­gen feh­len­der Ver­le­sung ei­ner An­la­ge

    Gm­bHG § 15 Abs. 3; Beur­kG § 13
    Der Form­wirk­sam­keit ei­ner Ab­tre­tung ei­nes Ge­sell­schafts­an­teils nach § 15 Abs. 3 Gm­bHG steht nicht ent­ge­gen, dass das in der­sel­ben Ur­kun­de ent­hal­te­ne Ver­pflich­tungs­geschäft we­gen Ver­stoßes ge­gen § 13 Beur­kG un­wirk­sam ist.
    (OLG Frank­furt/M., Ur­teil vom 21.2.2012 - 11 U 97/11)
    Die Par­tei­en strei­ten im einst­wei­li­gen Verfügungs­ver­fah­ren dar­um, ob die Be­klag­te...
    DB vom 30.03.2012 , Heft 13 , DB0469438 weiterlesen
  • Zur Fra­ge der Zulässig­keit der Sitz­ver­le­gung ei­ner ausländi­schen Ka­pi­tal­ge­sell­schaft nach Deutsch­land un­ter iden­titätswah­ren­dem Form­wech­sel in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft deut­schen Rechts

    Verlegung des Satzungs- und Verwaltungssitzes einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung luxemburgischen Rechts nach Deutschland verbunden mit identitätswahrendem Formwechsel in GmbH nach deutschem Recht - Zur Pflicht der Mitgliedstaaten, aufgrund der EU-Niederlassungsfreiheit grenzüberschreitenden Zuzug von Gesellschaften unter Wahrung ihrer Rechtspersönlichkeit zuzulassen
    HGB §§ 13d ff.; Gm­bHG § 4a; Um­wG §§ 122a ff., 190 ff.; AEUV Art. 49, 54; VO (EG) Nr. 2137/1985 über die EWIV Art. 13, 14; VO (EG) Nr. 2157/2001 über die SE Art. 8; VO (EG) Nr. 1435/2003 über die SCE Art. 6, 7
    1. Die Ver­le­gung des Sat­zungs- und Ver­wal­tungs­sit­zes ei­ner ausländi­schen Ka­pi­tal­ge­sell­schaft (hier: So­ciété à re­s­ponsa­bi­lité li­mitée lu­xem­bur­gi­schen Rechts) nach Deutsch­land un­ter iden­titätswah­ren­dem Form­wech­sel in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft deut­schen Rechts (hie
    DB vom 13.04.2012 , Heft 15 , DB0470166 weiterlesen
  • Um­fang der Pflich­ten des No­tars bei Ein­rei­chung ei­ner ak­tua­li­sier­ten Ge­sell­schaft­er­li­ste

    Gm­bHG §§ 5 Abs. 3 Satz 2, 40 Abs. 2 Satz 2
    Die vom No­tar ein­zu­rei­chen­de Ge­sell­schaft­er­li­ste hat un­abhängig vom Da­tum der Auf­nah­me der je­wei­li­gen Li­ste in den Re­gi­ster­ord­ner an die ak­tu­ell­ste dort auf­ge­nom­me­ne Li­ste der Ge­sell­schaf­ter an­zu­knüpfen.
    (OLG München, Be­schluss vom 26.1.2012 - 31 Wx 13/12)
    Aus­weis­lich der Do­ku­men­tenüber­sicht für die be­tei­lig­te Gm­bH im elek­tro­ni­schen Han­dels­re­gi­ster...
    DB vom 06.04.2012 , Heft 14 , DB0470000 weiterlesen
  • Wirk­sam­wer­den der Ein­zie­hung ei­nes Geschäfts­an­teils mit Be­kannt­ga­be des Be­schlus­ses an den be­trof­fe­nen Ge­sell­schaf­ter

    Anteilige Haftung der Mitgesellschafter für die Zahlung der Abfindung, wenn Leistung der Abfindung nicht aus ungebundenem Vermögen der Gesellschaft erfolgen kann
    Gm­bHG § 34
    a) Wenn ein Ein­zie­hungs­be­schluss we­der nich­tig ist noch für nich­tig erklärt wird, wird die Ein­zie­hung mit der Mit­tei­lung des Be­schlus­ses an den be­trof­fe­nen Ge­sell­schaf­ter und nicht erst mit der Lei­stung der Ab­fin­dung wirk­sam.
    b) Die Ge­sell­schaf­ter, die den Ein­zie­hungs­be­schluss ge­fasst ha­ben, haf­ten dem aus­ge­schie­de­nen Ge­sell­schaf­ter an­tei­lig, wenn sie nicht dafür sor­gen, dass die...
    DB vom 02.03.2012 , Heft 09 , DB0467453 weiterlesen
  • Haf­tung ei­nes Gm­bH-Geschäftsführers we­gen In­sol­venz­ver­schlep­pung

    Haftung für Vertragsschluss nach Zahlungsunfähigkeit - Annahme der Insolvenzreife nach den Grundsätzen der Beweisvereitelung im Falle der Verletzung der Pflicht zur Führung und Aufbewahrung von Büchern und Belegen
    BGB § 823 Abs. 2; Gm­bHG § 64 Abs. 1 a. F. (jetzt In­sO § 15a); Gm­bHG § 41; HGB §§ 238, 257
    Die Vor­aus­set­zun­gen der Zah­lungs­ein­stel­lung gel­ten nach den Grundsätzen der Be­weis­ver­ei­te­lung als be­wie­sen, wenn der Geschäftsführer ei­ner Gm­bH, der von ei­nem Ge­sell­schaftsgläubi­ger we­gen In­sol­venz­ver­schlep­pung in An­spruch ge­nom­men wird, sei­ne Pflicht zur Führung und Auf­be­wah­rung von Büchern und Be­le­gen ver­letzt...
    DB vom 06.04.2012 , Heft 14 , DB0470006 weiterlesen
  • Zur Nich­tig­keit ei­nes Ein­zie­hungs­be­schlus­ses we­gen Ver­stoßes ge­gen § 5 Abs. 3 Satz 2 Gm­bHG

    Zum Erfordernis der Übereinstimmung der Summe der Nennbeträge sämtlicher Geschäftsanteile und des Stammkapitals während des Bestehens einer GmbH - Auslegung eines Einziehungsbeschlusses, dass zugleich die Aufstockung des verbliebenen Geschäftsanteils beschlossen wurde
    Gm­bHG § 5 Abs. 3 Satz 2
    Zur Aus­le­gung von § 5 Abs. 3 Satz 2 Gm­bHG.
    (OLG Saar­brücken, Ur­teil vom 1.12.2011 - 8 U 315/10 - 83)
    Die Klä­ge­rin, die be­haup­tet, Rechts­nach­fol­ge­rin der mit ei­nem Ge­schäfts­an­teil von 8.750 € an der Be­klag­ten be­tei­lig­ten, im Han­dels­re­gi­ster seit dem 5. 10. 2007 gelösch­ten G. Ver­wal­tungs Gm­bH & Co. KG zu sein, wehrt sich mit der An­fech­tungs­kla­ge, hilfs­wei­se...
    DB vom 02.03.2012 , Heft 09 , DB0466061 weiterlesen
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