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  • Be­stel­lung des Vor­stands ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft zum Geschäftsführer ei­ner Toch­ter-Gm­bH

    Ak­tG § 112
    Be­stellt sich der Vor­stand ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft zum Geschäftsführer ei­ner Gm­bH, de­ren al­lei­ni­ge Ge­sell­schaf­te­rin die Ak­ti­en­ge­sell­schaft ist, so liegt dar­in kein Ver­stoß ge­gen § 112 Ak­tG.
    (OLG München, Be­schluss vom 8.5.2012 - Wx 69/12)
    Die Be­tei­lig­te ist ei­ne Gm­bH, de­ren ein­zi­ge Ge­sell­schaf­te­rin ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft ist. Ei­ner ih­rer Vorstände ist Herr H., den der Auf­sichts­rat...
    DB vom 18.05.2012 , Heft 20 , DB0474515 weiterlesen
  • Re­gi­ster­ge­richt­li­che Prüfung im Rah­men der An­mel­dung ei­ner Ka­pi­tal­her­ab­set­zung

    Ak­tG §§ 71 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Satz 2, 227 Abs. 1, 237 Abs. 3 Nr. 2; HGB § 274 Abs. 2 Nr. 4
    1. Die An­mel­dung ei­ner Ka­pi­tal­her­ab­set­zung auf­grund Ermächti­gung der Haupt­ver­samm­lung zum Er­werb und zur Ein­zie­hung ei­ge­ner Ak­ti­en ist nur an­hand § 71 Abs. 1 Nr. 8, Abs. 2 und 3 Ak­tG zu prüfen. Da­ge­gen ist § 237 Abs. 3 Ak­tG in die­sem Fall nicht an­wend­bar.
    2. Auch ei­ne Ka­pi­talrück­la­ge i. S. von § 274...
    DB vom 25.05.2012 , Heft 21 , DB0474512 weiterlesen
  • Haf­tung des Ab­wick­lers ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft

    Ersatzpflicht des Abwicklers für Zahlungen nach Eintritt von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung - Verrechnung als Zahlung i. S. des § 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG - Pflicht des Abwicklers bei Übergabe seines Amtes an einen Nachfolger, auf dringend zu erledigende oder besonders wichtige Geschäftsvorgänge ausdrücklich hinzuweisen - Schadensersatzpflicht bei Unterlassen
    Ak­tG § 268 Abs. 2, § 93 Abs. 2
    Der ab­be­ru­fe­ne Ab­wick­ler ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft kann ver­pflich­tet sein, ei­nen Nach­fol­ger auf drin­gend zu er­le­di­gen­de oder für die Ge­sell­schaft be­son­ders wich­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten aus­drück­lich hin­zu­wei­sen.
    (BGH-Ur­teil vom 28.2.2012 - II ZR 244/10)
    Der frühe­re Be­klag­te zu 1 war Mehr­heits­ak­ti­onär und bis 2001 Vor­stand der A. V. AG i. L. (im Fol­gen­den: Schuld­ne­rin),...
    DB vom 27.04.2012 , Heft 17 , DB0470905 weiterlesen
  • Zur An­fecht­bar­keit der Ent­la­stung von Vor­stand und Auf­sichts­rat we­gen un­ter­las­se­ner Mit­wir­kung der Haupt­ver­samm­lung beim Be­tei­li­gungs­er­werb

    Entlastung steht grundsätzlich im Ermessen der Hauptversammlung - Ermessensüberschreitung im Falle schwerwiegender Pflichtverstöße - Keine Pflichtwidrigkeit des Vorstands wegen Unterlassens der Beteiligung der Hauptversammlung an einem Beteiligungserwerb

    (BGH-Be­schluss vom 7.2.2012 - II ZR 253/10)
    Die Be­schwer­de der Kläger ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on in dem Ur­teil des 5. Zi­vil­se­nats des OLG Frank­furt/M. vom 7. 12. 2010 wird zurück­ge­wie­sen, wie kei­ner der im Ge­setz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vor­ge­se­he­nen Gründe vor­liegt, nach de­nen der Se­nat die Re­vi­si­on zu­las­sen darf. Der Rechts­streit der Par­tei­en hat we­der grundsätz­li­che Be­deu­tung noch er­for­dert er ei­ne Ent­schei­dung des Re­vi­si­ons­ge­richts zur Fort­bil­dung des Rechts oder zur Si­che­rung
    DB vom 09.03.2012 , Heft 10 , DB0468671 weiterlesen
  • Zulässi­ger Ver­gleich über Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch we­gen Über­be­wer­tung ei­ner Sach­ein­la­ge

    Differenzhaftungsanspruch, wenn Wert der Sacheinlage Aufgeld gem. § 9 Abs. 2 AktG nicht abdeckt - Vergleich über Differenzhaftungsanspruch bei tatsächlicher oder rechtlicher Ungewissheit über Bestand und Umfang des Anspruchs - Kein Erfordernis der Zustimmung der Hauptversammlung - Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Aufrechnungsvereinbarung über Ansprüche, die § 66 Abs. 1 AktG unterfallen - Zur Verjährung des Differenzhaftungsanspruchs
    Ak­tG §§ 9, 36a Abs. 2, § 66 Abs. 1, §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1
    a) Der ge­setz­li­che Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch be­steht bei der Ak­ti­en­ge­sell­schaft auch, so­weit der Wert der Sach­ein­la­ge zwar den ge­ring­sten Aus­ga­be­be­trag (§ 9 Abs. 1 Ak­tG), aber nicht das Auf­geld (§ 9 Abs. 2 Ak­tG) deckt.
    b) Ein Ver­gleich über den Dif­fe­renz­haf­tungs­an­spruch ist grds. zulässig und be­darf nicht der Zu­stim­mung der Haupt­ver­samm­lung....
    DB vom 06.01.2012 , Heft 01 , DB0464196 weiterlesen
  • An­wen­dung der Grundsätze der feh­ler­haf­ten Be­stel­lung von Or­ga­nen auf be­son­de­ren Ver­tre­ter

    Hauptversammlungsbeschluss über Sonderprüfung und Bestellung eines besonderen Vertreters - Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses für Anfechtung nach Aufhebung des Hauptversammlungsbeschlusses
    Ak­tG § 147

    (BGH-Be­schluss vom 27.9.2011 - II ZR 225/08)
    Die Be­schwer­den der Kläge­rin und der Streit­hel­fer der Be­klag­ten zu 1, 5, 17 bis 26 und 66 ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on in dem Ur­teil des 7. Zi­vil­se­nats des OLG München vom 27. 8. 2008 wer­den zurück­ge­wie­sen, weil kei­ner der im Ge­setz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vor­ge­se­he­nen Gründe (mehr) vor­liegt, nach de­nen der Se­nat die Re­vi­si­on zu­las­sen darf.
    Un­be­gründet­heit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den
    ...
    DB vom 11.11.2011 , Heft 45 , DB0461701 weiterlesen
  • Haf­tung von Vor­stands- und Auf­sichts­rats­mit­glie­dern we­gen Pflicht­ver­let­zun­gen im Rah­men ei­ner Ka­pi­tal­erhöhung

    Eigene Aktien der Gesellschaft sind keine zulässige Sacheinlage - Anforderungen an die dem Vorstand obliegende Pflicht zur Prüfung der Rechtslage - Rechtsanwälte grundsätzlich keine Erfüllungsgehilfen des Vorstands bei Beauftragung im Namen der Gesellschaft - Keine Entlastung der Vorstandsmitglieder im Hinblick auf eine unzutreffende Beratung durch den Aufsichtsrat bzw. durch die Ausarbeitung eines Transaktionsmodells durch die Rechtsanwaltskanzlei eines Aufsichtsratsmitglieds - Pflicht zur Beratung durch einen fachlich qualifizierten Berufsträger und zur sorgfältigen Plausibilitätskontrolle hinsichtlich des erteilten Rechtsrats - Erhöhter Sorgfaltsmaßstab für ein Aufsichtsratsmitglied mit beruflich erworbenen Spezialkenntnissen
    Ak­tG § 93 Abs. 3 Nr. 4, § 116 Satz 1; Ak­tG (i. d. F. des Art. 1 Nr. 4 des StückAG vom 25. 3. 1998, BGBl. I S. 590) § 205 Abs. 4
    a) Ei­ge­ne Ak­ti­en der Ge­sell­schaft können nicht als Sach­ein­la­ge ein­ge­bracht wer­den. Der Ver­zicht auf den An­spruch auf Rücker­stat­tung von dar­le­hens­wei­se an die Ge­sell­schaft über­las­se­nen Ak­ti­en steht dem Ein­brin­gen als Sach­ein­la­ge je­den­falls dann gleich, wenn er in ei­nem...
    DB vom 04.11.2011 , Heft 44 , DB0461310 weiterlesen
  • Ge­samt­nich­tig­keit des Be­schlus­ses über be­ding­te Ka­pi­tal­erhöhung bei Ver­stoß ge­gen zulässi­gen Höchst­be­trag gem. § 192 Abs. 3 Satz 1 Ak­tG

    Keine Eintragungsfähigkeit der bedingten Kapitalerhöhung bis zum gesetzlich zulässigen Höchstbetrag - Berücksichtigung der Nennbeträge aus früheren bedingten Kapitalerhöhungen bei Berechnung des zulässigen Höchstbetrages
    Ak­tG §§ 195, 192 Abs. 1 und 3; BGB § 139
    1. Über­schrei­tet der von der Haupt­ver­samm­lung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft be­schlos­se­ne Nenn­be­trag des be­ding­ten Ka­pi­tals den ge­setz­lich zulässi­gen Höchst­be­trag i. S. des § 192 Abs. 3 Satz 1 Ak­tG, führt dies zur Ge­samt­nich­tig­keit des die be­ding­te Ka­pi­tal­erhöhung be­tref­fen­den Teils des Be­schlus­ses.
    2. In die­sem Fall ist auch die Ein­tra­gung ei­ner be­ding­ten...
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459852 weiterlesen
  • Un­ge­schrie­be­ne Haupt­ver­samm­lungs­kom­pe­tenz bei Veräußerung ei­nes Un­ter­neh­mens­teils im Hin­blick auf Ei­gen­tums­ga­ran­tie des Art. 14 GG in der Re­gel nicht ge­bo­ten

    Verfassungsrechtlicher Schutz des in der Aktie verkörperten Anteilseigentums - Umstrukturierung der Gesellschaft gebietet Beteiligung der Hauptversammlung nur, wenn sie wesentliche Beeinträchtigung der Mitwirkungsbefugnisse der Aktionäre darstellt - Ausgleich des vermögensrechtlichen nachteiligen Einflusses auf die Gesellschaftsbeteiligung gem. §§ 311 ff. AktG
    GG Art. 14 Abs. 1; Ak­tG § 179a, §§ 311 ff.

    (BVer­fG-Be­schluss vom 7.9.2011 - 1 BvR 1460/10)
    Der Be­schwer­deführer ist ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein, zu des­sen sat­zungsmäßigen Auf­ga­ben die Durch­set­zung von Ak­ti­onärs­rech­ten zählt. Er ist Ak­ti­onär der Be­klag­ten des Aus­gangs­ver­fah­rens, der S. AG. In der Sat­zung der Be­klag­ten hieß es: "Ge­gen­stand des Un­ter­neh­mens ist die Über­nah­me und Ausführung von Bau­lei­stun­gen auf al­len Ge­bie­ten des Straßen-,...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0461994 weiterlesen
  • Zur Nich­tig­keit von Haupt­ver­samm­lungs­be­schlüssen we­gen un­zu­tref­fen­der Hin­wei­se zur Be­vollmächti­gung in der Ein­be­ru­fung

    Gesetzesverstoß wegen Erfordernis der Anmeldung eines Bevollmächtigten in Einberufung - Kein Nichtigkeitsgrund nach § 241 Nr. 1 AktG - Notwendigkeit der Geltendmachung des Einberufungsmangels innerhalb der einmonatigen Anfechtungsfrist
    Ak­tG § 121 Abs. 3 Satz 2 in der Fas­sung des Ge­set­zes vom 6. 9. 1965 (BGBl. I S. 1089)
    Die Mo­da­litäten der Be­vollmächti­gung ei­nes Stimm­rechts­ver­tre­ters und da­mit die Pflicht zur An­mel­dung ei­nes Be­vollmächtig­ten fie­len nicht un­ter die in der Ein­be­ru­fung an­zu­ge­ben­den Be­din­gun­gen der Teil­nah­me an der Haupt­ver­samm­lung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft oder der Ausübung des Stimm­rechts.
    (BGH-Ur­teil vom 19.7.2011 - II ZR 124/10)
    Die Kläger wa­ren Ak­ti­onäre der be­klag­ten Ak­ti­en­ge­sell­schaft....
    DB vom 23.09.2011 , Heft 38 , DB0458726 weiterlesen
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