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  • An­for­de­run­gen an die Tat­sa­chen­fest­stel­lung durch das FG

    Verhältnis zwischen der Konzentrationsmaxime und den Verfahrensrechten der Beteiligten
    FGO § 76 Abs. 1, § 79 Abs. 1, § 79b, § 82; ZPO § 373
    1. Das FG darf im All­ge­mei­nen erst dann ei­ne Ver­let­zung von Mit­wir­kungs­pflich­ten an­neh­men, wenn es den Be­tei­lig­ten zu­vor aus­drück­lich und kon­kret zur Mit­wir­kung auf­ge­for­dert hat.
    2. Ein zulässi­ger An­trag auf Er­he­bung ei­nes Zeu­gen­be­wei­ses setzt nicht stets die An­ga­be ei­ner la­dungsfähi­gen An­schrift des Zeu­gen vor­aus. Ent­schei­dend ist viel­mehr,...
    DB vom 19.10.2011 , DB0467236 weiterlesen
  • For­mun­wirk­sam­keit ei­ner Kla­ge­er­he­bung per E-Mail oh­ne qua­li­fi­zier­te Si­gna­tur

    Geringfügige Überschreitung der Frist zur Übermittlung der Revisionsbegründung - Wiedereinsetzung bei Fristversäumnis wegen Absturzes der EDV-Anlage - "Unverzügliche Information" nach § 52a Abs. 2 Satz 3 FGO
    FGO § 52a, § 64; ERVV HA 2008 § 2, § 3
    1. Ei­ne Re­ge­lung des ham­bur­gi­schen Rechts, dass elek­tro­ni­sche Do­ku­men­te mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur nach § 2 Nr. 3 Si­gG zu ver­se­hen sind, "so­fern für Ein­rei­chun­gen die elek­tro­ni­sche Form vor­ge­schrie­ben ist", da­hin aus­zu­le­gen, dass ei­ne form­wirk­sa­me Kla­ge­er­he­bung per E-Mail die qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Si­gna­tur er­for­dert, ver­letzt Bun­des­recht...
    DB vom 30.09.2011 , Heft 39 , DB0458963 weiterlesen
  • Kei­ne Kla­ge­be­fug­nis des auf­neh­men­den Un­ter­neh­mens bei Ein­brin­gung ei­nes (Teil-)Be­triebs oder Mit­un­ter­neh­mer­an­teils

    Bewertung des eingebrachten Betriebsvermögens durch aufnehmende KapGes. für Einbringenden bindend - Anfechtungsrecht Drittbetroffener
    FGO § 40 Abs. 2, § 41; GG Art. 19 Abs. 4; Um­wStG 1995 § 20 Abs. 4 Satz 1
    Im Fal­le der Ein­brin­gung ei­nes (Teil-)Be­triebs oder Mit­un­ter­neh­mer­an­teils i. S. des § 20 Um­wStG 1995 kann das auf­neh­men­de Un­ter­neh­men we­der durch An­fech­tungs- noch durch Fest­stel­lungs­kla­ge gel­tend ma­chen, die sei­ner Steu­er­fest­set­zung zu­grun­de ge­leg­ten Wer­te des ein­ge­brach­ten Vermögens sei­en zu hoch. Ein sol­ches Be­geh­ren kann...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0462098 weiterlesen
  • Un­zulässig­keit ei­ner Fest­stel­lungs­kla­ge

    Leistungsempfänger - Anspruch auf Ausstellung einer Rechnung
    FGO § 33, § 41 Abs. 1; UStG § 14, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; StVZO § 29
    Ei­ne Kla­ge, mit der ei­ne Kfz-Werk­statt ge­genüber dem für sie nicht zuständi­gen FA des TÜV die Fest­stel­lung be­gehrt, dass sie und nicht der Hal­ter des je­wei­li­gen Kfz Lei­stungs­empfänge­rin i. S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG von im Ein­zel­nen auf­gezähl­ten und vom TÜV durch­geführ­ten ge­setz­li­chen Haupt­un­ter­su­chun­gen i. S. des § 29 StVZO ist, ist un­zulässig, wenn we­der über die Steu­er­bar­keit und Steu­er­pflicht...
    DB vom 08.07.2011 , Heft 26/27 , DB0424351 weiterlesen
  • Verhält­nis zwi­schen Sach­aufklärung, Re­du­zie­rung des Be­weis­maßes und Ent­schei­dung nach den Re­geln der Fest­stel­lungs­last

    Keine Feststellungen zu "nachträglich bekannt gewordenen Tatsachen" - Beweislastentscheidung nur "ultima ratio" - Eigene Aufklärung des FG vorrangig
    FGO § 76 Abs. 1, § 96 Abs. 1 Satz 1; AO § 173 Abs. 1 Nr. 1
    1. Vor ei­ner Ent­schei­dung nach den Re­geln der Fest­stel­lungs­last ist vor­ran­gig re­gelmäßig der ent­schei­dungs­er­heb­li­che Sach­ver­halt auf­zuklären oder, so­weit dies nicht ge­lingt, ei­ne Re­du­zie­rung des Be­weis­maßes un­ter Berück­sich­ti­gung von Mit­wir­kungs­pflicht­ver­let­zun­gen vor­zu­neh­men.
    2. Die Grundsätze über ei­ne Re­du­zie­rung des Be­weis­maßes...
    DB vom 07.10.2011 , Heft 40 , DB0426088 weiterlesen
  • Ände­rung und Rich­tig­stel­lung des Se­nats­be­schlus­ses vom 28. 7. 2010 - I B 27/10 (DB 2010 S. 2031)

    BFH als zuständiges Gericht der Hauptsache für Änderung von AdV-Beschlüssen von Amts wegen
    FGO § 69 Abs. 3, Abs. 6 Satz 1; KStG 2002 § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Satz 2
    1. Ände­rung und Rich­tig­stel­lung des Se­nats­be­schlus­ses vom 28. 7. 2010 - I B 27/10 (DB 2010 S. 2031 = DStR 2010 S. 1777).
    2. Der BFH kann als Be­schwer­de­ge­richt zuständi­ges Ge­richt der Haupt­sa­che für die amts­we­gi­ge Ände­rung oder Auf­he­bung ei­nes AdV-Be­schlus­ses nach Maßga­be von § 69 Abs. 6 Satz 1 FGO sein (Ab­gren­zung vom BFH-Be­schluss vom 25. 3. 1993 - I S 5/93, BStBl. II 1993 S. 515 = DB 1993 S....
    DB vom 01.10.2010 , Heft 39 , DB0381452 weiterlesen
  • Wir­kungs­lo­ser Ver­zicht auf münd­li­che Ver­hand­lung

    Kein Verzicht auf mündliche Verhandlung - Verzichtserklärung ist einschränkend auszulegen und gilt nur für nächste Sachentscheidung durch den Spruchkörper - Entscheidung ohne mündliche Verhandlung bei wirkungsloser Verzichtserklärung ist verfahrensfehlerhaft - Verzicht unter Vorbehalt
    FGO § 90 Abs. 2, § 119 Nr. 4; EStG § 4 Abs. 4
    1. Ein vom Kläger erklärter Ver­zicht auf münd­li­che Ver­hand­lung wird wir­kungs­los, wenn das FG ei­nen Erörte­rungs­ter­min an­be­raumt und das persönli­che Er­schei­nen des Klägers an­ord­net. Das FG darf da­nach nur dann oh­ne münd­li­che Ver­hand­lung ent­schei­den, wenn die Be­tei­lig­ten er­neut dar­auf ver­zich­ten.
    2. Bit­tet der Kläger we­gen feh­len­der fi­nan­zi­el­ler Mit­tel...
    DB vom 31.08.2010 , DB0395325 weiterlesen
  • Wirk­sam­keit ei­ner Kla­ge mit ein­ge­scann­ter Un­ter­schrift

    Formelle Anforderungen an eine finanzgerichtliche Klage - Schriftformerfordernis - Unterschrift des Erklärenden
    FGO § 64
    Ei­ne mit ein­ge­scann­ter Un­ter­schrift des Pro­zess­be­vollmächtig­ten durch Te­le­fax ein­ge­leg­te Kla­ge ent­spricht je­den­falls dann den Schrift­for­man­for­de­run­gen des § 64 Abs. 1 FGO, wenn sie von dem Be­vollmächtig­ten an ei­nen Drit­ten mit der tatsächlich aus­geführ­ten Wei­sung ge­mailt wird, sie aus­zu­drucken und per Te­le­fax an das Ge­richt zu sen­den.
    (BFH-Ur­teil vom 22.6.2010 - VIII R 38/08)
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    DB vom 17.09.2010 , Heft 37 , DB0364421 weiterlesen
  • Aus­set­zung des Kla­ge­ver­fah­rens bei ge­son­der­ter und ein­heit­li­cher Ge­winn­fest­stel­lung

    Abgrenzung von Veräußerung und verdeckter Einlage
    AO §§ 42, 179, 180; FGO §§ 68, 74; Um­wStG 1996 § 5 Abs. 3 Satz 2
    1. Das Kla­ge­ver­fah­ren ist ana­log § 74 FGO aus­zu­set­zen, wenn während der Anhängig­keit des fi­nanz­ge­richt­li­chen Rechts­streits über die ge­son­der­te und ein­heit­li­che Ge­winn­fest­stel­lung ein geänder­ter Fest­stel­lungs­be­scheid er­geht und der Adres­sat die­ses Be­schei­des Ein­spruch ein­legt; dies gilt selbst dann, wenn der Ände­rungs­be­scheid (hier:...
    DB vom 29.07.2010 , DB0362184 weiterlesen
  • Ge­winn­fest­stel­lung - Be­schränk­ter Streit­ge­gen­stand - Aus­set­zung des Ver­fah­rens

    FGO §§ 48, 60, 74; EStG § 16; Um­wStG 1995 §§ 2, 5, 14
    1. Wird in­ner­halb der Kla­ge­frist ein Ge­winn­fest­stel­lungs­be­scheid le­dig­lich bezüglich der Höhe des Ge­winns aus der Veräußerung ei­nes Mit­un­ter­neh­mer­an­teils an­ge­foch­ten und erwächst des­halb die Fest­stel­lung zum Vor­lie­gen ei­nes Veräußerungs­ge­winns "dem Grund nach" in Be­stands­kraft, so ist oh­ne wei­te­re ma­te­ri­el­le Prüfung da­von aus­zu­ge­hen, dass der...
    DB vom 05.08.2010 , DB0362386 weiterlesen
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