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  • Urlaubsrecht

    Un­ter­gang des Ur­laubs­an­spruchs bei gleich­zei­ti­ger Pfle­ge ei­nes er­krank­ten Kin­des

    Pflege eines erkrankten Kindes im Urlaubszeitraum - Erlöschen des Urlaubsanspruchs - Kein Schadensersatzanspruch - Kein Vergütungsanspruch
    BUr­lG § 9; SGB V § 45
    1. Ist es nach ärzt­li­chem Zeug­nis er­for­der­lich, dass ei­ne Ar­beit­neh­me­rin während ei­nes be­reits be­wil­lig­ten Er­ho­lungs­ur­laubs we­gen der Pfle­ge ei­nes er­krank­ten Kin­des der Ar­beit fern­bleibt, so kommt es gleich­wohl zum Erlöschen des Ur­laubs­an­spru­ches im Um­fang sei­ner Be­wil­li­gung. § 9 BUr­lG ist hier­auf nicht ent­spre­chend an­zu­wen­den.
    2. Da es nicht Zweck des § 45 SGB V ist,...
    DB vom 16.07.2010 , Heft 27/28 , DB0359914 weiterlesen
  • Arbeitsvertragsrecht / Verfahrensrecht

    Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten mit Mehr­auf­wands­entschädi­gung ("Ein-Eu­ro-Job") - Ar­beits­ge­rich­te zuständig für Rechts­strei­te zwi­schen pri­va­tem Maßnah­meträger und dem Hil­fe­bedürf­ti­gen - Be­griff der ar­beit­neh­merähn­li­chen Per­son

    Ar­beits­ver­trags­recht/Ver­fah­rens­recht
    SGB II § 16; Ar­bGG § 5, § 2
    1. Bei Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten mit Mehr­auf­wands­entschädi­gung ist für Rechts­strei­tig­kei­ten zwi­schen dem pri­va­ten Maßnah­meträger und dem Hil­fe­bedürf­ti­gen der Rechts­weg zu den Ge­rich­ten für Ar­beits­sa­chen ge­ge­ben.
    2. Es han­delt sich um ein pri­vat­recht­li­ches Beschäfti­gungs­verhält­nis ei­ge­ner Art.
    3. Der Hil­fe­bedürf­ti­ge ist als...
    DB vom 28.10.2005 , Heft 43 , DB0120488 weiterlesen
  • Arbeitsvertragsrecht

    Teil­zeit­an­spruch des Ar­beit­neh­mers: Durch­set­zung durch einst­wei­li­ge Verfügung zur Ab­wen­dung we­sent­li­cher Nach­tei­le

    Fehlende Kindesbetreuung als wesentlicher Nachteil - Keine Zwangsgeldvollstreckung zur Erzwingung der Zustimmung des Arbeitgebers
    Ar­beits­ver­trags­recht
    Feh­len­de Kin­des­be­treu­ung als we­sent­li­cher Nach­teil - Kei­ne Zwangs­geld­voll­streckung zur Er­zwin­gung der Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers
    TzBfG § 8; ZPO § 940
    1. Der An­spruch des Ar­beit­neh­mers auf Ver­rin­ge­rung der Ar­beits­zeit nebst de­ren Ver­tei­lung nach §  8 TzBfG kann im We­ge des einst­wei­li­gen Verfügungs­ver­fah­rens vorläufig durch­ge­setzt wer­den, wenn die Teil­zeit­ar­beit...
    DB vom 21.12.2001 , Heft 51/52 , DB0011883 weiterlesen
  • Neue Bun­desländer: Kündi­gung we­gen Sta­si-Tätig­keit

    II. Beweiswert der Mitteilungen des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes - Ausschluß einer Verdachtskündigung
    II. Be­weis­wert der Mit­tei­lun­gen des Bun­des­be­auf­trag­ten für die Un­ter­la­gen des Staats­si­cher­heits­dien­stes - Aus­schluß ei­ner Ver­dachtskündi­gung
    EV Anl. I B Kap. XIX Sach­ge­biet A Ab­schn. II Nr. 1 Abs. 5 Nr. 2; §§ 19, 20 StUG; § 403 ZPO
    1 Die Mit­tei­lun­gen des Bun­des­be­auf­trag­ten nach § 19 des Sta­si-Un­ter­la­gen­ge­set­zes zum Zwecke der Fest­stel­lung ei­ner frühe­ren Tätig­keit öffent­li­cher Be­dien­ste­ter für...
    DB vom 19.06.1992 , Heft 25 , DB0091141 weiterlesen
  • Neue Bun­desländer: Be­en­di­gung ei­nes durch Be­ru­fung be­gründe­ten Ar­beits­verhält­nis­ses

    §§ 38 Abs. 2, 62 AGB
    1 Durch Be­ru­fung be­gründe­te Ar­beits­verhält­nis­se sind durch Ab­be­ru­fung gemäß § 62 Abs. 1 Satz 1 AGB zu be­en­den, nicht durch Kündi­gung.
    2 Ei­ne Um­deu­tung ei­ner Kündi­gung in ei­ne Ab­be­ru­fung ist nicht möglich.
    (Ar­bG Ber­lin-Ur­teil vom 1.7.1991 - 99 A Ca 3320/90)
    Es ist zwei­fel­haft, ob das sei­ner­zeit be­gründe­te Ar­beits (rechts)verhält­nis über­haupt durch ei­ne Kündi­gung...
    DB vom 22.11.1991 , Heft 47 , DB0089426 weiterlesen
  • Neue Bun­desländer: Pas­siv­le­gi­ti­ma­ti­on im Kündi­gungs­rechts­streit bei Aus­glie­de­rung ei­nes Be­triebs­teils aus ei­nem volks­ei­ge­nen Be­trieb

    VO über die volks­ei­ge­nen Kom­bi­na­te, Kom­bi­nats­be­trie­be und volks­ei­ge­nen Be­trie­be vom 8.11.1979 §§ 37, 39; BGB § 613a
    Ei­ne durch Um­wand­lung nach dem Treu­hand­ge­setz am 1.7.1990 aus ei­nem volks­ei­ge­nen Be­trieb her­vor­ge­gan­ge­ne Gm­bH ist und bleibt auch dann in ei­nem ursprüng­lich ge­gen den VEB anhängig ge­mach­ten Kündi­gungs­rechts­streit pas­siv­le­gi­ti­miert, wenn nach Aus­spruch der Kündi­gung und nach Ein­rei­chung...
    DB vom 30.08.1991 , Heft 35 , DB0088792 weiterlesen
  • Zulässig­keit der Kürzung von Son­der­lei­stun­gen während des Er­zie­hungs­ur­laubs

    B. Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld
    B. Kürzung von Weih­nachts- und Ur­laubs­geld
    BEr­zGG § 17; BGB § 611
    1 Ein frei­wil­lig vom Ar­beit­ge­ber gewähr­tes Weih­nachts- und Ur­laubs­geld ist an­tei­lig (Zwölf­te­lungs­prin­zip) um die Zei­ten zu kürzen, in de­nen sich die Ar­beit­neh­me­rin bzw. der Ar­beit­neh­mer im Er­zie­hungs­ur­laub be­fin­det.
    2 Ei­ne sol­che Kürzung stellt sich nicht als ei­ne mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung dar.
    (Ar­bG Ber­lin-Ur­teil vom...
    DB vom 01.09.1989 , Heft 35 , DB0083630 weiterlesen
  • Einst­wei­li­ge Verfügung auf Wei­ter­beschäfti­gung

    Kein Verfügungsgrund bei zwei vorangegangenen Kündigungsschutzverfahren
    Kein Verfügungs­grund bei zwei vor­an­ge­gan­ge­nen Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren
    §§ 611 BGB; 935, 940 ZPO
    1 Ei­ne dem Ar­beit­ge­ber die Wei­ter­beschäfti­gung des Ar­beit­neh­mers auf­ge­ben­de einst­wei­li­ge Verfügung ist grundsätz­lich zulässig.
    2 Hat der Ar­beit­neh­mer vor­her in zwei Kündi­gungs­schutz­ver­fah­ren vor dem Ar­beits­ge­richt ge­gen den Ar­beit­ge­ber ob­siegt, hat er auch re­gelmäßig, ei­nen Verfügungs­an­spruch...
    DB vom 05.05.1989 , Heft 18 , DB0082649 weiterlesen
  • Mithören ei­nes Te­le­fon­gesprächs als Ver­let­zung des Persönlich­keits­rechts -- Be­weis­ver­wer­tungs­ver­bot

    Gesprächsteilnehmer (hier Arbeitgeber) muß mitteilen, daß Dritter mithört
    Gesprächs­teil­neh­mer (hier Ar­beit­ge­ber) muß mit­tei­len, daß Drit­ter mithört
    Vgl. zu die­sem Pro­blem­kreis auch BGH DB 1988 S. 1011 und LAG Ber­lin, DB 1988 S. 1024
    § 284 ZPO; Art. 1, 2 GG
    Das Mithören oder Mithören­las­sen ei­nes Te­le­fon­gesprächs, das ein Ar­beit­neh­mer mit dem sich in den Büroräum­en auf­hal­ten­den Ar­beit­ge­ber (-Ver­tre­ter) führt, stellt ei­ne Ver­let­zung des Persönlich­keits­rechts des...
    DB vom 28.04.1989 , Heft 17 , DB0082608 weiterlesen
  • Zulässig­keit ver­trag­li­cher Mehr­ar­beits­pau­scha­len

    § 15 Abs. 2 AZO
    1 § 15 Abs. 2 AZo gibt für die Mehr­ar­beits­vergütung ei­nen Richt­wert an.
    2 Ei­ne ein­zel­ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung, die ei­ne pau­scha­le Ab­gel­tung der Mehr­ar­beit vor­sieht, ist zulässig.
    3 Die ein­zel­ver­trag­li­che Pau­scha­lie­rung der Mehr­ar­beits­vergütung ist un­zulässig, wenn sich im Ver­gleich mit der übli­chen Vergütung ein er­heb­li­ches Mißverhält­nis er­gibt.
    (Ar­bG Ber­lin-Teil­ur­teil...
    DB vom 14.07.1989 , Heft 27/28 , DB0083188 weiterlesen
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