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  • Genossenschaftsrecht / Insolvenzrecht

    Kei­ne Pflicht­prüfung durch den ge­nos­sen­schaft­li­chen Prüfungs­ver­band nach In­sol­ven­zeröff­nung und Ein­stel­lung des Geschäfts­be­triebs ei­ner Ge­nos­sen­schaft

    Befugnis des Insolvenzverwalters, den Prüfungsverband oder eine andere Person als Abschlussprüfer vorzuschlagen
    GenG §§ 53, 54, 55, 64c, 101; In­sO § 155
    a) Das Recht und die Pflicht des ge­nos­sen­schaft­li­chen Prüfungs­ver­ban­des, nach §§ 53, 54 GenG die ge­setz­li­chen Pflicht­prüfun­gen durch­zuführen, be­steht nach der Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens über das Vermögen der Ge­nos­sen­schaft je­den­falls dann nicht mehr, wenn der Geschäfts­be­trieb der Ge­nos­sen­schaft ein­ge­stellt wor­den ist.
    b) Sind in die­sem Fall die...
    DB vom 02.09.2011 , Heft 35 , DB0457611 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Zum Recht der außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ei­nes Er­geb­nis­abführungs­ver­tra­ges

    Ak­tG § 297
    Die Auflösung der be­herrsch­ten Gm­bH be­rech­tigt den Or­g­anträger (hier: Ein­zel­kauf­mann) grundsätz­lich nicht zur außer­or­dent­li­chen Kündi­gung, wenn er als al­lei­ni­ger Ge­sell­schaf­ter selbst die Auflösung be­schlos­sen hat.
    (OLG München, Be­schluss vom 20.6.2011 - 31 Wx 163/11)
    Zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gi­ster der be­tei­lig­ten D.-Gm­bH wur­de die Kündi­gung des Er­geb­nis­abführungs­ver­tra­ges...
    DB vom 04.11.2011 , Heft 44 , DB0424492 weiterlesen
  • Aktienrecht

    An­for­de­run­gen an die ge­richt­li­che Be­stel­lung ei­nes Son­der­prüfers

    Anforderungen an die substanziierte Behauptung der Unredlichkeit oder der groben Verletzung von Gesetz oder Satzung durch den Vorstand - Weiter Entscheidungsspielraum des Vorstands bezüglich der Angemessenheit des Kaufpreises für Unternehmensakquisition, hinsichtlich Lösung von einer Transaktionsvereinbarung und bei der Frage einer erneuten Due Diligence-Prüfung vor Abschluss von Änderungsverträgen - Keine grobe Pflichtverletzung bei bloßer Nachteilhaftigkeit eines Vertrages
    Ak­tG § 142 Abs. 2 Satz 1

    (OLG Frank­furt/M., Be­schluss vom 15.6.2011 - 21 W 18/11)
    Der An­trag­stel­ler be­gehrt gem. § 142 Abs. 2 Satz 1 Ak­tG die ge­richt­li­che Be­stel­lung ei­nes Son­der­prü­fers bei der An­trags­geg­ne­rin. Er ist seit ei­nem Zeit­punkt vor dem 15. 2. 2009 un­un­ter­bro­chen In­ha­ber von Ak­ti­en der An­trags­geg­ne­rin, die den an­tei­li­gen Be­trag von . . . € an de­ren Grund­ka­pi­tal er­rei­chen,...
    DB vom 22.07.2011 , Heft 29 , DB0425988 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Zu den Vor­aus­set­zun­gen für die Be­stel­lung ei­nes Son­der­prüfers nach § 142 II 1Ak­tG

    Ak­tG § 142 Abs. 2 Satz 1, § 147

    (OLG Frank­furt, Ur­teil vom 15.6.2011 - 21 W 18/11)
    I. Der An­trag­stel­ler be­gehrt gem. § 142 Abs. 2 S. 1 Ak­tG die ge­richt­li­che Be­stel­lung ei­nes Son­der­prüfers bei der An­trags­geg­ne­rin, der nach der Bi­lanz­sum­me und Mit­ar­bei­ter­zahl zweit­größten deut­schen Bank. Er ist seit ei­nem Zeit­punkt vor dem 15. Fe­bru­ar 2009 un­un­ter­bro­chen In­ha­ber von Ak­ti­en der An­trags­geg­ne­rin,...
    DB vom 02.09.2011 , DB0426047 weiterlesen
  • Mitbestimmungsrecht

    Kei­ne Zu­sam­men­set­zung des Auf­sichts­rats nach dem Drit­tel­be­tei­li­gungs­ge­setz bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten mit we­ni­ger als fünf Ar­beit­neh­mern

    Drit­tel­bG § 96 Abs. 1 Ak­tG, § 1 Abs. 1 Nr. 1
    § 1 Abs. 1 Nr. 1 Drit­tel­bG ist im We­ge der te­leo­lo­gi­schen Re­duk­ti­on nach Sinn und Zweck des Ge­set­zes da­hin aus­zu­le­gen, dass Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten mit we­ni­ger als fünf Ar­beit­neh­mern nicht er­fasst wer­den.
    (OLG Je­na, Be­schluss vom 14.6.2011 - 6 W 47/11)
    Die Be­tei­lig­ten strei­ten über die Zu­sam­men­set­zung des Auf­sichts­rats der An­trags­geg­ne­rin (die...
    DB vom 29.07.2011 , Heft 30 , DB0424494 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    In­sol­venz­an­fech­tung ei­ner Über­wei­sung von gepfände­tem Kon­to

    Pfändung der Ansprüche aus offener Kreditlinie - Kein Ausschluss der Gläubigerbenachteiligung wegen eines unanfechtbaren Pfändungspfandrechts an Ansprüchen aus dem Girokonto - Zeitpunkt der Entstehung des Pfändungspfandrechts: Abruf der Kreditmittel durch Überweisungsauftrag des Schuldners
    In­sO § 129 Abs. 1, § 133 Abs. 1
    Pfändet der Gläubi­ger in ei­ne dem Schuld­ner eröff­ne­te Kre­dit­li­nie, so ent­steht ein Pfand­recht erst mit dem Ab­ruf der Kre­dit­mit­tel als Rechts­hand­lung des Schuld­ners (Fortführung von BGH-Ur­teil vom 25. 10. 2007 - IX ZR 157/06, DB 2008 S. 289 = ZIP 2008 S. 131).
    (BGH-Ur­teil vom 9.6.2011 - IX ZR 179/08)
    Der Kläger ist Ver­wal­ter in dem auf Ei­gen­an­trag vom 14....
    DB vom 15.07.2011 , Heft 28 , DB0425715 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Frei­ga­be ei­ner selbstständi­gen Tätig­keit des Schuld­ners durch den In­sol­venz­ver­wal­ter

    Freigabe der selbstständigen Tätigkeit eines Steuerberaters aus der Insolvenzmasse gem. § 35 Abs. 2 InsO - Eröffnung eines zweiten Insolvenzverfahrens beschränkt auf Vermögen aus der selbstständigen Tätigkeit
    In­sO § 14 Abs. 1, § 35 Abs. 2
    Hat der In­sol­venz­ver­wal­ter erklärt, das Vermögen aus der selbstständi­gen Tätig­keit des Schuld­ners gehöre nicht zur In­sol­venz­mas­se, kann auf An­trag ei­nes Neugläubi­gers ein auf die­ses Vermögen be­schränk­tes zwei­tes In­sol­venz­ver­fah­ren eröff­net wer­den.
    (BGH-Be­schluss vom 9.6.2011 - IX ZB 175/10)
    Am 10. 4. 2007 wur­de das In­sol­venz­ver­fah­ren über das Vermögen des...
    DB vom 29.07.2011 , Heft 30 , DB0425902 weiterlesen
  • Wettbewerbsrecht / Rechtsanwaltsrecht

    Zur wett­be­werbs­recht­li­chen Zulässig­keit der Be­zeich­nung "zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker"

    Fehlvorstellung eines Durchschnittsverbrauchers über die praktischen Erfahrungen eines Rechtsanwalts auf dem Gebiet der Testamentsvollstreckung aufgrund des Gebrauchs der Bezeichnung "Zertifizierter Testamentsvollstrecker"
    UWG § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, §§ 3, 4 Nr. 11; BRAO § 43b; BORA § 6 - Zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker
    Der Ver­kehr er­war­tet von ei­nem Rechts­an­walt, der sich als "zer­ti­fi­zier­ter Te­sta­ments­voll­strecker" be­zeich­net, dass er nicht nur über be­son­de­re Kennt­nis­se, son­dern auch über prak­ti­sche Er­fah­run­gen auf dem Ge­biet der Te­sta­ments­voll­streckung verfügt.
    (BGH-Ur­teil vom 9.6.2011 - I ZR 113/10)
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    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0463311 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Zur Ver­si­che­rung des Geschäftsführers zum Nicht­vor­lie­gen von Aus­schluss­gründen

    Ausschluss als Geschäftsführer wegen einer Straftat für die Dauer von fünf Jahren seit Rechtskraft des Urteils - Anforderungen an die Versicherung gem. § 39 Abs. 3 GmbHG
    Gm­bHG § 39 Abs. 3 Satz 1, § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3
    Ei­ne Ver­si­che­rung, in der ein Geschäftsführer nur auf den Zeit­punkt der Ver­ur­tei­lung selbst ab­stellt und nicht auf den der Rechts­kraft des Ur­teils, ver­mit­telt dem Re­gi­ster­ge­richt nicht die nach dem Ge­setz er­for­der­li­chen An­ga­ben über das Vor­lie­gen ei­nes Aus­schluss­grun­des nach § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 Gm­bHG.
    (BGH-Be­schluss vom 7.6.2011 - II ZB 24/10)
    Die Be­tei­lig­te, ei­ne im Han­dels­re­gi­ster des...
    DB vom 15.07.2011 , Heft 28 , DB0425723 weiterlesen
  • Sonstiges Recht / Allgemeine Geschäftsbedingungen

    Un­zulässi­ge Er­he­bung von Kon­toführungs­gebühren auf­grund ei­ner AGB-Klau­sel im Rah­men von Dar­le­hens­verträgen

    Gebührenklausel keine kontrollfreie Preisabrede - Keine Abgeltung der Kreditgewährung bzw. Kapitalüberlassung mit der Kontoführungsgebühr - Führung eines Darlehenskontos ausschließlich im eigenen Interesse der Bank - Unangemessene Benachteiligung der Kunden durch die Berechnung eines Entgelts für die Führung eines Darlehenskontos
    BGB § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3
    Be­stim­mun­gen in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen ei­nes Kre­dit­in­sti­tuts, in de­nen für die Führung des Dar­le­hens­kon­tos durch das Kre­dit­in­sti­tut ein Ent­gelt (Kon­toführungs­gebühr) ge­for­dert wird, un­ter­lie­gen nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB der rich­ter­li­chen In­halts­kon­trol­le und sind im Bank­ver­kehr mit Ver­brau­chern gem. § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB...
    DB vom 16.09.2011 , Heft 37 , DB0425921 weiterlesen
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