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  • GmbH-Recht

    Han­deln­den­haf­tung des Geschäftsführers ana­log § 11 Abs. 2 Gm­bHG bei wirt­schaft­li­cher Neu­gründung durch Ver­wen­dung ei­ner Vor­rats­ge­sell­schaft

    Gm­bHG § 11 Abs. 2, § 9a Abs. 1
    a) Bei ei­ner wirt­schaft­li­chen Neu­gründung ei­ner Vor­rats- oder Man­tel­ge­sell­schaft kommt ei­ne Haf­tung der han­deln­den Per­so­nen ana­log § 11 Abs. 2 Gm­bHG nur dann in Be­tracht, wenn die Geschäfte vor Of­fen­le­gung der wirt­schaft­li­chen Neu­gründung auf­ge­nom­men wor­den sind und dem nicht al­le Ge­sell­schaf­ter zu­ge­stimmt ha­ben.
    b) Ver­si­chert der Geschäftsführer bei der Of­fen­le­gung...
    DB vom 23.09.2011 , Heft 38 , DB0458771 weiterlesen
  • Limited

    In­ter­na­tio­na­le Zuständig­keit für Kla­ge ge­gen Ge­sell­schafts­be­schlüsse ei­ner Li­mi­t­ed mit Ver­wal­tungs­sitz in Deutsch­land

    EuGVVO (= Brüssel I-VO) Art. 22 Nr. 2
    Wo sich der für die aus­sch­ließli­che in­ter­na­tio­na­le Zuständig­keit nach Art. 22 Nr. 2 EuGVVO maßgeb­li­che Sitz der Ge­sell­schaft in ei­nem Mit­glied­staat der EU be­fin­det, be­stimmt sich bei Kla­gen nach die­ser Vor­schrift nach der Gründungs­theo­rie und da­mit grundsätz­lich nach dem Sat­zungs­sitz im Her­kunfts­staat.
    (BGH-Ur­teil vom 12.7.2011 - II ZR 28/10)
    Die...
    DB vom 30.09.2011 , Heft 39 , DB0458968 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    In­sol­venz­an­fech­tung von Ver­rech­nun­gen im de­bi­to­ri­schen Ban­ken­kon­to­kor­rent

    Kongruenz der Verrechnung von Gutschriften im ungekündigten Kontokorrent mit Überziehungskredit, wenn Bank neue Verfügungen des Schuldners zulässt - Betrachtung des gesamten Anfechtungszeitraums bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei der Beurteilung der Inkongruenz im Rahmen des § 131 Abs. 1 Nr. 2 und 3 InsO
    In­sO § 131 Abs. 1 Nr. 2
    Die Fra­ge der In­kon­gru­enz von Ver­rech­nun­gen im de­bi­to­ri­schen Ban­ken­kon­to­kor­rent kann bei der An­fech­tung von Rechts­hand­lun­gen in­ner­halb des zwei­ten oder drit­ten Mo­nats vor der In­sol­venz­an­trag­stel­lung für den ge­sam­ten An­fech­tungs­zeit­raum nur ein­heit­lich be­ant­wor­tet wer­den. Wird das Kon­to­kor­rent nicht vor­her gekündigt, läuft der An­fech­tungs­zeit­raum bis zur Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens....
    DB vom 12.08.2011 , Heft 32 , DB0426730 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Ein­rei­chung ei­ner geänder­ten Ge­sell­schaft­er­li­ste zum Han­dels­re­gi­ster

    Unterzeichnung der Gesellschafterliste durch einen Geschäftsführer und den Prokuristen nicht ausreichend

    (OLG Je­na, Be­schluss vom 5.7.2011 - 6 W 82/11)
    Die Be­tei­lig­ten er­stre­ben die Auf­nah­me ei­ner (geänder­ten) Ge­sell­schaft­er­li­ste in das Han­dels­re­gi­ster.
    Der Ver­fah­rens­be­vollmächtig­te reich­te am 29. 12. 2010 zum Han­dels­re­gi­ster des Amts­ge­richts Je­na ei­ne Ge­sell­schaft­er­li­ste zur Auf­nah­me in den Re­gi­ster­ord­ner des Re­gi­ster­blatts der Be­tei­lig­ten zu 2) ein. Die am 29. 12. 2010 er­stell­te Li­ste ist...
    DB vom 12.08.2011 , Heft 32 , DB0425732 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Erlöschen der Ein­zel­geschäftsführungs­be­fug­nis ein­zel­ner Ge­sell­schaf­ter mit der Auflösung ei­ner BGB-Ge­sell­schaft

    BGB § 730 Abs. 2 Satz 2; HGB § 146 Abs. 2
    a) Auch bei ei­ner als Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts aus­ge­stal­te­ten Pu­bli­kums­ge­sell­schaft hat die Auflösung der Ge­sell­schaft grundsätz­lich zur Fol­ge, dass die ein­zel­nen Ge­sell­schaf­tern ver­lie­he­ne Ein­zel­geschäftsführungs­be­fug­nis nach § 730 Abs. 2 Satz 2 BGB er­lischt. Die Geschäftsführung und Ver­tre­tung steht von der Auflösung an al­len Ge­sell­schaf­tern ge­mein­schaft­lich zu.
    b) Bei der Ab­wick­lung...
    DB vom 07.10.2011 , Heft 40 , DB0458789 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    An­for­de­run­gen an Fest­stel­lung der Zah­lungs­unfähig­keit

    Vorsatzanfechtung der Zahlung rückständiger Steuerforderungen gem. § 133 Abs. 1 InsO - Vermutung des Benachteiligungsvorsatzes bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners - Vermutung der Zahlungsunfähigkeit bei Zahlungseinstellung - Indizien für Zahlungseinstellung: Bestehen beträchtlicher Zahlungsrückstände, die Schuldner bis zur Verfahrenseröffnung nicht mehr beglichen hat, Nichtzahlung von Steuerforderungen und mehrfache Vollstreckungsverfahren - Kenntnis des beklagten Landes bei Kenntnis des zuständigen Finanzamtsmitarbeiters
    In­sO § 17 Abs. 2 Satz 2, § 133 Abs. 1
    Der Schuld­ner hat die Zah­lun­gen ein­ge­stellt, wenn er ei­nen maßgeb­li­chen Teil der fälli­gen Ver­bind­lich­kei­ten nicht be­zahlt. Die­se Fest­stel­lung kann nicht nur durch ei­ne Ge­genüber­stel­lung der be­gli­che­nen und der of­fe­nen Ver­bind­lich­kei­ten, son­dern auch mit Hil­fe von In­diztat­sa­chen ge­trof­fen wer­den.
    (BGH-Ur­teil vom 30.6.2011 - IX ZR 134/10)
    Der Kläger...
    DB vom 29.07.2011 , Heft 30 , DB0425983 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Zu­rech­nung des Wis­sens ver­schie­de­ner Behörden ei­nes Recht­strägers im Fal­le des Zu­sam­men­wir­kens zur Ermögli­chung ei­ner Auf­rech­nung

    Aufrechnung von Steuerforderungen gegen Forderung des Insolvenzschuldners aus Werkvertrag - Unwirksamkeit der Aufrechnung gem. § 96 Abs. 1 Nr. 3, § 133 Abs. 1 InsO - Kenntnis vom Benachteiligungsvorsatz des Schuldners - Grundsatz: Notwendigkeit der Kenntnis des zuständigen Sachbearbeiters - Pflicht zum vollständigen Informationsaustausch im Falle der Bildung behördenübergreifender Handlungs- und Informationseinheiten, um Aufrechnungen zu ermöglichen - Ausschluss des Berufens auf Unkenntnis solcher Umstände, die für Wirksamkeit der Aufrechnung von Bedeutung sind, als Folge der Verletzung behördenübergreifender Informationspflichten
    In­sO § 96 Abs. 1 Nr. 3, § 133 Abs. 1
    Holt ei­ne Behörde von an­de­ren Behörden des­sel­ben Lan­des In­for­ma­tio­nen ein, um ei­ne Schuld des Lan­des im We­ge der Auf­rech­nung til­gen zu können, müssen auch die In­for­ma­tio­nen ver­langt und er­teilt wer­den, die der Wirk­sam­keit ei­ner Auf­rech­nung in­sol­venz­recht­lich ent­ge­gen­ste­hen können. Un­ter­bleibt die vollständi­ge Mit­tei­lung al­ler be­kann­ten rechts­er­heb­li­chen Umstände,...
    DB vom 05.08.2011 , Heft 31 , DB0426550 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Kei­ne ana­lo­ge An­wen­dung des Frei­ga­be­ver­fah­rens gem. § 246a Ak­tG im Fall der An­fech­tung von Be­schlüssen der Gm­bH-Ge­sell­schaf­ter

    Ak­tG § 246a
    Der An­trag ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung (Gm­bH) auf Frei­ga­be der Ein­tra­gung von Be­schlüssen der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung (über ei­ne Her­ab­set­zung und Erhöhung des Stamm­ka­pi­tals) ist un­zulässig. § 246a Ak­tG fin­det auf die Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung kei­ne ana­lo­ge An­wen­dung.
    (Kam­mer­ge­richt, Be­schluss vom 23.6.2011 - 23 Ak­tG 1/11)
    Die Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung...
    DB vom 23.09.2011 , Heft 38 , DB0458730 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Re­ge­lung zum Aus­schluss ei­nes Ge­sell­schaf­ters ei­ner KG im Ge­sell­schafts­ver­trag

    HGB § 140
    Ist im Ge­sell­schafts­ver­trag ei­ner Kom­man­dit­ge­sell­schaft be­stimmt, dass ein Ge­sell­schaf­ter aus­schei­det, wenn die übri­gen Ge­sell­schaf­ter - aus wich­ti­gem Grund - sein Aus­schei­den durch Erklärung ihm ge­genüber ver­lan­gen, so ist die­se Klau­sel re­gelmäßig da­hin aus­zu­le­gen, dass die Ge­sell­schaf­ter über die Aus­sch­ließung ei­nes Mit­ge­sell­schaf­ters ei­nen Be­schluss zu fas­sen und dar­auf ge­gründet ei­ne...
    DB vom 05.08.2011 , Heft 31 , DB0426556 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Nach­weis des Zu­gangs der Amts­nie­der­le­gungs­erklärung ei­nes Gm­bH-Geschäftsführers

    Sendung an den Telefaxanschluss der ausländischen Gesellschafterin - Beurteilung des Zugangs einer Willenserklärung im Ausland nach dem Recht des Abgabeortes - Vorlage der zum Nachweis des Zugangs erforderlichen Urkunden
    FamFG §§ 26, 382; Gm­bHG § 39 Abs. 2
    a) Ob ei­ne Wil­lens­erklärung ei­nem Empfänger mit Sitz im Aus­land zu­ge­gan­gen ist, be­ur­teilt sich nach dem Orts­recht des Ab­ga­be­orts.
    b) Ei­ne Pflicht des Re­gi­ster­ge­richts zur Amts­er­mitt­lung nach §§ 26, 382 FamFG be­steht nur dann, wenn ent­we­der die for­ma­len Min­dest­an­for­de­run­gen für ei­ne Ein­tra­gung nicht erfüllt sind oder wenn be­gründe­te Zwei­fel an der Wirk­sam­keit...
    DB vom 12.08.2011 , Heft 32 , DB0426650 weiterlesen
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