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  • Personengesellschaftsrecht

    Haf­tung ei­nes Be­vollmächtig­ten we­gen ei­nes Voll­machts­miss­brauchs bei Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags

    Missbrauch einer Generalvollmacht bei Abschluss eines Gesellschaftsvertrags - Keine Anwendung der Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft - Vorliegen einer Scheingesellschaft
    BGB § 826
    a) Ein Be­vollmächtig­ter kann aus § 826 BGB haf­ten, wenn er bei Er­rich­tung ei­ner Ge­sell­schaft die ihm er­teil­te Ge­ne­ral­voll­macht miss­braucht.
    b) Ei­ne feh­ler­haf­te Ge­sell­schaft setzt auf den Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags ge­rich­te­te Wil­lens­erklärun­gen zwi­schen den Be­tei­lig­ten vor­aus. Die­se lie­gen grundsätz­lich nicht vor, wenn ein Mit­ge­sell­schaf­ter die ihm er­teil­te Voll­macht über­schrei­tet....
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459850 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Un­ge­schrie­be­ne Haupt­ver­samm­lungs­kom­pe­tenz bei Veräußerung ei­nes Un­ter­neh­mens­teils im Hin­blick auf Ei­gen­tums­ga­ran­tie des Art. 14 GG in der Re­gel nicht ge­bo­ten

    Verfassungsrechtlicher Schutz des in der Aktie verkörperten Anteilseigentums - Umstrukturierung der Gesellschaft gebietet Beteiligung der Hauptversammlung nur, wenn sie wesentliche Beeinträchtigung der Mitwirkungsbefugnisse der Aktionäre darstellt - Ausgleich des vermögensrechtlichen nachteiligen Einflusses auf die Gesellschaftsbeteiligung gem. §§ 311 ff. AktG
    GG Art. 14 Abs. 1; Ak­tG § 179a, §§ 311 ff.

    (BVer­fG-Be­schluss vom 7.9.2011 - 1 BvR 1460/10)
    Der Be­schwer­deführer ist ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein, zu des­sen sat­zungsmäßigen Auf­ga­ben die Durch­set­zung von Ak­ti­onärs­rech­ten zählt. Er ist Ak­ti­onär der Be­klag­ten des Aus­gangs­ver­fah­rens, der S. AG. In der Sat­zung der Be­klag­ten hieß es: "Ge­gen­stand des Un­ter­neh­mens ist die Über­nah­me und Ausführung von Bau­lei­stun­gen auf al­len Ge­bie­ten des Straßen-,...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0461994 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Aus­set­zung des Ver­fah­rens zur Ein­tra­gung der Ab­be­ru­fung ei­nes Geschäftsführers durch das Re­gi­ster­ge­richt

    Aussetzung der Eintragung bei berechtigten Zweifeln an der Wirksamkeit der Abberufung des Geschäftsführers - Pflichtgemäßes Ermessen des Registergerichts
    FamFG § 21; Gm­bHG § 39
    Aus­set­zung des Ein­tra­gungs­ver­fah­rens durch das Re­gi­ster­ge­richt bei Streit über die Ab­be­ru­fung des Ge­sell­schaf­ter-Geschäftsführers in ei­ner Zwei-Per­so­nen-Ge­sell­schaft.
    (OLG München, Be­schluss vom 18.8.2011 - 31 Wx 300/11)
    Zur Ein­tra­gung im Han­dels­re­gi­ster der be­tei­lig­ten Gm­bH wur­de un­ter Vor­la­ge des Pro­to­kolls über die außer­or­dent­li­che Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung vom...
    DB vom 09.09.2011 , Heft 36 , DB0457613 weiterlesen
  • Haftungsrecht

    Zur Sach­wal­ter­haf­tung des geschäfts­lei­ten­den Kom­man­di­ti­sten bei Ver­gleichs­ab­schluss im Ar­beits­ge­richts­pro­zess

    Sachwalterhaftung für Inanspruchnahme besonderen persönlichen Vertrauens oder wegen unmittelbaren eigenen wirtschaftlichen Interesses
    § 311 Abs. 3 i. V. mit § 241 Abs. 2 BGB
    1. Die Haf­tung ei­nes Drit­ten nach sei­ner Stel­lung als Ge­sell­schaf­ter be­stimmt sich nach dem Ge­sell­schafts­recht und den im Han­dels­re­gi­ster ein­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen (§ 15 Abs. 2 HGB). Ei­ne Haf­tung als "qua­si Ge­sell­schaf­ter" kommt auch nicht da­durch zu­stan­de, dass der An­spruch­stel­ler sei­nen Geg­ner in der Ver­gan­gen­heit als Ge­sell­schaf­ter mit persönli­cher Haf­tung...
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0463304 weiterlesen
  • Wettbewerbsrecht

    Wett­be­werbs­recht­lich un­zulässi­ges Zu­sen­den nicht be­stell­ter Wa­re

    Das Zusenden unbestellter Ware und deren Ankündigung ist regelmäßig eine unzumutbare Belästigung i. S. des § 7 Abs. 1 Satz 1 UWG - Haftung des Vertreibers von Zeitschriftenabonnements nach § 8 Abs. 2 UWG für die von ihm unmittelbar oder mittelbar eingesetzten Zeitschriftenwerber
    UWG An­hang zu § 3 Abs. 3 Nr. 29, § 7 Abs. 1 Satz 1, § 8 Abs. 2 - Auf­trags­bestäti­gung
    a) Nr. 29 des An­hangs zu § 3 Abs. 3 UWG er­fasst auch die Ankündi­gung ei­ner fort­lau­fen­den Lie­fe­rung von Wa­ren, bei der ei­ne un­be­stell­te, aber als be­stellt dar­ge­stell­te Wa­re zu­ge­sandt und, falls der Ver­brau­cher nicht bin­nen ei­ner Frist wi­der­spricht, de­ren Zu­sen­dung ge­gen Ent­gelt fort­ge­setzt wird.
    b) Das Zu­sen­den...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0462427 weiterlesen
  • Limited

    Er­for­der­nis des Nach­wei­ses der An­mel­de­be­rech­ti­gung des neu be­stell­ten ständi­gen Ver­tre­ters der Zw­eig­nie­der­las­sung ei­ner Li­mi­t­ed

    Erfordernis des Nachweises der Anmeldeberechtigung des neuen ständigen Vertreters bei Anmeldung der Eintragung seiner Bestellung zum Handelsregister - Keine zusätzliche Eintragung der dem ständigen Vertreter erteilten Einzelprokura
    HGB §§ 13e Abs. 2 Satz 5 Nr. 3, Abs. 3, §§ 48, 49
    1. Der aus­ge­schie­de­ne ständi­ge Ver­tre­ter der Zw­eig­nie­der­las­sung ei­ner Ge­sell­schaft mit Sitz im Aus­land (hier: schot­ti­sche Pri­va­te Li­mi­t­ed Com­pa­ny) ist nicht mehr zur An­mel­dung von Ein­tra­gun­gen in das Han­dels­re­gi­ster be­rech­tigt. Der neu be­stell­te (ein­zi­ge) ständi­ge Ver­tre­ter der Ge­sell­schaft be­darf sei­ner­seits ei­nes Nach­wei­ses sei­ner An­mel­de­be­rech­ti­gung....
    DB vom 14.10.2011 , Heft 41 , DB0457618 weiterlesen
  • Steuerberaterrecht

    Ver­ein­bar­keit ei­ner in Voll­zeit aus­geübten Tätig­keit als Syn­di­kus-Steu­er­be­ra­ter mit dem Be­ruf des Steu­er­be­ra­ters

    Keine Mindestarbeitszeit des hauptberuflichen Steuerberaters und des Syndikus-Steuerberaters - Keine Übertragbarkeit der Unvereinbarkeitskriterien für den Anwaltsberuf auf das Berufsrecht des Steuerberaters
    StBerG § 40 Abs. 3 Nr. 2, § 48 Abs. 2, § 57 Abs. 4 Nr. 2, § 58 Satz 2 Nr. 5a
    Ei­ne Tätig­keit als sog. Syn­di­kus-Steu­er­be­ra­ter ist mit dem Be­ruf des Steu­er­be­ra­ters ver­ein­bar. Dies gilt auch dann, wenn durch die in Voll­zeit aus­geübte An­ge­stell­tentätig­keit die selbstständi­ge Steu­er­be­ra­tertätig­keit nur als Ne­ben­be­ruf aus­geübt wer­den kann.
    (BFH-Ur­teil vom 9.8.2011 - VII R 2/11)
    Der Kläger übt...
    DB vom 11.11.2011 , Heft 45 , DB0461569 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Fort­be­stand ei­ner Pro­ku­ra bei der Auflösung ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft

    HGB § 52
    Die Auflösung ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft führt nicht zum Erlöschen ei­ner er­teil­ten Pro­ku­ra.
    (OLG München, Be­schluss vom 9.8.2011 - 31 Wx 314/11)
    Die Auflösung der Kom­man­dit­ge­sell­schaft führt nicht zum Erlöschen der be­ste­hen­den Pro­ku­ra. Das Re­gi­ster­ge­richt konn­te schon des­halb die Ein­tra­gung der Auflösung der Ge­sell­schaft nicht da­von abhängig ma­chen, dass auch das Erlöschen der...
    DB vom 02.12.2011 , Heft 48 , DB0457617 weiterlesen
  • Bankrecht / Insolvenzrecht

    Zur Fra­ge der kon­klu­den­ten Ge­neh­mi­gung ei­ner Ein­zugs­ermächti­gungs­last­schrift bei Ab­stim­mung zwi­schen kon­toführen­der Bank und Schuld­ner

    BGB § 684 Satz 2
    a) Zur Fra­ge der kon­klu­den­ten Ge­neh­mi­gung ei­ner Ein­zugs­ermächti­gungs­last­schrift bei Ab­stim­mung zwi­schen kon­toführen­der Bank und Schuld­ner hin­sicht­lich ein­zel­ner Last­schrift­bu­chun­gen (im An­schluss an das Se­nats­ur­teil vom 20. 7. 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186 S. 269 = DB 2010 S. 1817).
    b) Die Fra­ge, ob ei­ne Last­schrift im Ein­zugs­ermächti­gungs­ver­fah­ren vom Kon­to­in­ha­ber kon­klu­dent...
    DB vom 19.08.2011 , Heft 33 , DB0427093 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Ka­pi­tal­an­le­ger-Mu­ster­ver­fah­ren: Um­fang der Bin­dungs­wir­kung des Vor­la­ge­be­schlus­ses zur Her­beiführung ei­nes Mu­ster­ent­scheids

    Fälle, in denen Vorlagebeschluss keine Bindungswirkung entfaltet - Bindung trotz einzelner Fehler und Auslassungen
    Ka­pMuG § 4 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 2, § 4 Abs. 2 Nr. 3 und 4
    a) Die Bin­dungs­wir­kung des Vor­la­ge­be­schlus­ses für das Ober­lan­des­ge­richt entfällt, wenn der gel­tend ge­mach­te An­spruch schon nicht Ge­gen­stand ei­nes Mu­ster­ver­fah­rens sein kann.
    b) Die Bin­dungs­wir­kung des Vor­la­ge­be­schlus­ses für das Ober­lan­des­ge­richt entfällt nicht, wenn der Vor­la­ge­be­schluss trotz ein­zel­ner Feh­ler und Aus­las­sun­gen ei­ne ge­eig­ne­te Grund­la­ge für die Durchführung des Mu­ster­ver­fah­rens ist....
    DB vom 07.10.2011 , Heft 40 , DB0458725 weiterlesen
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