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  • GmbH-Recht

    Ka­pi­tal­erhöhung ei­ner Un­ter­neh­mer­ge­sell­schaft: Kei­ne Voll­ein­zah­lung im Fal­le der Erhöhung auf Min­dest­stamm­ka­pi­tal

    Gm­bHG §§ 5a Abs. 2, § 7 Abs. 2
    Die Son­der­re­gel der Un­ter­neh­mer­ge­sell­schaft (haf­tungs­be­schränkt) gem. § 5a Abs. 2 Satz 1 Gm­bHG gilt nicht für die­je­ni­ge Ka­pi­tal­erhöhung, mit der das Min­dest­stamm­ka­pi­tal der Gm­bH ent­spre­chend § 7 Abs. 2 Gm­bHG er­reicht wird. Der Weg­fall der Be­schränkun­gen des § 5a Abs. 1 bis 4 Gm­bHG ist nicht von ei­ner Voll­ein­zah­lung des Stamm­ka­pi­tals abhängig (wie OLG Hamm vom 5. 5. 2011 - 27 W 24/11, Gm­bHR 2011 S. 655; vgl. auch BGH vom 19. 4. 2011 - II ZB 25/10, DB 2011 S. 12
    DB vom 10.02.2012 , Heft 06 , DB0461995 weiterlesen
  • Insolvenzrecht / GmbH-Recht

    Zum Be­griff der Kre­dit­unwürdig­keit im Sin­ne des Ei­gen­ka­pi­ta­ler­satz­rechts

    In­sO § 135 Abs. 1 Nr. 2 a. F.; Gm­bHG § 32a a. F.
    a) Kre­dit­unwürdig i. S. der Re­geln über den Ei­gen­ka­pi­ta­ler­satz kann ei­ne Ge­sell­schaft nur dann sein, wenn sie tatsächlich ei­nen Kre­dit benötigt.
    b) Ein Kre­dit­be­darf, der nur auf­grund zu ge­ring kal­ku­lier­ter Ab­schlags­zah­lun­gen des Ge­sell­schaf­ters oder ei­nes mit ihm ver­bun­de­nen Un­ter­neh­mens ent­stan­den ist und der nachträglich bei rich­ti­ger Be­trach­tungs­wei­se...
    DB vom 25.11.2011 , Heft 47 , DB0462321 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Stel­lung ei­nes Treu­ge­bers als un­mit­tel­ba­rer Ge­sell­schaf­ter in der Li­qui­da­ti­on ei­ner Pu­bli­kums­ge­sell­schaft auf­grund ge­sell­schafts- und treu­hand­ver­trag­li­cher Re­ge­lun­gen

    Haftung eines Anlegers gegenüber einer Publikumsgesellschaft (geschlossener Immobilienfonds) für Liquidationsfehlbetrag - Zur Wirksamkeit der Abtretung des Freistellungsanspruchs der Treuhänderin gegen die Treugeber an die Gesellschaft
    BGB § 735; HGB § 105
    Ist - wie bei Pu­bli­kums­ge­sell­schaf­ten häufig - die mit­tel­ba­re Be­tei­li­gung erst noch zu wer­ben­der An­le­ger und da­mit ei­ne Ver­zah­nung von Ge­sell­schaft und Treu­hand im Ge­sell­schafts­ver­trag von vorn­her­ein vor­ge­se­hen und sind im Hin­blick dar­auf be­stimm­te Rech­te und Pflich­ten der An­le­ger schon im Ge­sell­schafts­ver­trag ge­re­gelt, hat der Treu­ge­ber im In­nen­verhält­nis die Stel­lung ei­nes...
    DB vom 02.12.2011 , Heft 48 , DB0462430 weiterlesen
  • Kapitalanlage / Rechtsanwaltsrecht

    Im­mo­bi­li­en­fonds: Zur Wirk­sam­keit ei­ner Treu­hand­voll­macht gem. Art. 1 § 1 RBerG a. F.

    Abgrenzung erlaubnisfreier Geschäftsbesorgung von erlaubnispflichtiger Rechtsbesorgung - Keine Erlaubnispflicht bei Schwerpunkt der Bevollmächtigung für Tätigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet
    RBerG Art. 1 § 1; BGB § 134
    Zur Wirk­sam­keit ei­ner Treu­hand­voll­macht, bei der der Schwer­punkt der Tätig­keit des Treuhänders auf wirt­schaft­li­chem Ge­biet liegt und die die Wahr­neh­mung wirt­schaft­li­cher Be­lan­ge von Treu­ge­ber-Ge­sell­schaf­tern ei­ner Fonds­ge­sell­schaft in der Rechts­form ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts be­zweckt.
    (BGH-Ur­teil vom 11.10.2011 - XI ZR 415/10)
    Die Par­tei­en strei­ten...
    DB vom 09.12.2011 , Heft 49 , DB0462980 weiterlesen
  • Rechtsanwaltsrecht

    Kei­ne Zu­las­sung ei­ner Gm­bH als Rechts­an­walts­ge­sell­schaft, de­ren Geschäfts­an­tei­le mehr­heit­lich Pa­ten­t­anwälten zu­ste­hen

    Voraussetzungen für Zulassung einer GmbH bestehend aus Rechts- und Patentanwälten - Anteile und Geschäftsführung mehrheitlich in Händen von Rechtsanwälten - Verfassungsmäßigkeit der § 59e und § 59f BRAO: Keine unzulässige Einschränkung der Berufsfreiheit oder des Gleichheitsgrundsatzes gem. Art. 3 Abs. 1 GG
    BRAO §§ 59e, 59f
    a) Ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, bei wel­cher die Mehr­heit der Geschäfts­an­tei­le und der Stimm­an­tei­le Pa­ten­t­anwälten zu­steht, wel­che nicht zu­gleich Rechts­anwälte sind, kann nicht als Rechts­an­walts­ge­sell­schaft zu­ge­las­sen wer­den.
    b) Ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, de­ren Geschäftsführer mehr­heit­lich nicht zur Rechts­an­walt­schaft zu­ge­las­se­ne Pa­ten­t­anwälte...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0463376 weiterlesen
  • Rechtsanwaltsrecht

    Zum Vergütungs­an­spruch des Rechts­an­walts bei Kündi­gung ei­nes Man­dats oh­ne wich­ti­gen Grund

    Kein Vergütungsanspruch bei Wegfall des Interesses des Mandanten an den bisherigen Leistungen infolge der Kündigung und erforderlicher Neubestellung eines anderen Anwalts - Zum Anspruch eines Anwalts auf Eintritt in Verhandlungen über die Anpassung der Gebühren - Keine Kürzung der Gebühren des neuen Anwalts im Hinblick auf die Vornahme fristwahrender Handlungen durch den zuerst tätigen Anwalt
    BGB §§ 627, 628 Abs. 1 Satz 2; BRAGO § 13; RVG § 15
    a) Kündigt der Rechts­an­walt das Man­dats­verhält­nis, oh­ne durch ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten des an­de­ren Teils da­zu ver­an­lasst zu sein, steht ihm ein An­spruch auf Vergütung in­so­weit nicht zu, als der Man­dant ei­nen an­de­ren Pro­zess­be­vollmächtig­ten neu be­stel­len muss, mit des­sen Vergütung auch die Tätig­keit des kündi­gen­den An­walts ab­ge­gol­ten wäre.
    b) Von ei­nem In­ter­es­sen­weg­fall ist auch aus­zu­ge­hen, so­weit...
    DB vom 28.10.2011 , Heft 43 , DB0461059 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    An­for­de­run­gen an Be­zeich­nung ei­ner GbR beim Er­werb von Grund­ei­gen­tum

    GBO § 47 Abs. 2 Satz 1; GBV § 15 Abs. 1

    (BGH-Be­schluss vom 29.9.2011 - V ZB 1/11)
    Mit no­ta­ri­el­lem Ver­trag vom 10. 11. 2009 ließ die Be­tei­lig­te zu 9 das im Ein­gang die­ses Be­schlus­ses be­zeich­ne­te Grundstück zu un­ter­schied­li­chen Bruch­tei­len an die Be­tei­lig­ten zu 1 bis 9 auf. Die Be­tei­lig­ten zu 3 und 8 sind natürli­che Per­so­nen. Bei den Be­tei­lig­ten zu 1, 2 und 4 bis 7 han­delt es sich um aus...
    DB vom 16.12.2011 , Heft 50 , DB0463371 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Verjährungs­be­ginn des Scha­dens­er­satz­an­spruchs: Zur grob fahrlässi­gen Un­kennt­nis des An­le­gers von der Un­rich­tig­keit ei­nes Pro­spek­tes

    Zur grob fahrlässige Unkenntnis des Anlegers in Prospekthaftungs- und Anlageberatungsfällen i. S. des § 199 Abs. 1 BGB - Unterlassen der Durchsicht und Auswertung eines Anlageprospekts im Allgemeinen kein grobes Verschulden insbesondere, wenn Anleger Anlageberater oder -vermittler in Anspruch nimmt
    BGB § 199 Abs. 1
    Zur Fra­ge der grob fahrlässi­gen Un­kennt­nis i. S. des § 199 Abs. 1 BGB in Pro­spekt­haf­tungs- und An­la­ge­be­ra­tungsfällen, wenn der An­le­ger im Zu­sam­men­hang mit der An­la­ge­ent­schei­dung ei­nes Drit­ten ei­nen Fol­ge­pro­spekt ge­le­sen hat.
    (BGH-Ur­teil vom 27.9.2011 - VI ZR 135/10)
    Die Kläge­rin macht Ansprüche auf Scha­dens­er­satz aus ei­ge­nem und ab­ge­tre­te­nem Recht im Zu­sam­men­hang mit ei­ner ei­ge­nen Be­tei­li­gung...
    DB vom 04.11.2011 , Heft 44 , DB0461303 weiterlesen
  • Aktienrecht

    An­wen­dung der Grundsätze der feh­ler­haf­ten Be­stel­lung von Or­ga­nen auf be­son­de­ren Ver­tre­ter

    Hauptversammlungsbeschluss über Sonderprüfung und Bestellung eines besonderen Vertreters - Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses für Anfechtung nach Aufhebung des Hauptversammlungsbeschlusses
    Ak­tG § 147

    (BGH-Be­schluss vom 27.9.2011 - II ZR 225/08)
    Die Be­schwer­den der Kläge­rin und der Streit­hel­fer der Be­klag­ten zu 1, 5, 17 bis 26 und 66 ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on in dem Ur­teil des 7. Zi­vil­se­nats des OLG München vom 27. 8. 2008 wer­den zurück­ge­wie­sen, weil kei­ner der im Ge­setz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vor­ge­se­he­nen Gründe (mehr) vor­liegt, nach de­nen der Se­nat die Re­vi­si­on zu­las­sen darf.
    Un­be­gründet­heit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den
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    DB vom 11.11.2011 , Heft 45 , DB0461701 weiterlesen
  • Kapitalmarktrecht

    Zur Aufklärungs­pflicht der be­ra­ten­den Bank über das In­sol­venz­ri­si­ko der Emit­ten­tin (hier: Leh­man Bro­thers) im Rah­men des Ver­triebs von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten

    Pflicht zur Aufklärung über Risiko des vollständigen Verlusts des angelegten Kapitals im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Emittentin - Hinweis auf das Nichteingreifen von Einlagensicherungssystemen ist nicht erforderlich - Keine Aufklärungspflicht der beratenden Bank über ihre Gewinnmarge beim Verkauf von Indexzertifikaten im Wege des Eigengeschäfts
    BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; WpHG § 2 Abs. 3 Satz 2, § 31
    a) Zur Aufklärungs­pflicht der be­ra­ten­den Bank über ein kon­kret be­ste­hen­des In­sol­venz­ri­si­ko der Emit­ten­tin (hier: Leh­man Bro­thers) beim Er­werb von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten durch ih­ren Kun­den.
    b) Die be­ra­ten­de Bank ist beim Ver­trieb von In­dex­zer­ti­fi­ka­ten auch dann, wenn kei­ne kon­kre­ten An­halts­punk­te für ei­ne dro­hen­de Zah­lungs­unfähig­keit der Emit­ten­tin...
    DB vom 25.11.2011 , Heft 47 , DB0462192 weiterlesen
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