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  • Sonstiges Recht

    Zur Verjährung des Aus­kunfts­an­spruchs gem. § 666 Va­ri­an­te 2 BGB des Treu­ge­bers ge­gen den Treuhänder ei­nes Gm­bH-An­teils

    Beginn der dreijährigen Verjährungsfrist erst mit Geltendmachung des Auskunftsanspruchs durch den Gläubiger - Kein Beginn der Verjährung vor Beendigung des Auftragsverhältnisses
    BGB §§ 195, 199, 666 Va­ri­an­te 2
    Der Aus­kunfts­an­spruch gem. § 666 Va­ri­an­te 2 BGB be­gründet ei­ne aus dem Auf­trags­verhält­nis fol­gen­de un­selbstständi­ge Ne­ben­pflicht und verjährt grundsätz­lich nicht vor des­sen Be­en­di­gung.
    (BGH-Ur­teil vom 1.12.2011 - III ZR 71/11)
    Der Kläger nimmt, so­weit im drit­ten Rechts­zug noch von In­ter­es­se, den Be­klag­ten im We­ge der Stu­fen­kla­ge zunächst auf Aus­kunft über...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0463677 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Kündi­gung ei­ner Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung durch In­sol­venz­ver­wal­ter zur Be­an­spru­chung des Rück­kaufs­werts

    Keine Bindung des Insolvenzverwalters an einen vereinbarten Kündigungsausschluss - Private Lebensversicherung als Bestandteil der Insolvenzmasse, soweit sie keinen besonderen Pfändungsschutzvorschriften unterfällt
    In­sO § 103; ZPO § 851 Abs. 2; VVG § 165 Abs. 3 Satz 1 a. F., § 176 Abs. 1 a. F.
    a) Der In­sol­venz­ver­wal­ter oder Treuhänder muss die in die In­sol­venz­mas­se fal­len­de Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung kündi­gen, wenn er den Rück­kaufs­wert für die Mas­se be­an­spru­chen will.
    b) Der In­sol­venz­ver­wal­ter oder Treuhänder kann die Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung kündi­gen, auch wenn der Schuld­ner mit dem Ver­si­che­rer nach...
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0463802 weiterlesen
  • Insolvenzrecht / Bankrecht

    Zur kon­klu­den­ten Ge­neh­mi­gung ei­ner Last­schrift­bu­chung im Ein­zugs­ermächti­gungs­ver­fah­ren

    Voraussetzungen für konkludente Genehmigung im unternehmerischen Geschäftsverkehr - Genehmigung ist vor Ablauf der Sechs-Wochen-Frist für Einwendungen gem. Nr. 7 Abs. 3 Satz 1 AGB möglich - Überlegungsfrist des Kontoinhabers von 2 Wochen ab Zugang des Kontoauszuges im Falle regelmäßig wiederkehrender Lastschriften von Sozialversicherungsbeiträgen innerhalb einer Schwankungsbreite bereits zuvor genehmigter Buchungen
    In­sO § 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; BGB § 684 Satz 2, § 133
    Er­hebt der Schuld­ner ge­gen die Ein­zie­hung ei­nes wie­der­keh­ren­den So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trags in­ner­halb ei­ner Über­le­gungs­frist von vier­zehn Ta­gen ab Zu­gang des Kon­to­aus­zugs, der die Ab­bu­chung aus­weist, kei­ne Ein­wen­dun­gen, kann die Zahl­stel­le da­von aus­ge­hen, dass die Last­schrift ge­neh­migt ist.
    (BGH-Ur­teil vom 1.12.2011 - IX ZR 58/11)
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    DB vom 27.01.2012 , Heft 04 , DB0465078 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    In­ter­na­tio­na­le Zuständig­keit für Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens über das Vermögen ei­ner deut­schen Ge­sell­schaft mit Sitz im Aus­land

    Internationale Zuständigkeit der Gerichte des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet Schuldner den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen hat - Widerlegliche Vermutung, dass Satzungssitz Ort der hauptsächlichen Interessen ist - Feststellung des Mittelpunkts der hauptsächlichen Interessen im Zeitpunkt der Einstellung des Geschäftsbetriebs
    EuIn­sVO Art. 3 Abs. 1
    Die in­ter­na­tio­na­le Zuständig­keit für die Eröff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens über das Vermögen ei­ner Ge­sell­schaft mit Sitz im Aus­land, die ih­ren Geschäfts­be­trieb ein­ge­stellt hat und nicht ab­ge­wickelt wird, rich­tet sich da­nach, wo sie bei Ein­stel­lung ih­rer Tätig­keit den Mit­tel­punkt ih­rer hauptsächli­chen In­ter­es­sen hat­te (im An­schluss an EuGH-Ur­teil vom 20. 10. 2011 - Rs. C-396/09,...
    DB vom 27.01.2012 , Heft 04 , DB0465154 weiterlesen
  • Bankrecht

    Zur Haf­tung des Kre­dit­kar­ten­in­ha­bers bei miss­bräuch­li­cher Ab­he­bung an ei­nem Geld­au­to­ma­ten un­ter Ein­ga­be der rich­ti­gen Ge­heim­zahl

    Beweislast der Bank für Einsatz der Originalkarte - Zur Beschränkung der Haftung des Karteninhabers in AGB-Klausel: Geltung ausschließlich für nicht verschuldensabhängige Einstandspflichten oder auch bei Verschuldenshaftung? - Begrenzung der Haftung in Klausel auf den vereinbarten Höchstbetrag für Bargeldauszahlungen je Tag
    ZPO § 286; BGB § 280 Abs. 1
    a) Bei miss­bräuch­li­cher Ab­he­bung an ei­nem Geld­au­to­ma­ten un­ter Ein­ga­be der rich­ti­gen persönli­chen Ge­heim­zahl (PIN) spricht der Be­weis des er­sten An­scheins nur dann dafür, dass der Kar­ten­in­ha­ber pflicht­wid­rig die PIN auf der Kar­te no­tiert oder ge­mein­sam mit die­ser ver­wahrt hat, wenn bei der Ab­he­bung die Ori­gi­nal­k­ar­te ein­ge­setzt wor­den ist (Bestäti­gung des Se­nats­ur­teils...
    DB vom 10.02.2012 , Heft 06 , DB0465367 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht / Sonstiges Recht

    An­for­de­run­gen an Kündi­gung ei­nes mit ei­ner GbR ab­ge­schlos­se­nen Miet­ver­trags

    BGB §§ 542 Abs. 1, 709 Abs. 1, 714; DDR:ZGB § 266; Schul­dRAn­pG §§ 1 Abs. 1 Nr. 1, 6 Abs. 1
    a) Zur Rechts­na­tur ei­ner Ga­ra­gen­ge­mein­schaft nach § 266 ZGB-DDR.
    b) Für die Kündi­gung ei­nes mit ei­ner Außen-GbR ab­ge­schlos­se­nen Miet­ver­tra­ges genügt es, wenn sich aus der Kündi­gungs­erklärung ent­neh­men lässt, dass das Miet­verhält­nis mit der Ge­sell­schaft gekündigt wer­den soll und die Kündi­gung ei­nem ver­tre­tungs­be­rech­tig­ten...
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0464539 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Pro­spekt­haf­tung für Äußerun­gen zur An­la­ge in Schriftstücken, die zu­sam­men mit Emis­si­ons­pro­spekt ver­trie­ben wur­den

    Verantwortlichkeit eines früheren Spitzenpolitikers und Lehrstuhlinhabers nach den Grundsätzen der Prospekthaftung - Zusammenfassung von Emissionsprospekt, Produktinformationen und Zeitschrifteninterviews zu einem Anlageprospekt
    BGB §§ 276, 311 Abs. 3
    a) Auch ein körper­lich von dem aus­drück­lich als Emis­si­ons­pro­spekt be­zeich­ne­ten Druck­werk ge­trenn­tes Schriftstück, das zu­sam­men mit die­sem ver­trie­ben wird, kann bei der ge­bo­te­nen Ge­samt­be­trach­tung Be­stand­teil ei­nes An­la­ge­pro­spekts im Rechts­sinn sein.
    b) Zur Ver­ant­wort­lich­keit ei­nes frühe­ren Spit­zen­po­li­ti­kers und In­ha­bers ei­nes Lehr­stuhls un­ter an­de­rem für Fi­nanz­recht...
    DB vom 16.12.2011 , Heft 50 , DB0463370 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht / Rechtsanwaltsrecht

    Kei­ne Haf­tung ei­ner So­zietät für Ver­bind­lich­keit ei­nes Gründungs­ge­sell­schaf­ters

    Keine Haftungsübernahme aufgrund des Gründungsvertrages - Kein Haftungsübergang gem. § 28 HGB analog - Keine Haftung der Sozietät nach Rechtsscheingrundsätzen
    BGB § 675; HGB § 130
    Bringt ein Rechts­an­walt sei­ne Ein­zel­kanz­lei in ei­ne Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts ein, haf­tet die Ge­sell­schaft auch dann nicht für ei­ne im Be­trieb des bis­he­ri­gen Ein­zel­an­walts be­gründe­te Ver­bind­lich­keit, wenn die­ser im Rechts­ver­kehr den An­schein ei­ner So­zietät ge­setzt hat­te.
    (BGH-Ur­teil vom 17.11.2011 - IX ZR 161/09)
    Die Kläge­rin und ihr Ehe­mann such­ten am 3. 11....
    DB vom 13.01.2012 , Heft 02 , DB0464113 weiterlesen
  • GmbH-Recht / Insolvenzrecht

    Zum Nach­rang des Dar­le­hensrück­zah­lungs­an­spruchs ei­nes aus­ge­schie­de­nen Ge­sell­schaf­ters im In­sol­venz­ver­fah­ren

    Kein Nachrang der Forderung, wenn Gesellschafter früher als ein Jahr vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ausscheidet
    ZPO §§ 114, 249 Abs. 3; Gm­bHG § 30 Abs. 1 Satz 3; In­sO § 39 Abs. 1 Nr. 5, § 135 Abs. 1 Nr. 2
    a) Pro­zess­ko­sten­hil­fe ist dem Rechts­mitt­elführer nicht zu be­wil­li­gen, wenn die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung for­mell kei­nen Be­stand ha­ben kann, das ma­te­ri­el­le Er­geb­nis sich nach ei­ner Zurück­ver­wei­sung je­doch vor­aus­sicht­lich nicht ändern wird.
    b) Die Verkündung ei­nes Ur­teils ist un­zulässig, wenn ei­ne Un­ter­bre­chung...
    DB vom 06.01.2012 , Heft 01 , DB0464114 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Aus­schluss der Haf­tungs­pri­vi­le­gie­rung ei­nes Ver­eins­mit­glieds bei grob fahrlässi­gem Han­deln

    Abgrenzung von leicht fahrlässigem und grob fahrlässigem Verhalten - Erforderliche Darlegung der hinreichenden Sachkunde des Gerichts bei Verzicht auf sachverständige Hilfe
    BGB § 27 Abs. 3, § 254, § 670
    Ver­ur­sacht ein Ver­eins­mit­glied durch grob fahrlässi­ges Han­deln ei­nen Scha­den des Ver­eins, kommt ei­ne Haf­tungs­pri­vi­le­gie­rung des Mit­glieds auch bei un­ent­gelt­li­cher Tätig­keit nicht in Be­tracht.
    (BGH-Be­schluss vom 15.11.2011 - II ZR 304/09)
    Die Kläge­rin nimmt als Gebäude­ver­si­che­rer des H. 1886 e.V. (im Fol­gen­den: Ver­ein) den Be­klag­ten aus über­ge­gan­ge­nem Recht...
    DB vom 06.01.2012 , Heft 01 , DB0464112 weiterlesen
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