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  • Haftungsrecht

    In­an­spruch­nah­me von Gm­bH-Ge­sell­schaf­tern durch Mit­ge­sell­schaf­ter aus von Bank ab­ge­tre­te­nem und durch an­tei­li­gen Schuld­bei­tritt der Ge­sell­schaf­ter be­si­cher­tem Dar­le­hens­an­spruch

    BGB § 426
    Lässt sich ein Gm­bH-Ge­sell­schaf­ter von der Bank ei­nen Dar­le­hensrück­zah­lungs­an­spruch ge­gen die Ge­sell­schaft ab­tre­ten, für den die Ge­sell­schaf­ter in ei­nem be­grenz­ten, ins­ge­samt die Höhe der For­de­rung nicht er­rei­chen­den Um­fang die persönli­che Haf­tung über­nom­men ha­ben, kann er sei­ne Mit­ge­sell­schaf­ter in vol­ler Höhe ih­rer je­wei­li­gen Mit­haft auf Zah­lung in An­spruch neh­men.
    (BGH-Ur­teil vom 5.4.2011 - II ZR 279/08)
    Die Kläge­rin zu 1, ihr während des Re­vi­si­ons­ver­fah­rens ver­stor­ben
    DB vom 08.07.2011 , Heft 26/27 , DB0424158 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Nich­tig­keit der Ein­zie­hung ei­nes Gm­bH-An­teils man­gels Ab­fin­dung aus frei­em Vermögen

    Gm­bHG § 34 Abs. 3, § 30 Abs. 1
    a) Fasst die Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung ei­ner Gm­bH den Be­schluss, ei­nen Ge­sell­schaf­ter aus­zu­sch­ließen und sei­nen Geschäfts­an­teil ein­zu­zie­hen, und ist die Ein­zie­hung we­gen Ver­stoßes ge­gen § 34 Abs. 3, § 30 Abs. 1 Gm­bHG nich­tig, so ist auch die Aus­sch­ließung nich­tig.
    b) Die Aus­sch­ließung ist in die­sem Fall auch dann nich­tig, wenn im Ge­sell­schafts­ver­trag vor­ge­se­hen...
    DB vom 08.07.2011 , Heft 26/27 , DB0424493 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    Zur An­fech­tung ei­nes Kfz-Lea­sing­ver­trags we­gen arg­li­sti­ger Täuschung bei Ab­schluss ei­ner Ne­ben­ver­ein­ba­rung mit ei­nem Drit­ten

    Arglistige Täuschung durch vermittelndes Autohaus oder den Lieferanten ist Leasinggeber nicht zuzurechnen - Keine Repräsentantenstellung des Autohauses und des Lieferanten im Zusammenhang mit einem zu Refinanzierungszwecken abgeschlossenen, dem Leasinggeber unbekannten "Werbevertrag" - Keine Nichtigkeit des Leasinggeschäfts wegen möglicher Sittenwidrigkeit des "Werbevertrags" - Voraussetzungen für Verknüpfung mehrerer Verträge zu einem einheitlichen Rechtsgeschäft
    BGB §§ 123, 278, 166, 139
    a) Zur Fra­ge ei­ner Zu­rech­nung des Ver­hal­tens ei­nes vom Lea­sing­ge­ber mit der Vor­be­rei­tung des Lea­sing­ver­trags be­trau­ten Lie­fe­ran­ten, der dem Lea­sing­neh­mer un­ter Hin­weis auf ei­ne an­geb­li­che "Ko­sten­neu­tra­lität" des Ge­samt­geschäfts oh­ne Wis­sen des Lea­sing­ge­bers den Ab­schluss ei­nes "Wer­be­ver­trags" anrät (im An­schluss an BGH-Ur­teil vom 20. 10. 2004 - VIII ZR 36/03, DB 2004 S. 2528 = NJW 2005 S. 365; vom 1. 6. 2005 - VIII ZR 234/04, DB0115537 = NJW-RR 2005 S. 1421).
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0416994 weiterlesen
  • Bankrecht

    Kre­ditkündi­gung we­gen un­zu­rei­chen­der Of­fen­le­gung der wirt­schaft­li­chen Verhält­nis­se des Kre­dit­neh­mers

    Wirksamkeit der außerordentlichen Kündigung der gesamten Geschäftsverbindung - Zulässige Kündigung trotz ordnungsgemäßer Zins- und Tilgungsleistungen bis zum Zeitpunkt der Kündigung - Kein Verstoß gegen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
    KWG § 18
    Ein Kre­dit­in­sti­tut ist zur Kündi­gung des Kre­dit­verhält­nis­ses aus wich­ti­gem Grund be­rech­tigt, wenn der Kre­dit­neh­mer auf die Vor­la­ge­auf­for­de­rung mit Frist­set­zung und Kündi­gungs­an­dro­hung die ge­for­der­ten Un­ter­la­gen nicht vor­legt, oh­ne dass zusätz­lich ein Kon­ten­soll­sal­do oder ei­ne un­re­gelmäßige Erfüllung der Til­gungs­lei­stun­gen vor­lie­gen muss (An­schluss an BGH-Ur­teil vom 1. 3. 1994 - XI ZR 83/93,...
    DB vom 14.10.2011 , Heft 41 , DB0459571 weiterlesen
  • Kapitalanlage

    Haf­tung ei­ner Bank we­gen Ver­let­zung von Be­ra­tungs­pflich­ten über die Ri­si­ken ei­nes CMS Spre­ad Lad­der Swap-Ver­tra­ges

    Erkundigungspflicht der Bank hinsichtlich der Risikobereitschaft des Anlegers - Anforderungen an die Beratung bei einem komplex strukturierten und riskanten Anlageprodukt - Schwerwiegender Interessenkonflikt der Bank bei der Empfehlung des CMS Spread Ladder Swap-Vertrages - Pflicht der Bank zur Aufklärung über den von ihr bewusst strukturierten negativen Anfangswert des CMS Spread Ladder Swap-Vertrages
    BGB § 280; WpHG § 31 Abs. 1 Nr. 2
    a) Ei­ne Bank muss bei der An­la­ge­be­ra­tung vor der Ab­ga­be ei­ner Emp­feh­lung die Ri­si­ko­be­reit­schaft des An­le­gers er­fra­gen, es sei denn, die­se ist ihr aus ei­ner langjähri­gen Geschäfts­be­zie­hung oder dem bis­he­ri­gen An­la­ge­ver­hal­ten des An­le­gers be­reits be­kannt. Die be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on ei­ner Mit­ar­bei­te­rin des An­le­gers als Di­plom-Volks­wir­tin lässt für sich al­lein we­der...
    DB vom 29.04.2011 , Heft 17 , DB0414773 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Ab­tre­tung des An­spruchs ei­nes Treu­hand­kom­man­di­ti­sten ge­gen den Treu­ge­ber auf Frei­stel­lung von der Haf­tung für Ansprüche von Ge­sell­schaftsgläubi­gern in der In­sol­venz der KG

    Anspruch des Treuhandkommanditisten auf Freistellung von der Haftung gem. § 172 Abs. 4, § 171 Abs. 1 und 2 HGB - Kein Ausschluss der Abtretung des Freistellungsanspruchs gem. § 399 BGB - Wiederaufleben der Haftung des Kommanditisten gem. § 172 Abs. 4 HGB bei teilweiser Zurückbezahlung der Einlage durch Ausschüttungen - Beginn der Verjährungsfrist für den Befreiungsanspruch des Treuhänders
    BGB § 242, §§ 387 ff. § 399
    a) Das Ab­tre­tungs­ver­bot nach § 399 Fall 1 BGB steht der Ab­tre­tung des An­spruchs des Treu­hand­kom­man­di­ti­sten ge­gen den Treu­ge­ber auf Frei­stel­lung von der Haf­tung für Ansprüche von Gläubi­gern der Ge­sell­schaft an den In­sol­venz­ver­wal­ter im In­sol­venz­ver­fah­ren über das Vermögen der Kom­man­dit­ge­sell­schaft mit der Fol­ge, dass sich die­ser in ei­nen Zah­lungs­an­spruch um­wan­delt, nicht...
    DB vom 13.05.2011 , Heft 19 , DB0417039 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Squee­ze-out: An­fech­tungs­be­fug­nis der Min­der­heits­ak­ti­onäre trotz Über­gangs der Ak­ti­en auf Haupt­ak­ti­onär durch Ein­tra­gung des Über­tra­gungs­be­schlus­ses ins Han­dels­re­gi­ster

    Erfordernis des Aktienbesitzes i. H. von 95% im Zeitpunkt des Zugangs des Übertragungsverlangens beim Vorstand der Gesellschaft - Fehlen der erforderlichen Kapitalmehrheit - Keine Heilung durch Bestätigungsbeschluss - Zur Ausgestaltung der Gewährleistungserklärung der Bank gem. § 327b Abs. 3 AktG
    Ak­tG § 245 Nr. 1, § 327a Abs. 1
    a) Der Ak­ti­onär, der sich mit der Be­schlussmängel­kla­ge ge­gen ei­nen Über­tra­gungs­be­schluss wen­det, ist auch dann kla­ge­be­fugt, wenn die Ak­ti­en vor der Zu­stel­lung der Kla­ge durch Ein­tra­gung des Be­schlus­ses in das Han­dels­re­gi­ster auf den Haupt­ak­ti­onär über­ge­gan­gen sind.
    b) Ein Über­tra­gungs­ver­lan­gen ist nur wirk­sam, wenn dem Haupt­ak­ti­onär Ak­ti­en i. H. von 95 vom Hun­dert des Grund­ka­pi­tals in dem Zeit­punkt...
    DB vom 27.05.2011 , Heft 21 , DB0421752 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    BGB-Ge­sell­schaft in Li­qui­da­ti­on: An­spruch des Mit­ge­sell­schaf­ters auf An­teil an Li­qui­da­ti­onsüber­schuss und auf Rech­nungs­le­gung

    BGB § 721
    Der an der Li­qui­da­ti­on nicht be­tei­lig­te und auch sonst über den Vermögens­stand der Ge­sell­schaft nicht un­ter­rich­te­te Ge­sell­schaf­ter ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts hat ge­gen den die Ab­wick­lung be­trei­ben­den Mit­ge­sell­schaf­ter ei­nen An­spruch auf Rech­nungs­ab­schluss, der den An­spruch auf Rech­nungs­le­gung in sich trägt (Bestäti­gung von BGH-Ur­teil vom 14. 7. 1960 - II ZR 188/58, DB 1960...
    DB vom 24.06.2011 , Heft 25 , DB0423878 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Kei­ne Rechts­kraf­ter­streckung ei­nes Ur­teils ge­gen die Ge­sell­schaf­ter ei­ner GbR auf die Ge­sell­schaft

    Weder aus § 129 Abs. 1 HGB noch aus § 736 ZPO ergibt sich die Rechtskrafterstreckung eines Urteils gegen die Gesellschafter auf die Gesellschaft - Sonderfall: Bindung eines im Gesellschafterprozess ergangenen Urteils bei Entscheidung über die Grundlagen der Gesellschaft
    ZPO §§ 325, 736; BGB § 705; HGB §§ 128, 129 Abs. 1
    Nimmt ein Drit­ter in ei­nem Rechts­streit die Ge­sell­schaf­ter ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts aus ih­rer persönli­chen Haf­tung für ei­ne Ge­sell­schafts­schuld in An­spruch, ent­fal­tet die Rechts­kraft ei­nes in die­sem Pro­zess er­gan­ge­nen Ur­teils kei­ne Wir­kung in ei­nem wei­te­ren Pro­zess, in dem er nun­mehr den An­spruch ge­gen die Ge­sell­schaft ver­folgt. Dies gilt auch dann, wenn al­le Ge­sell­schaf­ter am Vor­pro­zess...
    DB vom 24.06.2011 , Heft 25 , DB0422771 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    An­for­de­run­gen an die Schrift­form der Kündi­gung ei­nes Be­herr­schungs- und Ge­winn­abführungs­ver­tra­ges

    Ak­tG § 297
    1. Die Überg­a­be der Nie­der­schrift über ei­nen Ge­sell­schaf­ter­be­schluss der herr­schen­den Ge­sell­schaft be­tref­fend die Kündi­gung ei­nes Un­ter­neh­mens­ver­tra­ges an den Geschäftsführer der be­herrsch­ten Ge­sell­schaft wahrt die Schrift­form nicht.
    2. Die außer­or­dent­li­che Kündi­gung ei­nes Be­herr­schungs- und Ge­winn­abführungs­ver­tra­ges kann nur in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Frist nach Kennt­nis des Kündi­gungs­grun­des...
    DB vom 22.04.2011 , Heft 16 , DB0413641 weiterlesen
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