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  • Steuerberaterrecht

    Un­ver­ein­bar­keit der Tätig­keit als Vor­stands­mit­glied ei­ner Ge­nos­sen­schafts­bank mit dem Be­ruf des Steu­er­be­ra­ters

    Tätigkeit als Vorstandsmitglied einer Genossenschaftsbank ist gewerblich - Gewerbliche Tätigkeit schließt Bestellung als Steuerberater aus - Keine Bestellung unter Auflagen - Tätigkeit als Syndikus-Steuerberater setzt ausschließliche Wahrnehmung steuerberatender Tätigkeiten bei Arbeitgeber voraus
    FGO § 33 Abs. 1 Nr. 3; GG Art. 12; StBerG § 40 Abs. 3 Nr. 2, § 48 Abs. 2, § 57 Abs. 4 Nrn. 1, 2, § 58 Satz 2 Nr. 5a
    Die Tätig­keit als Vor­stands­mit­glied ei­ner Ge­nos­sen­schafts­bank ist ge­werb­lich und da­her mit dem Be­ruf des Steu­er­be­ra­ters nicht ver­ein­bar. Ein An­spruch auf Zu­las­sung ei­ner Aus­nah­me be­steht nur, wenn ei­ne kon­kre­te Gefähr­dung der Be­rufs­pflich­ten des Steu­er­be­ra­ters mit hin­rei­chen­der Si­cher­heit...
    DB vom 19.08.2011 , Heft 33 , DB0427002 weiterlesen
  • Steuerberaterrecht

    Zulässi­ge Wirt­schafts­be­ra­tung ei­nes Steu­er­be­ra­ters zu Sa­nie­rungs­zwecken

    Vorliegend keine gewerbliche Tätigkeit, die wegen Verstoßes gegen § 57 Abs. 4 Nr. 1 StBerG zur Nichtigkeit des Beratungsvertrags führt - Wirtschaftsberatung zu Sanierungszwecken grundsätzlich in keinem unverträglichen Konflikt mit der Steuerberatung des Mandanten - Kein Verstoß gegen Rechtsberatungsgesetz - Voraussetzungen für eine Verwirkung des Vergütungsanspruchs des Steuerberaters
    BGB §§ 134, 242, 611, 626, 628 Abs. 1; StBerG § 57 Abs. 4 Nr. 1
    a) Zur Nich­tig­keit ei­nes zwi­schen ei­nem Steu­er­be­ra­ter und sei­nem Man­dan­ten ge­schlos­se­nen "Be­ra­tungs­ver­trag Sa­nie­rung".
    b) Zur Ver­wir­kung des Vergütungs­an­spruchs für er­brach­te Be­ra­tungs­lei­stun­gen un­ter dem Ge­sichts­punkt der schwer­wie­gen­den (Treue-)Pflicht­ver­let­zung.
    (BGH-Ur­teil vom 12.5.2011 - III ZR 107/10)
    Der Kläger...
    DB vom 10.06.2011 , Heft 23 , DB0423135 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Zum Pfändungs­schutz der pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge

    Pfändungsschutz des Deckungskapitals der zur Altersvorsorge abgeschlossene Versicherung und der nach Eintritt des Versicherungsfalls zu erbringenden Leistungen - Kein Pfändungsschutz der zum Aufbau des Deckungskapitals erforderlichen Beträge
    In­sO § 36; ZPO § 850f Abs. 1 Buchst. b, § 851c
    Der mit dem Ge­setz zum Pfändungs­schutz der pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge ein­geführ­te Schutz be­stimm­ter pri­va­ter, zur Al­ters­vor­sor­ge ab­ge­schlos­se­ner Ver­si­che­run­gen er­streckt sich nur auf das vom Ver­si­che­rungs­neh­mer auf­ge­bau­te Deckungs­ka­pi­tal und die nach Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falls zu er­brin­gen­den Lei­stun­gen, nicht je­doch auf die für die Ein­zah­lung er­for­der­li­chen...
    DB vom 17.06.2011 , Heft 24 , DB0423381 weiterlesen
  • Sonstiges Recht / Umsatzsteuer

    Staats­haf­tungs- und Amts­haf­tungs­an­spruch we­gen Ver­sa­gung des Vor­steu­er­ab­zugs in der Auf­bau­pha­se des Un­ter­neh­mens

    Qualifizierter Verstoß gegen die 6. Mehrwertsteuerrichtlinie (RL)? - Auslegung von Art. 4 Abs. 1 der RL vor dem Hintergrund der Rechtsprechung zum sog. "erfolglosen" Unternehmer - Verjährungsbeginn eines Staatshaftungs- bzw. Amtshaftungsanspruchs mit Bestandskraft des Steuerbescheids auch im Falle des Vorbehalts der Nachprüfung - Zur Verjährungshemmung eines Änderungsantrags nach § 164 Abs. 2 AO
    AEUV Art. 340; 6. RL 77/388/EWG des Ra­tes vom 17. 5. 1977 Art. 4 Abs. 1, 2, Art. 17 Abs. 1, 2 Buchst. a; BGB § 203 Satz 1, § 204 Abs. 1, § 839; DDR: StHG § 1 Abs. 1, § 4 Abs. 3; AO § 164
    a) Zum qua­li­fi­zier­ten Ver­stoß ge­gen Art. 4 der RL 77/388/EWG, wenn die Fi­nanz­behörden ei­nem Un­ter­neh­men in der Auf­bau­pha­se den Vor­steu­er­ab­zug ver­sa­gen, da Aus­gangs­umsätze bis zum Ent­schei­dungs­zeit­punkt we­der er­zielt...
    DB vom 08.07.2011 , Heft 26/27 , DB0425268 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Kei­ne schuld­be­frei­en­de Lei­stung des Dritt­schuld­ners durch Zah­lun­gen auf ein nach In­sol­venz­auf­he­bung fort­be­ste­hen­des An­der­kon­to des In­sol­venz­ver­wal­ters

    Zahlungen der Drittschuldnerin auf das Anderkonto des Insolvenzverwalters fallen weder in die Masse noch in das Schuldnervermögen - Voraussetzungen der Befreiung der Drittschuldnerin von ihrer Schuld gegenüber der Schuldnerin durch die Zahlungen an den Insolvenzverwalter
    BGB § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1; In­sO § 259 Abs. 1
    Zah­lun­gen des Dritt­schuld­ners auf ein nach Ver­fah­rens­auf­he­bung fort­be­ste­hen­des An­der­kon­to des vor­ma­li­gen In­sol­venz­ver­wal­ters ha­ben kei­ne schuld­be­frei­en­de Wir­kung, wenn der Schuld­ner dem In­sol­venz­ver­wal­ter kei­ne Ein­zie­hungs­ermächti­gung er­teilt hat.
    (BGH-Ur­teil vom 12.5.2011 - IX ZR 133/10)
    Der be­klag­te Rechts­an­walt war In­sol­venz­ver­wal­ter...
    DB vom 02.09.2011 , Heft 35 , DB0423930 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Verjährung des An­spruchs der Ge­sell­schaft ge­gen den aus­ge­schie­de­nen Ge­sell­schaf­ter aus § 739 BGB

    BGB §§ 195 n. F., 739
    Der An­spruch der Ge­sell­schaft ge­gen den aus­ge­schie­de­nen Ge­sell­schaf­ter aus § 739 BGB verjährt nach § 195 BGB (Bestäti­gung von BGH-Ur­teil vom 19. 7. 2010 - II ZR 57/09, DB 2010 S. 1872 = ZIP 2010 S. 1637).
    (BGH-Ur­teil vom 10.5.2011 - II ZR 227/09)
    Die Par­tei­en ha­ben im No­vem­ber 1993 rück­wir­kend zum 1. 2. 1993 ei­nen schrift­li­chen Ge­sell­schafts­ver­trag ei­ner Ge­sell­schaft...
    DB vom 15.07.2011 , Heft 28 , DB0425231 weiterlesen
  • Bankrecht

    Kein Er­for­der­nis der Ge­neh­mi­gung ei­ner Last­schrift bei Um­bu­chung im Ein­zugs­ermächti­gungs­ver­fah­ren zwi­schen ver­schie­de­nen Kon­ten des­sel­ben In­ha­bers

    Wirkungsloser Widerruf des Insolvenzverwalters im Hinblick auf die Einwilligung des Schuldners bei Zahlung von seinem Girokonto auf ein anderes seiner Konton im Einzugsermächtigungsverfahren
    BGB § 684 Satz 2, § 670
    Bei Per­so­nen­iden­tität zwi­schen Zah­lungs­pflich­ti­gem und Zah­lungs­empfänger im Ein­zugs­ermächti­gungs­ver­fah­ren greift die Zahl­stel­le auf­grund ei­nes von dem zah­lungs­pflich­ti­gen Kon­to­in­ha­ber der er­sten In­kass­o­stel­le er­teil­ten Auf­trags auf des­sen Kon­to zu, so­dass der Zah­lungs­vor­gang mit vor­he­ri­ger Zu­stim­mung des Kon­to­in­ha­bers er­folgt und des­we­gen von vorn­her­ein wirk­sam ist. Ei­ner...
    DB vom 02.09.2011 , Heft 35 , DB0427004 weiterlesen
  • Insolvenzrecht

    Haf­tung ei­nes vorläufi­gen In­sol­venz­ver­wal­ters we­gen pflicht­wid­ri­ger Ver­wei­ge­rung der Zu­stim­mung zu freihändi­gem Ver­kauf

    Absonderungsrecht an kaufmännischem Zurückbehaltungsrecht unterliegender Ware - Anspruch des Absonderungsberechtigten auf Zustimmung zu freihändigem Verkauf im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens wegen wesentlich besserer Erlösaussichten - Zur Pflicht des vorläufigen Insolvenzverwalters, Einzelanordnung beim Insolvenzgericht zu erwirken, um Verkauf trotz Zustimmungsverweigerung des Schuldners durchzusetzen
    In­sO § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 60 Abs. 1; BGB § 1246 Abs. 1
    Ist bei ei­ner freihändi­gen Veräußerung mit ei­nem kaufmänni­schen Zurück­be­hal­tungs­recht be­la­ste­ter Wa­re ein höhe­rer Erlös als bei ei­ner Ver­stei­ge­rung zu er­war­ten, trifft den vorläufi­gen mit­be­stim­men­den In­sol­venz­ver­wal­ter die Ver­pflich­tung, ge­genüber dem Ab­son­de­rungs­be­rech­tig­ten die­ser Art des Ver­kaufs zu­zu­stim­men. In­sO § 21 Abs. 2 Satz...
    DB vom 12.08.2011 , Heft 32 , DB0426659 weiterlesen
  • Insolvenzrecht / Bankrecht

    Zur kon­klu­den­ten Ge­neh­mi­gung ei­ner Last­schrift­ab­bu­chung vom Kon­to ei­nes Ver­brau­chers

    Konkludente Genehmigung, wenn Belastungsbuchungen der Erfüllung wiederkehrender und im Wesentlichen gleichbleibender Forderungen aus Dauerschuldverhältnissen dienen - Keine Annahme, dass Verbraucher Kontobewegungen zeitnah nachvollzieht - Konkrete Anhaltspunkte für Überprüfung durch Kontoinhaber erforderlich
    BGB § 133, § 684 Satz 2
    a) Ei­ne kon­klu­den­te Ge­neh­mi­gung ei­ner Last­schrift­ab­bu­chung vom Kon­to ei­nes Ver­brau­chers, der wie­der­keh­ren­de und im We­sent­li­chen gleich­blei­ben­de For­de­run­gen aus Dau­er­schuld­verhält­nis­sen zu­grun­de lie­gen, kommt nach den Umständen des Ein­zel­falls in Be­tracht.
    b) An­ders als bei ei­nem Un­ter­neh­mer kann die kon­toführen­de Bank bei ei­nem Ver­brau­cher nicht oh­ne Wei­te­res da­von...
    DB vom 15.07.2011 , Heft 28 , DB0425721 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Er­werb von Grund­ei­gen­tum durch GbR: An­for­de­run­gen für Ein­tra­gung ins Grund­buch

    Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch, wenn GbR und ihre Gesellschafter in der notariellen Auflassungsverhandlung benannt werden - Kein weiterer Nachweis der Existenz, der Identität und der Vertretungsverhältnisse der GbR erforderlich
    GBO §§ 20, 47 Abs. 2 Satz 1
    Er­wirbt ei­ne Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts (GbR) Grundstücks- oder Woh­nungs­ei­gen­tum, reicht es für die Ein­tra­gung des Ei­gen­tums­wech­sels in das Grund­buch aus, wenn die GbR und ih­re Ge­sell­schaf­ter in der no­ta­ri­el­len Auf­las­sungs­ver­hand­lung be­nannt sind und die für die GbR Han­deln­den erklären, dass sie de­ren al­lei­ni­ge Ge­sell­schaf­ter sind; wei­te­rer Nach­wei­se der Exi­stenz,...
    DB vom 10.06.2011 , Heft 23 , DB0422387 weiterlesen
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