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  • GmbH-Recht

    Kein gutgläubi­ger Zweiter­werb ei­nes auf­schie­bend be­dingt ab­ge­tre­te­nen Gm­bH-Geschäfts­an­teils vor Be­din­gungs­ein­tritt

    Aufschiebend bedingte Abtretung eines GmbH-Anteils: Pflicht zur Einreichung einer geänderten Gesellschafterliste besteht erst mit Bedingungseintritt - Unzulässigkeit der Einreichung einer neuen Gesellschafterliste mit Hinweis auf die bedingte Anteilsabtretung vor Bedingungseintritt
    BGB § 161 Abs. 3; Gm­bHG § 16 Abs. 3, § 40 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1
    a) Das Re­gi­ster­ge­richt ist be­rech­tigt, ei­ne Ge­sell­schaft­er­li­ste zurück­zu­wei­sen, die ent­ge­gen § 40 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 Gm­bHG kei­ne Verände­run­gen in den Per­so­nen der Ge­sell­schaf­ter oder des Um­fangs ih­rer Be­tei­li­gung aus­weist, son­dern sol­che nur ankündigt.
    b) Ein auf­schie­bend be­dingt ab­ge­tre­te­ner Geschäfts­an­teil kann nicht nach § 161 Abs. 3 BGB i. V. mit § 16 Abs. 3 Gm­bHG vor Be­din­gungs­ein­tritt...
    DB vom 04.11.2011 , Heft 44 , DB0461373 weiterlesen
  • Kapitalmarktrecht

    Zur Fällig­keit der Ansprüche ge­gen die Entschädi­gungs­ein­rich­tung der Wert­pa­pier­han­dels­un­ter­neh­men auf Entschädi­gung nach dem Ein­la­gen­si­che­rungs- und An­le­ger­entschädi­gungs­ge­setz

    Voraussetzungen der Anwendung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes auf kollektives Anlagemodell - Qualifizierung als Finanzkommissionsgeschäft i. S. des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG - Berücksichtigung von Aussonderungsrechten gem. § 47 Abs. 1 InsO bei der Bemessung des Entschädigungsanspruchs - Fälligkeit spätestens drei Monate nach Feststellung der Berechtigung und der Höhe der Ansprüche - Beginn der Dreimonatsfrist bei einer schuldhaften Verzögerung des Abschlusses des Prüfverfahrens - Zur Pflicht der BaFin zur Klärung von Rechtsfragen in einem "Musterprozess"
    EAEG § 5; BGB § 242
    a) Gem. § 5 Abs. 4 Satz 1 EAEG in der Fas­sung des Ge­set­zes vom 21. 6. 2002 (BGBl. I S. 2010) hat die Entschädi­gungs­ein­rich­tung die an­ge­mel­de­ten Ansprüche un­verzüglich zu prüfen und späte­stens drei Mo­na­te, nach­dem sie die Be­rech­ti­gung und die Höhe der Ansprüche fest­ge­stellt hat, zu erfüllen. Da­mit sind die Ansprüche fällig.
    b) Die Entschädi­gungs­ein­rich­tung hat über die Be­rech­ti­gung...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0462060 weiterlesen
  • Sonstiges Recht

    An­for­de­run­gen an die An­mel­dung ei­ner Sat­zungsände­rung ei­nes Ver­eins

    Erfordernis der Zustimmung sämtlicher Mitglieder zur Satzungsänderung nur bei Änderung des Vereinszwecks - Voraussetzungen für das Vorliegen einer Änderung des Vereinszwecks - Nichterfüllung der formellen Eintragungsvoraussetzungen bezüglich der Einreichung eines vollständigen aktuellen Satzungstextes
    BGB § 33 Abs. 1 Satz 2, § 71 Abs. 1
    Zum Um­fang der Prüfungs­pflicht des Re­gi­ster­ge­richts bei der An­mel­dung ei­ner Sat­zungsände­rung zur Ein­tra­gung in das Ver­eins­re­gi­ster.
    (OLG München, Be­schluss vom 15.9.2011 - 31 Wx 363/11)
    Die zulässi­ge Be­schwer­de hat in der Sa­che kei­nen Er­folg. Zu Recht ist das Re­gi­ster­ge­richt zu dem Er­geb­nis ge­langt, dass die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ein­tra­gung der Zif­fer 1 der An­mel­dung vom 9. 2. 2011 be­tref­fend...
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459851 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Ge­samt­nich­tig­keit des Be­schlus­ses über be­ding­te Ka­pi­tal­erhöhung bei Ver­stoß ge­gen zulässi­gen Höchst­be­trag gem. § 192 Abs. 3 Satz 1 Ak­tG

    Keine Eintragungsfähigkeit der bedingten Kapitalerhöhung bis zum gesetzlich zulässigen Höchstbetrag - Berücksichtigung der Nennbeträge aus früheren bedingten Kapitalerhöhungen bei Berechnung des zulässigen Höchstbetrages
    Ak­tG §§ 195, 192 Abs. 1 und 3; BGB § 139
    1. Über­schrei­tet der von der Haupt­ver­samm­lung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft be­schlos­se­ne Nenn­be­trag des be­ding­ten Ka­pi­tals den ge­setz­lich zulässi­gen Höchst­be­trag i. S. des § 192 Abs. 3 Satz 1 Ak­tG, führt dies zur Ge­samt­nich­tig­keit des die be­ding­te Ka­pi­tal­erhöhung be­tref­fen­den Teils des Be­schlus­ses.
    2. In die­sem Fall ist auch die Ein­tra­gung ei­ner be­ding­ten...
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459852 weiterlesen
  • Gleichbehandlung

    Entschädi­gungs­an­spruch we­gen Ver­let­zung des Ge­bots der ge­schlechts­neu­tra­len Stel­len­aus­schrei­bung

    Keine geschlechtsneutrale Stellenausschreibung unter der Überschrift "Geschäftsführer" - Anforderungen an die Widerlegung der Benachteiligung durch den Arbeitgeber - Zur Angemessenheit der Entschädigung gem. § 15 Abs. 2 AGG
    AGG §§ 7 Abs. 1, 11, 15 Abs. 2, 22
    1. Der Be­griff "Geschäftsführer" ist oh­ne wei­te­re Zusätze kei­ne ge­schlechts­neu­tra­le, son­dern ei­ne männ­li­che Be­rufs­be­zeich­nung. Ei­ne Stel­len­aus­schrei­bung un­ter der Über­schrift "Geschäftsführer" ver­letzt je­den­falls dann das Ge­bot zur ge­schlechts­neu­tra­len Stel­len­aus­schrei­bung nach §§ 7 Abs. 1, 11 AGG, wenn nicht im wei­te­ren Text der An­zei­ge auch weib­li­che Be­wer­ber...
    DB vom 07.10.2011 , Heft 40 , DB0459313 weiterlesen
  • Personengesellschaftsrecht

    Haf­tung ei­nes Be­vollmächtig­ten we­gen ei­nes Voll­machts­miss­brauchs bei Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags

    Missbrauch einer Generalvollmacht bei Abschluss eines Gesellschaftsvertrags - Keine Anwendung der Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft - Vorliegen einer Scheingesellschaft
    BGB § 826
    a) Ein Be­vollmächtig­ter kann aus § 826 BGB haf­ten, wenn er bei Er­rich­tung ei­ner Ge­sell­schaft die ihm er­teil­te Ge­ne­ral­voll­macht miss­braucht.
    b) Ei­ne feh­ler­haf­te Ge­sell­schaft setzt auf den Ab­schluss ei­nes Ge­sell­schafts­ver­trags ge­rich­te­te Wil­lens­erklärun­gen zwi­schen den Be­tei­lig­ten vor­aus. Die­se lie­gen grundsätz­lich nicht vor, wenn ein Mit­ge­sell­schaf­ter die ihm er­teil­te Voll­macht über­schrei­tet....
    DB vom 21.10.2011 , Heft 42 , DB0459850 weiterlesen
  • Aktienrecht

    Un­ge­schrie­be­ne Haupt­ver­samm­lungs­kom­pe­tenz bei Veräußerung ei­nes Un­ter­neh­mens­teils im Hin­blick auf Ei­gen­tums­ga­ran­tie des Art. 14 GG in der Re­gel nicht ge­bo­ten

    Verfassungsrechtlicher Schutz des in der Aktie verkörperten Anteilseigentums - Umstrukturierung der Gesellschaft gebietet Beteiligung der Hauptversammlung nur, wenn sie wesentliche Beeinträchtigung der Mitwirkungsbefugnisse der Aktionäre darstellt - Ausgleich des vermögensrechtlichen nachteiligen Einflusses auf die Gesellschaftsbeteiligung gem. §§ 311 ff. AktG
    GG Art. 14 Abs. 1; Ak­tG § 179a, §§ 311 ff.

    (BVer­fG-Be­schluss vom 7.9.2011 - 1 BvR 1460/10)
    Der Be­schwer­deführer ist ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein, zu des­sen sat­zungsmäßigen Auf­ga­ben die Durch­set­zung von Ak­ti­onärs­rech­ten zählt. Er ist Ak­ti­onär der Be­klag­ten des Aus­gangs­ver­fah­rens, der S. AG. In der Sat­zung der Be­klag­ten hieß es: "Ge­gen­stand des Un­ter­neh­mens ist die Über­nah­me und Ausführung von Bau­lei­stun­gen auf al­len Ge­bie­ten des Straßen-,...
    DB vom 18.11.2011 , Heft 46 , DB0461994 weiterlesen
  • GmbH-Recht

    Aus­set­zung des Ver­fah­rens zur Ein­tra­gung der Ab­be­ru­fung ei­nes Geschäftsführers durch das Re­gi­ster­ge­richt

    Aussetzung der Eintragung bei berechtigten Zweifeln an der Wirksamkeit der Abberufung des Geschäftsführers - Pflichtgemäßes Ermessen des Registergerichts
    FamFG § 21; Gm­bHG § 39
    Aus­set­zung des Ein­tra­gungs­ver­fah­rens durch das Re­gi­ster­ge­richt bei Streit über die Ab­be­ru­fung des Ge­sell­schaf­ter-Geschäftsführers in ei­ner Zwei-Per­so­nen-Ge­sell­schaft.
    (OLG München, Be­schluss vom 18.8.2011 - 31 Wx 300/11)
    Zur Ein­tra­gung im Han­dels­re­gi­ster der be­tei­lig­ten Gm­bH wur­de un­ter Vor­la­ge des Pro­to­kolls über die außer­or­dent­li­che Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung vom...
    DB vom 09.09.2011 , Heft 36 , DB0457613 weiterlesen
  • Haftungsrecht

    Zur Sach­wal­ter­haf­tung des geschäfts­lei­ten­den Kom­man­di­ti­sten bei Ver­gleichs­ab­schluss im Ar­beits­ge­richts­pro­zess

    Sachwalterhaftung für Inanspruchnahme besonderen persönlichen Vertrauens oder wegen unmittelbaren eigenen wirtschaftlichen Interesses
    § 311 Abs. 3 i. V. mit § 241 Abs. 2 BGB
    1. Die Haf­tung ei­nes Drit­ten nach sei­ner Stel­lung als Ge­sell­schaf­ter be­stimmt sich nach dem Ge­sell­schafts­recht und den im Han­dels­re­gi­ster ein­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen (§ 15 Abs. 2 HGB). Ei­ne Haf­tung als "qua­si Ge­sell­schaf­ter" kommt auch nicht da­durch zu­stan­de, dass der An­spruch­stel­ler sei­nen Geg­ner in der Ver­gan­gen­heit als Ge­sell­schaf­ter mit persönli­cher Haf­tung...
    DB vom 03.02.2012 , Heft 05 , DB0463304 weiterlesen
  • Wettbewerbsrecht

    Wett­be­werbs­recht­lich un­zulässi­ges Zu­sen­den nicht be­stell­ter Wa­re

    Das Zusenden unbestellter Ware und deren Ankündigung ist regelmäßig eine unzumutbare Belästigung i. S. des § 7 Abs. 1 Satz 1 UWG - Haftung des Vertreibers von Zeitschriftenabonnements nach § 8 Abs. 2 UWG für die von ihm unmittelbar oder mittelbar eingesetzten Zeitschriftenwerber
    UWG An­hang zu § 3 Abs. 3 Nr. 29, § 7 Abs. 1 Satz 1, § 8 Abs. 2 - Auf­trags­bestäti­gung
    a) Nr. 29 des An­hangs zu § 3 Abs. 3 UWG er­fasst auch die Ankündi­gung ei­ner fort­lau­fen­den Lie­fe­rung von Wa­ren, bei der ei­ne un­be­stell­te, aber als be­stellt dar­ge­stell­te Wa­re zu­ge­sandt und, falls der Ver­brau­cher nicht bin­nen ei­ner Frist wi­der­spricht, de­ren Zu­sen­dung ge­gen Ent­gelt fort­ge­setzt wird.
    b) Das Zu­sen­den...
    DB vom 23.12.2011 , Heft 51/52 , DB0462427 weiterlesen
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